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165 Corona-Neuinfektionen in Salzburg

Zahlen schnellen weiter in die Höhe

Corona, Coronavirus Pixabay
Die Neuinfektionen in Salzburg schnellen weiter in die Höhe. (SYMBOLBILD)

165 Neuinfektionen meldet das Gesundheitsministerium binnen der letzten 24 Stunden für das Bundesland Salzburg. Österreichweit wurden 1.163 neue Coronafälle gemeldet. Das sind zwar weniger als am Vortag, dafür gibt es einen deutlichen Zuwachs bei den Spitalspatienten, fünf Erkrankte starben.

1.163 neue Coronavirus-Fälle sind in Österreich bis Freitagvormittag (9.30 Uhr) innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden. Das waren deutlich weniger als der Rekord von 1.552 vom Vortag, geht aus dem täglichen Update von Innen- und Gesundheitsministerium hervor. Die meisten Ansteckungen kamen mit 238 in Oberösterreich hinzu, für Wien wurden 230 ausgewiesen und für Tirol 206. Einen deutlichen Zuwachs gab es von 664 auf 700 Spitalspatienten, fünf weitere Erkrankte starben.

Der Sieben-Tages-Schnitt bei den Neuinfektionen ist im Vergleich zum Vortag mit 1.171 annähernd stabil geblieben (1.167). Nach den drei Bundesländern mit mehr als 200 neuen positiven Testergebnissen folgten Salzburg mit 165 Neuinfektionen und die Steiermark mit 145. In Vorarlberg gab es 76 weitere Fälle, in Niederösterreich 53 und in Kärnten sowie im Burgenland je 25.

Die Zahl der aktiven Fälle stieg österreichweit auf 12.887, die Opferzahl der mit dem Virus Verstorbenen auf 882. Von den 700 Hospitalisierten lagen 124 auf Intensivstationen, das waren fünf mehr als am Donnerstagvormittag.

Die Neuinfektionen seit der letzten Meldung teilen sich auf die Bundesländer Österreichs wie folgt auf:

  • Burgenland: 25
  • Kärnten: 25
  • Niederösterreich: 53
  • Oberösterreich: 238
  • Salzburg: 165
  • Steiermark: 145
  • Tirol: 206
  • Vorarlberg: 76
  • Wien: 230

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(Quelle: SALZBURG24/APA)

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Wie geht ihr mit Corona um?

Coronavirus Pixabay
(SYMBOLBILD)

Die Corona-Pandemie hat unser Leben wieder fest im Griff. Der Anstieg der Infektionszahlen, ein de facto "Lockdown light" in Teilen Salzburgs und die Komplett-Isolation der Gemeinde Kuchl im Tennengau als dessen Konsequenz scheinen Politik und Bevölkerung wieder unruhiger werden zu lassen. Wir wollen daher von euch wissen, wie empfindet IHR die Krisenzeit, was sind eure Ängste und Hoffnungen und seid ihr mit dem Krisenmanagement zufrieden?

Die Entwicklung ist dramatisch“, mit diesen Worten kündigte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) gestern eine ganze Reihe von Maßnahmen an, um die stark gestiegene Zahl an Covid-19-Neuinfektionen im Bundesland in den Griff zu bekommen. Wie berichtet, wird die Gemeinde Kuchl ab morgen unter Quarantäne gestellt, im gesamten Land Salzburg gibt es ein Veranstaltungsverbot für Events mit nichtzugewiesenen Sitzplätzen und eine Registrierungspflicht in der Gastro. Der Tennengau wurde in der Corona-Ampel auf Rot geschaltet, zusätzliche Verschärfungen sind nicht ausgeschlossen.

 

Bundesweite Verschärfungen kommen

Noch gestern Abend hat Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) bundesweite Verschärfungen angekündigt, die bereits nächste Woche in Kraft treten könnten. Zum einen könnte die Sperrstunde weiter vorverlegt werden, zum andern droht das Aus für die in der Gastronomie eingesetzten Visiere als Mund-Nasen-Schutz.

In jedem Fall gehe es darum, einen neuerlichen Lockdown wie im Frühling zu verhindern: „Wir haben gesetzlich verankert, dass es einen Lockdown nur geben könnte, wenn der Hauptausschuss (des Nationalrates, Anm.) zustimmt und ein Zusammenbruch des österreichischen Gesundheitssystems droht“, so Anschober.

 

Menschen immer weniger kooperativ

Laut einer aktuellen Studie samt Ländervergleich eines Forschungsteam der Bocconi Universität in Mailand liegt die Zustimmung zu Einschränkungsmaßnahmen wie Schulschließungen, Reiseeinschränkungen oder Quarantänebestimmungen bei den Frauen etwas höher als bei Männern. Ein ähnliches Bild gibt es beim Befolgen der Maßnahmen: Österreicherinnen befolgen die Maßnahmen deutlich strikter als die Österreicher.

Das bekommen jetzt offenbar auch die Behörden zu spüren: Denn mit Beginn der zweiten Corona-Welle in Österreich und den neuerlichen Maßnahmenverschärfungen klagen diese immer häufiger über eine mangelnde Kooperationsbereitschaft der Bevölkerung. Zuletzt meinte die Salzburger Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz zu den Clustern im Tennengau: "Es gab beim Angeben möglicher Kontaktpersonen von Infizierten keine Kooperation mehr. Viele haben Symptome, lassen sich aber nicht testen, um nicht in Quarantäne zu müssen." In sozialen Medien werde sogar dazu aufgerufen, unkooperativ zu sein und sich nicht an die Maßnahmen zu halten.

 

Aktuelle Zahlen

In Salzburg wurden mit Stand heute (11.30 Uhr) bisher 3.229 Personen (+102 im Vergleich zur letzten Meldung) positiv auf Covid-19 getestet. Die Zahl der aktiv infizierten Personen im Bundesland beträgt aktuell laut EMS 797 (+70). Aktiv Infizierte nach Bezirken im Vergleich zur letzten Meldung: Pongau 174 (+5), Tennengau 237 (+14), Lungau 22 (+2), Stadt Salzburg 137 (+12), Flachgau 173 (+30), und Pinzgau 54 (+7). Die Zahl der aktuell auf Grund von Covid-19 hospitalisierten Personen beträgt insgesamt 43, davon 5 auf der Intensivstation.

 
 

Corona wirkt auf unsere Psyche

Corona hat auch Auswirkungen auf unsere Psyche. Experten weisen immer wieder darauf hin, dass die Österreicherinnen und Österreicher an den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus und der sozialen Distanz leiden. Angst, Reizbarkeit und der Verlust an Lebensfreude sind die Symptome. Tabak und Alkohol werden zu "Krisenbewältigern", die persönliche Probleme jedoch verstärken können. So wird die Corona-Pandemie auch zur "psychosozialen Pandemie".

 
 
 
 
 
 

Was können wir eurer Meinung nach denn ganz konkret aus der Corona-Krise lernen? Schreibt uns dazu in den Kommentaren. Wir freuen uns!

Aufgerufen am 25.10.2020 um 11:03 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/165-corona-neuinfektionen-in-salzburg-94294624

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