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Journalisten attackiert

400 Anzeigen bei Corona-Großdemonstration in Wien

Hauptsächlich Verstöße gegen FFP2-Maskenpflicht

Am Tag nach der Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen, die Impfpflicht und den kommenden Lockdown am Samstag in Wien hat die Polizei eine Bilanz gezogen. Demnach wurden 400 Anzeigen erstattet, 36 davon aus strafrechtlichen Gründen, zwölf davon nach dem Verbotsgesetz.

Sechs Personen wurden festgenommen. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt, sagte der Wiener Landespolizeivizepräsident Franz Eigner bei einer Pressekonferenz am Sonntag.

Corona-Demo Wien APA/FLORIAN WIESER
Etwa 15.000 Menschen haben sich in Wien versammelt, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Die FPÖ hatte gar von 100.000 Teilnehmern gesprochen.

Zehn Festnahmen bei Corona-Demo in Wien

Mehrere zehntausend Menschen haben am Samstagnachmittag in Wien an einer Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen teilgenommen. Die Polizei sprach von 38.000 Teilnehmern, die FPÖ von 100.000.

Journalisten bei Demo in Wien angegriffen

Mehrfach waren bei der Demo Journalisten und Kamerateams angepöbelt und attackiert worden, den Behörden ist ein Angriff auf einen Journalisten bekannt. "Der Täter wurde Stunden später wiedererkannt und zur Anzeige gebracht", erläuterte Eigner. Dass es bei der Großdemonstration - laut Polizei nahmen 40.000 Menschen teil, laut Veranstalter FPÖ 100.000 - keine größeren Ausschreitungen gegeben hat, sei dem "sehr umsichtigen Einsatz der Polizistinnen und Polizisten zu verdanken", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). An den Kundgebungen habe eine "extrem unterschiedliche Gruppe an Menschen teilgenommen", darunter waren "besorgte Bürgerinnen und Bürger", aber auch Personen aus der rechtsextremen Szene und altbekannte Neonazis, sagte der Innenminister. Außerdem hätten sich "gewaltbereite Hooligangruppen einzelne Scharmützel mit der Polizei geliefert", berichtete Nehammer. Die Stimmung sei teilweise aufgeheizt und aggressiv gewesen.

Demonstrant blendet Pilot mit Laser

Ein Demonstrant soll auch versucht haben, den Piloten eines Polizeihubschraubers mit einem Laserstrahl zu blenden, berichtete Eigner. Der Landespolizeivizepräsident sprach selbst von "wenigen Anzeigen". Der Großteil erfolgte, weil die Teilnehmer nicht die verpflichtende FFP2-Maske trugen. Hier hätten die Beamten darauf hingewirkt, dass die Menschen die Masken aufsetzten und bei Nichteinhaltung Anzeigen erstattet. "Dabei haben wir festgestellt, dass die Stimmung relativ knapp am Kippen ist und uns zurückgezogen", erläuterte Eigner. Deshalb sei in weiterer Folge auf die Ahndung der Verwaltungsübertretung verzichtet worden.

(Quelle: APA)

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