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Vorreiter bei Regelung

2-G-Kontrollen im Salzburger Handel gut angenommen

Händler berichten von wenigen Problemen

Im Bundesland Salzburg muss bereits seit dem 3. Jänner im Handel ein 2-G-Nachweis erbracht werden. Mitarbeitende sind verpflichtet, die Kundschaft zu kontrollieren. Und das scheint großteils reibungslos zu funktionieren.

Das ergab ein APA-Rundblick am Dienstag. Der Tenor der Geschäftstreibenden: Man trage die Maßnahmen des Landes und nun des Bundes mit. Bis auf wenige Ausnahmen werde die Regelung auch von den Kunden akzeptiert.

2-G-Kontrolle Europark FMT-Pictures/MW
Der Salzburger Europark führt ab sofort 2-G-Kontrollen durch.

Salzburg startet 2-G-Kontrollen im Handel

Mit dem heutigen Montag muss im Bundesland Salzburg im Handel ein 2-G-Nachweis erbracht werden. Diesen müssen Unternehmen bei ihren Kundinnen und Kunden kontrollieren – das Einkaufszentrum Europark …

Kontrollaufwand im Handel "überschaubar"

"Ja, es gab am Anfang einen Aufschrei der Händler", räumte der Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg, Peter Buchmüller, auf APA-Nachfrage ein. "Aber die, die das aufregt, sind in der Minderheit. In der Praxis dürfte sich der Kontrollaufwand als überschaubar herausgestellt haben." Sinnvoll sei, dass die 2-G-Regel nun für ganz Österreich gelte. Außerdem gilt ab heute (Dienstag, anm.) die Maskenpflicht auch im Freien, sofern der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. "Und wenn in der Gastronomie kontrolliert wird, kann auch der Handel seinen Teil dazu beitragen", sagte Buchmüller. Er habe jedoch gehört, dass Kunden in einzelnen Fällen aufmüpfig wurden und sogar Mitarbeiter bedroht hätten. "Das ist für mich völlig unverständlich, denn was können die Mitarbeiter für die Corona-Maßnahmen?"

symb_Maskenpflicht APA/dpa/Christoph Soeder

Maskenpflicht im Freien tritt in Kraft

Die Maskenpflicht im Freien tritt mit dem heutigen Dienstag in Kraft. An öffentlichen Orten muss eine FFP2-Maske getragen werden, wenn ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann.

 

2-G-Kontrollen überwiegend problemlos

Mehrere Inhaber oder Mitarbeiter von Geschäften in der Salzburger Innenstadt berichteten am Dienstag der APA hingegen, keine oder kaum Probleme mit Kontrollen und widerborstigen Kunden gehabt zu haben. Nach dem Nachweis wird meist erst an der Kassa gefragt, mitunter auch beim Betreten des Ladens. "Es ist uns passiert, dass wer nach Betreten des Ladens kurzerhand wieder umgedreht hat, weil ihm eingefallen ist, dass jetzt kontrolliert wird", sagte die Mitarbeiterin eines Bekleidungsgeschäfts. Andere berichteten, dass sich Menschen zwischen Tür und Angel erkundigen, ob auch Telefon- oder Online-Bestellungen möglich seien.

Registrierung im Europark an Service-Points

Im größten Einkaufszentrum der Stadt, dem Europark, dürften die 2-G-Kontrollen ebenfalls keine Probleme bereiten. "Bei uns sind sie in der frequenzstarken Ferienwoche gestartet, das war für die Händler natürlich eine Herausforderung", berichtete Center-Manager Manuel Mayer. Um den zusätzlichen Personalaufwand gering zu halten oder den Rückgriff auf externe Dienstleister zu vermeiden, biete man darum an, sich freiwillig an Service-Points im Einkaufszentrum registrieren zu lassen. "Dort wird der Nachweis und die Identität des Kunden kontrolliert. Kundinnen und Kunden erhalten dann einen Stempel, mit dem der Zutritt in alle Shops möglich ist", erklärte Mayer. Das Service komme gut an und entlaste die Händler. "Wer das nicht will, muss halt im Geschäft kontrolliert werden."

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 28.01.2022 um 10:30 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/2-g-im-handel-salzburg-berichtet-positiv-115310545

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