Jetzt Live
Startseite Österreich
Seit Mitternacht

Weitere Corona-Verschärfungen treten in Kraft

Einschränkungen für Feiern, Freizeit und Gastro

Mund-Nasen-Schutz auf sämtlichen Märkten verpflichtend
MNS ist auf sämtlichen Märken Pflicht.

Seit Mitternacht gelten weitere Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus und Covid-19, die privates Feiern, die Freizeitgestaltung, die Gastronomie und Märkte und Messen betreffen. Die Regierung hofft, damit einen zweiten Lockdown verhindern zu können. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zeigte sich zuversichtlich, "dass wir nicht in eine zweite Welle hineinkippen".

Bei privaten Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind nur mehr zehn Personen statt bisher 50 erlaubt. Umfasst sind davon laut Gesundheitsministerium "soziale Aktivitäten in Gruppen", also beispielsweise Yoga-Kurse, Zumba-Stunden, Karten-Runden und Spieleabende, aber auch Filmvorführungen, Ausstellungen sowie Hochzeiten und Tauf-, Firm- und Erstkommunionfeiern. Ausgenommen sind lediglich Begräbnisse.

Neue Obergrenze für Veranstaltungen

Die neuen Obergrenzen - im Freien sind bei nicht professionell organisierten Veranstaltungen ohne Sicherheitskonzept höchstens 100 Personen gestattet - gelten nicht im beruflichen Bereich, also auch nicht für den Profi-Sport. Explizit von der Regierung ausgenommen wurden private Wohnungen, für die es keine Limits, sondern nur die Empfehlung gibt, nicht über Gebühr Gäste zu empfangen.

Maskenpflicht wird wegen Corona verschärft

Zudem wird die Maskenpflicht verschärft. Mund-Nasen-Schutz ist nunmehr auf sämtlichen Märkten und Messen auch im Freien zu tragen, in der Gastronomie in Innenräumen von Kunden und Personal gleichermaßen. Abgenommen werden darf die Maske beim Wirten nur mehr am Sitzplatz, wobei nur mehr höchstens zehn Personen pro Tisch zulässig sind. An die seit längerem verbindliche Sperrstunde von 1.00 Uhr muss man sich jetzt auch bei geschlossenen Veranstaltungen - privat angemietete Clubs oder Lokale - halten.

(Quelle: APA)

So streng wird die 10-Personen-Regel ausgelegt

Gastronomie, Coronavirus, SB APA/GEORG HOCHMUTH
(SYMBOLBILD)

Mit Montag treten in Österreich weitere Einschränkungen zur Verhinderung einer Weiterbreitung von SARS-CoV-2 in Kraft. Bei nicht professionell organisierten Indoor-Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind dann nur mehr zehn Personen zulässig. Wie das Gesundheitsministerium auf seiner Website klarstellt, wird bei Freizeitaktivitäten der Veranstaltungsbegriff eng ausgelegt.

Das Zehn-Personen-Limit gilt demnach grundsätzlich "für soziale Aktivitäten in Gruppen", die in geschlossenen Räumen stattfinden. Umfasst sind "insbesondere geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung". Kleinere kulturelle Events und Sport- sowie Freizeit-Veranstaltungen, die nur Stehplätze und kein Sicherheitskonzept bieten, sind demnach auf zehn statt bisher auf 50 Personen zu begrenzen.

Sowohl Hochzeiten, als auch Yoga-Kurse betroffen

Das betrifft beispielsweise Yoga-Kurse, Zumba-Stunden, Karten-Runden und Spieleabende. Dasselbe gilt für Hochzeiten, Filmvorführungen, Ausstellungen, Vernissagen, Kongresse, Schulungen und Aus- und Fortbildungen ohne zwingende berufliche Notwendigkeit. Ausgenommen sind lediglich Begräbnisse. Rettungs- und Feuerwehrorganisationen sind bei ihren Aus- und Fortbildungen insofern nicht betroffen, als sie in ihren Schulungsstätten längst Präventivmaßnahmen und Vorsorge gegen die Verbreitung des Coronavirus getroffen haben sollten. Außerdem sind sie dazu angehalten, Schulungen mit fixen Sitzplätzen abzuhalten und einen Covid-19-Beauftragten zu bestellen.

Im Freien gilt bei gruppenweisen Freizeit-Aktivitäten ab Montag eine Höchstgrenze von 100 Personen. Bei professionellen Veranstaltungen mit einem Sicherheitskonzept und fixen Sitzplätzen erhöht sich das Limit auf bis zu 3.000 Personen, in Innenräumen auf maximal 1.500. Kann dabei der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden und sind keine sonstigen Schutzvorrichtungen gegeben - etwa Abgrenzungen aus Plexiglas -, muss auch am Sitzplatz Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, sind von der Abstandsregel ausgenommen.

Corona-Beauftragter bei mehr als 200 Gästen nötig

Bei Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen ist zwingend ein Covid-19-Beauftragter zu bestellen und ein entsprechendes Präventionskonzept zu erarbeiten und umzusetzen. Indoor-Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen bedürfen grundsätzlich einer behördlichen Bewilligung. Bei Freiluft-Events liegt diese Grenze bei 750 Personen.

Sämtliche Fach- und Publikumsmessen müssen behördlich bewilligt werden, brauchen zusätzlich einen Covid-19-Beauftragten, ein Präventionskonzept und geschulte Mitarbeiter. Unabhängig davon, ob die Messe im Freien oder in einem geschlossenen Raum stattfindet, ist eine MNS-Maske zu tragen, selbst wenn der Ein-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Dasselbe gilt auf Märkten. Bei Vorträgen oder Seminaren auf Messen sind die Besucher auf die bei Veranstaltungen vorgesehenen Grenzen zu beschränken.

Maskenpflicht im Fitnessstudio zwischen den Geräten

Generelle Maskenpflicht herrscht auch bei Sportstätten in geschlossenen Räumen, und zwar sowohl für Personal als auch für Kunden. Der Mund-Nasen-Schutz darf nur bei der unmittelbaren Sportausübung abgenommen werden. In Fitnessstudios, die von der Zehn-Personen-Regelung ausgenommen sind, muss er zwischen den einzelnen Geräte-Stationen bzw. Trainingsbereichen getragen werden.

Im Hobbysport kommt die Zehn-Personen-Grenze bei Mannschaftssportarten nicht zur Anwendung, bei denen mehr als zehn Sportler zum Spielbetrieb erforderlich sind. Im Fußball, Basketball oder Eishockey werden die Spieler beider Mannschaften nicht in die Höchstteilnehmerzahl miteinberechnet. In diesen Fällen ist die zulässige Teilnehmerzahl "durch die von der jeweiligen Sportart erforderliche Spielerzahl beschränkt", betont das Gesundheitsministerium.

Ganz allgemein gelten die Personenobergrenzen nicht für den Profi-Sport bzw. den beruflichen Bereich. Bauarbeiter, die oft auf engstem Raum tätig sind, müssen damit nicht abzählen, wie viele Kollegen sich gerade neben ihnen befinden. Dasselbe bleibt Künstlern, etwa bei Theater- oder Orchesterproben erspart.

Aufgerufen am 13.04.2021 um 12:59 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/weitere-einschraenkungen-fuer-feiern-freizeit-und-gastro-93111784

Kommentare

Mehr zum Thema