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37 Kinder bei Unfällen am Schulweg verletzt

Häufig verhindern auch parkende Autos das Einsehen von Schutzwegen. Bilderbox
Häufig verhindern auch parkende Autos das Einsehen von Schutzwegen.

Im Vorjahr passierten in Salzburg 37 Unfälle mit Schülern am Schulweg, macht am Dienstag der VCÖ aufmerksam. Die größten Gefahrenquellen für Kinder in Salzburg sind zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs, Telefonieren am Steuer und unübersichtliche Kreuzungen.

Insgesamt wurden 37 Kinder im Vorjahr in Salzburg am Schulweg Opfer eines Verkehrsunfalls, davon wurden vier Kinder schwer verletzt. Eine aktuelle VCÖ-Analyse der Unfalldaten von Statistik Austria zeigt, dass in Salzburg im Schnitt jeden fünften Schultag ein Unfall am Schulweg passiert. "Die größten Gefahrenquellen sind für Kinder zu hohes Tempo des Autoverkehrs, mit dem Handy telefonierende Autofahrer und unübersichtliche Kreuzungen. Bei Tempo 50 statt Tempo 30 verdoppelt sich der Anhalteweg", macht VCÖ-Expertin Bettina Urbanek aufmerksam.

Kindgerechte Verkehrsplanung

Der VCÖ fordert eine kindgerechte Verkehrsplanung. "Verkehrsberuhigte Zonen und Tempo 30 Zonen in Schulnähe machen den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad attraktiv und sicher. Wichtig ist auch, dass bei Kreuzungen und Übergängen keine Hindernisse wie Werbetafeln die Sicht auf Kinder verstellen. Häufig verhindern auch parkende Autos das Einsehen von Schutzwegen. Daher sollte das Halte- und Parkverbot vor Schutzwegen von derzeit fünf auf zehn Meter ausgedehnt werden", schlägt VCÖ-Expertin Urbanek vor.

Gemeinsam mit Kindern Schulweg gehen

Was können Eltern für die Verkehrssicherheit ihrer Kinder am Schulweg tun? Der VCÖ empfiehlt allen Eltern von Schulanfängerinnen und Schulanfängern schon jetzt in den Ferien den sichersten Schulweg gemeinsam mit den Kindern zu erkunden und zu üben. Bei der Auswahl hilft die VCÖ-Checkliste "Sicher zur Schule, die unter www.vcoe.at zur Verfügung steht. "Wichtig ist, den Weg aus der Sicht des Kindes auszuwählen. Das Blickfeld von Kindern ist eingeschränkter und sie lassen sich leichter ablenken. Sie können den Verkehr daher weniger gut einschätzen, als Erwachsene", betont VCÖ-Expertin Urbanek.

Weiters empfiehlt der VCÖ, Kinder möglichst oft zu Fuß, mit dem Tretroller oder mit dem Fahrrad zur Schule gehen oder fahren zu lassen. Das Elterntaxi sollte nur in Ausnahmefällen genutzt werden. "Kinder, die aus eigener Muskelkraft in die Schule kommen, sind höher konzentriert und ausgeglichener als Kinder, die im Auto kommen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fährt, kann auch einen Teil des Weges zu Fuß oder mit dem Tretroller zurücklegen", so Urbanek. Elterntaxis verursachen außerdem vor Schulen häufig ein Verkehrschaos und erhöhen das Unfallrisiko im Schulumfeld, macht der VCÖ aufmerksam.

(Quelle: S24)

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