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Wien kündigte Bau der U-Bahn-Linie U5 an

U5 soll vom Alten AKH zum Karlsplatz fahren Salzburg24
U5 soll vom Alten AKH zum Karlsplatz fahren

Die numerische Lücke zwischen den Wiener U-Bahn-Linien U4 und U6 wird geschlossen: Die U5 kommt. Das hat die für die Wiener Linien zuständige Stadträtin Renate Brauner am Freitag bei der Klubtagung der Wiener SPÖ im burgenländischen Rust angekündigt. Zwar sind noch Details offen, die Finanzierung dürfte aber auf Schiene sein.

Schon in den vergangenen Monaten hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass es die Stadt mit der "Geisterlinie" U5 dieses Mal ernst meint. In Rust haben die Rathaus-Roten nun klargestellt, dass sie tatsächlich gebaut wird. Wobei der Eingriff ins Netz sogar noch komplexer ist.

Der tatsächlich neu errichtete Teil der U5 wird - vorerst - jener vom Alten AKH zum Rathaus sein. Dann führt die Neo-Linie zum Karlsplatz, auf jenen Gleisen, welche die U2 derzeit befährt. Diese wird im Gegenzug vom Rathaus Richtung Süden verlängert. Wahrscheinlich ist, dass sie die U3 bei der Neubaugasse und die U4 bei der Pilgramgasse quert, was unter anderem eine Entlastung des 13A-Busses, der auf diesem Abschnitt fährt, bringen soll.

Endstation der neuen U2 im Süden soll der Matzleinsdorfer Platz werden. In einer möglichen weiteren Ausbaustufe könnte sie bis zum Wienerberg führen. Die U5 könnte nach Norden über den Gürtel - und damit über die U6 - Richtung Elterleinplatz in Hernals verlängert werden. Eine spätere Erweiterung nach Süden in Richtung Hauptbahnhofgelände ist auch nicht ausgeschlossen. Dafür wären aber tatsächlich neue Mittel vom Bund nötig, der den Wiener U-Bahn-Ausbau bisher immer zur Hälfte finanziert hat.

Für die nun präsentierte Variante sieht die Sache anders aus: Es gibt zwar noch Gespräche mit dem Bund, der steht dem Projekt laut Brauner aber freundlich gegenüber. Denn neues Geld ist nicht wirklich nötig, das Budget wird durch die Änderung bisheriger Pläne, die bereits ausverhandelt waren, frei. So wurden der U1-Ausbau nach Rothneusiedl und auch die U2-Südverlängerung Richtung Favoriten nicht umgesetzt.

Insgesamt dürfte die neue U5/U2-Variante laut Stadt 950 Mio. Euro kosten. Wann das Vorhaben umgesetzt wird, ist noch offen. Eine Fertigstellung wird aber nicht vor Mitte der 2020er-Jahre erfolgen. Die Farb-Kennzeichnung der U5 ist auf den am Freitag präsentierten Grafiken übrigens türkis.

Der Koalitionspartner - konkret Verkehrs- und Planungsstadträtin Maria Vassilakou - zeigte sich erfreut. Sie betonte jedoch zugleich, dass in einem Öffi-Paket, das derzeit verhandelt wird, auch der Ausbau von Straßenbahn- und Busverbindungen vorgesehen ist. Außerdem verriet sie, dass die Stadtplanung derzeit prüft, ob die Südverlängerung nicht auch zum Bahnhof Meidling führen könnte.

Bei der Opposition hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Der ÖVP war die Ankündigung zu nebulös, und die FPÖ erinnerte daran, dass die U5 schon "x-mal" angekündigt, bisher aber nie umgesetzt worden sei.

(Quelle: S24)

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