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Wirbel um Caritas-Bettlerherberge in Klagenfurt

Die Caritas hat am Donnerstag in Klagenfurt eine "Anlaufstelle für anreisende BettlerInnen" eröffnet. Man will damit "verarmte Menschen aus südosteuropäischen EU-Staaten" unterstützen, die zum Betteln nach Klagenfurt kommen. FPÖ-Bürgermeister Scheider, Stadtpolizei und Anrainer laufen Sturm gegen das "Projekt C 14".

Die Caritas kritisiert, dass Bettler "gesellschaftlich diskriminiert, verachtet und ausgegrenzt" würden. "Wir sehen als Caritas Handlungsbedarf und haben für diese Menschen eine Anlaufstelle geschaffen, denn solange es Elend und Not in Osteuropa gibt, werden Menschen alles versuchen, um ihre Situation zu verbessern", hieß es in einer Aussendung.

Noch am Donnerstag stellte die Stadt Klagenfurt der Caritas einen Brief zu, in dem die Nutzung des betreffenden Gebäudes als Bettlerherberge schon im Vorfeld untersagt wird. Das Grundstück sei als "Grünland-Gärtnerei" gewidmet."

Die FPÖ spricht von einem "Bettlerhotel". Schon am Mittwoch gaben der Bürgermeister und Stadtpolizeikommandant Eugen Schluga eine gemeinsame Pressekonferenz, bei der sie das Projekt heftig kritisierten. In einer Aussendung am Donnerstag legte Scheider nach. Die Caritas habe keine baurechtliche Genehmigung des betreffenden Gebäudes als Wohnraum. Scheider: "Wenn sich jetzt herausstellt, dass die Caritas Teile des Gebäudes widerrechtlich als Unterbringungsmöglichkeit nutzen will, wird die Behörde sofort einschreiten und Maßnahmen setzen."

Die Anrainer würden laut Scheider durch die Herberge "eine drastische Entwertung des eigenen Grund und Bodens" befürchten, zudem müssten sie in zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Zäune und Alarmanlagen investieren. Gleichzeitig berichtete Scheider, dass ein "illegales Bettlerlager" in der Stadt geräumt worden sei.

(Quelle: S24)

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