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Teuerung

5,7 Millionen Euro mehr für Salzburgs Landwirt:innen

Versorgungssicherungs-Paket gegen hohe Betriebskosten

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Arbeitsbesuch von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (links im Bild) bei Landeshauptmann Wilfried Haslauer im Chiemseehof in Salzburg.

Salzburgs Bäuerinnen und Bauern bekommen 5,7 Millionen Euro zusätzlich. Die Teuerung und die hohen Betriebskosten machen das Versorgungssicherungs-Paket notwendig.

Salzburgs Landwirtschaft zählt aktuell 7.629 Betriebe (Invekos), 52 Prozent davon werden im Nebenerwerb geführt. „Sie sorgen nicht nur dafür, dass wir täglich die wertvollsten Nahrungsmittel in den Supermarkt-Regalen oder auf den Märkten vorfinden, sondern sind auch unverzichtbare Partner für den Erhalt der Kulturlandschaft, der Traditionen und sorgen für einen lebenswerten ländlichen Raum“, betont Landeshauptmann Wilfried Haslauer anlässlich eines Arbeitsbesuchs von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.

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Landwirtschaft in Salzburg

Totschnig: „5,7 Millionen Euro für Salzburg“

„Die Lebensmittelversorgungssicherheit der Österreicherinnen und Österreicher hat für mich oberste Priorität. Das geht nur mit unseren Bäuerinnen und Bauern. Denn sie sind es, die täglich das Essen auf unsere Teller bringen – auch in Krisenzeiten. Doch die gestiegenen Betriebsmittel- und Futtermittelkosten setzen sie zunehmend unter Druck. Darum habe ich ein 110 Millionen Euro Versorgungssicherungs-Paket geschnürt. Rund 5,7 Millionen Euro davon werden zur Unterstützung an bäuerliche Betriebe in Salzburg gehen, damit sie weiter produzieren und die Menschen mit regionalen Lebensmitteln versorgen können“, erklärt Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.

Automatische Auszahlung

„Konkret unterstützen wir die Bäuerinnen und Bauern mit einem Versorgungssicherungsbeitrag. Alle, die einen Mehrfachantrag für 2022 gestellt haben, erhalten – auf Basis der beantragten beihilfefähigen Flächen und Großvieheinheiten – diesen Beitrag automatisch Ende des Jahres über die AMA ausgezahlt. Das sind in Salzburg zirka 7.500 bäuerliche Betriebe, die wir so direkt unterstützen“, erklärt Totschnig.

58 Prozent in Salzburg biologisch bewirtschaftet

Rund 50 Prozent der Betriebe und mehr als die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche werden im Bundesland Salzburg biologisch bewirtschaftet. Aufgeteilt auf die Bodennutzungsformen gibt es hierzulande von den insgesamt 163.563 Hektar (ha) 93.436 ha Grünland, 65.159 ha Almen und Bergmähder sowie 4.968 ha Ackerland. Zwei Drittel der Betriebe liegen im Berggebiet - insgesamt gibt es 1.800 Almen. Der wichtigste Produktionszweig der Salzburger Landwirtschaft ist die Milcherzeugung.

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Wald in Salzburg

Flachgau ist Salzburgs Milchmeister

Insgesamt gibt es in ganz Salzburg 3.543 Milchviehbetriebe mit 58.949 Kühen. Das viertkleinste Bundesland Österreichs produziert mit 394.700 Tonnen Milch im Jahr rund zehn Prozent der gesamtstaatlichen Menge. Die meiste Milch wird im Flachgau erzeugt. Während österreichweit nur 19 Prozent Biomilch hergestellt werden, sind es in Salzburg stolze 50 Prozent. Auch Heumilch gibt es in Salzburg mit 43 Prozent deutlich mehr als im Österreichschnitt (15 Prozent).

159.110 „Rindviecher“

Geht es rein um die Anzahl der Tierhaltungs-Betriebe, so führen Höfe mit Rindern die Top Drei an: 5.796 mit 159.110 Stück Vieh. Auf Platz 2 folgen 4.063 Geflügel-Bauern, sie haben aber mit 238.669 Tieren deutlich mehr Leben in den Ställen. Schweinebetriebe gibt es im Vergleich nur wenige. Dennoch sorgen 1.452 Landwirtschaften mit 7.301 Ringelschwänzen gutes Essen am Teller.

(Quelle: SALZBURG24)

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