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Akute LEbensgefahr

Mann erleidet kurz nach Impfung Schock

Allergische Reaktion

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Kurz nach der Impfung erlitt der Mann einen Schock. (SYMBOLBILD)

Ein Mann hat gestern kurz nach einer Corona-Impfung in Wien einen allergischen Schock erlitten und schwebte danach in Lebensgefahr.

Ein etwa Mitte 50 Jahre alter Mann hat in Wien-Floridsdorf Freitagabend kurz nach einer Impfung mit dem Corona-Vakzin BioNTech/Pfizer einen allergischen Schock erlitten. Der Mann habe sich laut Wiener Ärztekammer in "akuter Lebensgefahr" befunden. Eine Ärztin, die in der Impfbox anwesend war, konnte den Mann stabilisieren. Er wurde danach ins Krankenhaus Floridsdorf gebracht, aus dem er am Samstag bereits wieder entlassen werden konnte.

Akute Krampfgefühle in der Hand

Kurz nach der Impfung am Freitag gegen 18.15 Uhr meinte der Mann im Wartebereich, dass "es ihm nicht gut geht". Der Patient entwickelte laut Aussendung der Wiener Ärztekammer akut Krampfgefühle in der rechten Hand, im rechten Fuß und im Kiefergelenk, der Blutdruck schnellte auf 168/100 hoch. Die anwesende Ärztin erkannte die allergische Reaktion, setzte gleich einen Venenzugang und verabreichte hochdosiertes Cortison sowie ein Antihistaminikum. Für den Fall einer weiteren Verschlimmerung habe die Medizinerin einen EpiPen (eine Injektion gegen Allergien, Anm.) bereitgehalten. Nach 20 Minuten hatte sich der Zustand des Mannes verbessert. Zur Sicherheit wurde er zur Abklärung in das Spital eingeliefert.

Dank an Ärzte

Ärztekammer-Vizepräsident Johannes Steinhart bedankte sich bei der Ärztin und dem Team an Ort und Stelle: "Das schnelle, lehrbuchartige Vorgehen hat diesem Mann das Leben gerettet. Mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen, die in ihrer täglichen Arbeit zeigen, dass sich die Menschen in unserem Land auf ihre Ärztinnen und Ärzte verlassen können."

Impfen in Apotheken wird wieder zum Thema

Seit geraumer Zeit besteht eine standespolitische Diskussion zwischen Österreichischer Apothekerkammer und Ärztekammer bezüglich der Schaffung einer Möglichkeit zum Impfen in Apotheken. Mit dem Fall wies Steinhart erneut auf die Wichtigkeit der Anwesenheit ärztlichen Personals beim Impfen. "Uns geht es als Ärzteschaft ausschließlich darum, dass Impfungen in Apotheken ohne Anwesenheit von Ärztinnen oder Ärzten lebensgefährlich sein können und daher strikt abzulehnen sind", sagte der Mediziner. "Auch wenn derartige Fälle, wie gestern in Wien, äußerst selten vorkommen, sind sie nicht auszuschließen. Wenn es aber passiert, wissen Ärztinnen und Ärzte, was zu tun ist. Sie sind dafür ausgebildet, um akut zu helfen, Apothekerinnen und Apotheker aber nicht."

(Quelle: APA)

Über zwei Millionen Österreicher geimpft

Impfung APA/Barbara Gindl/Archiv
Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri meinte, die Regierung werde garantieren, dass der Impfstoff, der in Italien in Umlauf kommen wird, sicher sein werde. (SYMBOLBILD)

Knapp 30 Prozent der Österreicher erhielten zumindest eine Corona-Teilimpfung, gut zehn Prozent sind bereits vollimmunisiert.

Bisher haben mehr als zwei Millionen Österreicher bzw. 29,4 Prozent der Bevölkerung die erste Dosis einer Corona-Impfung erhalten. Bis zum Samstag hatten 2.617.262 Impfwillige den ersten Stich bekommen. Fast eine Millionen Menschen in Österreich (946.805) sind bereits vollimmunisiert, das sind 10,6 Prozent der Bevölkerung. Am Freitag gab es laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) einen Tagesrekord mit fast 100.000 Impfungen.

"Impftempo steigt kontinuierlich"

Wie der Minister am Samstag über Twitter verkündete, sind am Freitag 99.317 Dosen verabreicht worden. "Das Impftempo steigt damit kontinuierlich. Danke an alle, die in den Impfstraßen, Praxen und mobilen Teams mithelfen und danke an alle, die das Impfangebot in Anspruch nehmen", so Mückstein. Insgesamt sind bisher mehr als 3,5 Millionen Impfungen verabreicht worden. Am Samstag hat dann auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) die erste Teilimpfung erhalten.

Salzburg hinkt hinterher

Am höchsten ist laut Zahlen vom Freitag die Durchimpfungsrate (Erhalt der ersten Dosis; Anm.) im Burgenland mit 34,4 Prozent. In Tirol sind 32,8 Prozent der Bevölkerung geimpft und in Vorarlberg 32,5 Prozent. Nach Kärnten (31,5 Prozent), Oberösterreich (29,5 Prozent), Niederösterreich (28,5 Prozent), der Steiermark (28,5 Prozent) und Salzburg (27,7 Prozent) bildet Wien das Schlusslicht mit einer Durchimpfungsrate von 26,5 Prozent.

SO sieht's in Salzburg aus.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden sind laut Gesundheits- und Innenministerium in Österreich 1.233 Neuinfektionen hinzugekommen. Das liegt unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 1.366). Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner sank erneut gegenüber dem Vortag von 112 auf 107,5. Auch die Zahl der aktiv Erkrankten ging am Samstag um 894 Fälle auf 17.718 zurück.

Salzburg mit einer Inzidenz von 94

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Vorarlberg mit 173 - dort sind die Lokale weiterhin geöffnet -, gefolgt von der Steiermark, Tirol und Oberösterreich (140, 123,8 bzw. 120,9). Wien hat eine Sieben-Tage-Inzidenz von 97,3, Salzburg (94), Niederösterreich (72,3) und das Burgenland (58,1).

Weniger Spitalspatienten

Einen Rückgang gab es wieder bei den Spitalspatienten. Im Krankenhaus liegen derzeit wegen einer SARS-CoV-2-Infektion 1.319 Menschen, das sind um 75 weniger als noch am Freitag gemeldet waren. 405 Patienten müssen auf Intensivstationen betreut werden. Diese Zahl sank innerhalb der vergangenen 24 Stunden um zwölf und ist innerhalb einer Woche um 79 Patienten zurückgegangen. Allerdings gab es von Donnerstag auf Freitag auch wieder im Zusammenhang mit Covid-19 23 Todesfälle zu beklagen, im Sieben-Tage-Schnitt waren es täglich 20,1 - innerhalb von einer Woche also 141 weitere Corona-Tote. Insgesamt hat die Corona-Pandemie seit Ausbruch 10.374 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind innerhalb dieser Zeit 116,5 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Über 630.000 Infizierte in Österreich

Mit SARS-CoV-2 angesteckt haben sich seit Pandemie-Beginn in Österreich 630.050 Menschen, von der Infektion erholt haben sich 601.958 Personen. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden galten 2.104 als wieder gesund.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 309.774 Tests (PCR- und Antigenschnell-Tests) eingemeldet. Davon waren 70.117 aussagekräftige PCR-Tests. Die Positiv-Rate der PCR-Tests betrug 1,8 Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt unter dem Schnitt der vergangenen Woche von zwei Prozent.

Aufgerufen am 21.06.2021 um 11:38 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/wien-mann-erleidet-kurz-nach-impfung-schock-103514080

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