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Weltfrauentag: Studie zu Frauen und Karriere

Frauen und Karriere, ein Thema dem sich eine akteulle Studie anlässlich des Weltfrauentags widmete. Bilderbox
Frauen und Karriere, ein Thema dem sich eine akteulle Studie anlässlich des Weltfrauentags widmete.

Frauen planen ihre Karriere passiver als Männer: Sie fragen seltener nach einer Beförderung (14 vs. 26 Prozent) oder Gehaltserhöhung (32 vs. 48 Prozent), und finden es auch belastender als Männer, sich darum zu bemühen (52 vs. 40 Prozent). Das hat eine aktuelle Studie ergebnen.

Welche Anreize Arbeitgeber setzen müssen, um Führungspositionen für Frauen attraktiver zu machen, zeigen die Ergebnisse der internationalen Frauenstudie des Managementberatungs- Technologie- und Outsourcingdienstleisters Accenture. Danach unterscheiden sich die Vorstellungen von Frauen und Männern von Erfolg im Beruf zum Teil deutlich.

Frauen ist Freizeit wichtig

Gefragt danach, was Erfolg im Beruf ausmacht, nennen 42 Prozent der Frauen Geld, 32 Prozent ein ausgeglichenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit. Nur die Anerkennung im Beruf wird von den Frauen noch häufiger als Erfolgsfaktor genannt, nämlich 42 Prozent. Bei den Männern hingegen steht an erster Stelle Unabhängigkeit mit 48 Prozent. Danach folgen Bezahlung (40 Prozent) und  Work-Life Balance mit 34 Prozent.  Und es zeigt sich deutlich, dass es Frauen wichtiger ist als Männern, was sie mit ihrer Arbeit bewirken (32 vs. 18 Prozent).

Führungspositionen für Frauen attracktiver machen

"Arbeitgeber sind gut beraten, auf die speziellen Anforderungen der Geschlechter einzugehen und sich zu überlegen, wie sie Führungspositionen auch für Frauen attraktiver machen", sagt Catrin Hinkel, Geschäftsführerin bei Accenture und verantwortlich für den Bereich Human Capital & Diversity. "Sonst werden sie Probleme bekommen, geeignete Bewerberinnen zu finden und den gewünschten Frauenanteil in leitenden Positionen nur schwer erzielen können."

Besondere Anreize setzen

Welche Möglichkeiten es gibt, besondere Anreize für Frauen zu setzen, zeigt die Studie beispielhaft auf: Neben flexiblen Arbeitszeiten - fast dreimal so viele Frauen wie Männer nennen diese als wichtigsten Faktor einer guten Arbeitsumgebung - sind technikbasierte Lösungen wie zum Beispiel das Arbeiten im Home Office eine Möglichkeit. Eine deutliche Mehrheit der Frauen ist davon überzeugt, dass Ihnen die Technik am Arbeitsplatz mehr Flexibilität bringt. 74 Prozent glauben, dass sie mit technischen Lösungen mehr Arbeit in weniger Zeit erledigen können. In der Nutzung solcher Geräte besteht durchaus noch Nachholbedarf: So nutzen Männer mobile Geräte wie Laptop, Tablet Computer und Smartphone deutlich öfter für die der Arbeit als Frauen.

"Einzelmaßnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle sind zwar wünschenswert, reichen aber nicht aus", sagt Franzeska Papaprgyropoulou, Leiterin der Women's Initiative bei Accenture in Österreich. "Eine wichtige Rolle spielt die gesamte Führungskultur im Unternehmen - sie muss sich insgesamt ändern und damit für Frauen attraktiver werden. Ein solcher Kulturwandel braucht Zeit, denn es geht um die langfristige Änderung von Einstellungen und Verhaltensweisen. Unternehmen müssen diesen Wandel langfristig planen und mit klaren, messbaren Zielen hinterlegen."

Aufgerufen am 20.04.2019 um 10:27 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/weltfrauentag-studie-zu-frauen-und-karriere-42661357

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