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6. Salzburger Literaturfest zum Thema "Rausch und Ekstase"

Das Literaturfest findet bereits zum sechsten Mal statt. Bilderbox
Das Literaturfest findet bereits zum sechsten Mal statt.

30 Autoren, zwölf Spielstätten und ein griffiges Motto: Das sechste Literaturfest Salzburg steht von 22. bis 26. Mai im Zeichen von "Rausch und Ekstase".

Wie Jochen Jung, Verleger und einer von drei ehenamtlichen Organisatoren dieses Literaturfestes, heute, Donnerstag, bei einem Pressegespräch in Salzburg kritisch bemerkte, neige die deutsche Literatur zur Korrektheit und sorge sich zu viel darum, keine Fehler zu machen und "angesagt" zu bleiben. "Wir finden, dass es eine sehr wichtige Aufgabe der Literatur ist, Grenzen zu überschreiten und ein Risiko einzugehen. Genau diese Frische wollen wir mit unserem Programm fördern".

Dafür haben Jung und seine Partner Christa Gürtler und Klaus Seufer-Wasserthal Literatur-Performer und Autoren wie Ruth Klüger, Navid Kermani, Walter Kappacher, Peter Esterhazy, Konrad Paul Liessmann, Eva Menasse, Robert Schindel, Juli Zeh und Claus Peymann eingeladen. Auch Gudrun Seidenauer, Alfred Kolleritsch, Felicitas Hoppe, Martin Amanshauser oder Ben Becker kommen nach Salzburg und lesen, diskutieren, singen und kommentieren Themen wie "Sprach:Genuss", "Sprach:Welten", "Sprach:Spiel" oder "Sprach:Groteske".

Auch für Kinder wird beim Literaturfest Salzburg viel geboten, so stellt sich Autor und Literatur-Showman Knister mit seiner "Hexe Lilli" in der Tribühne Lehen einem großen kleinen Publikum, während Thriller-Autorin Ursula Poznanski in "Die Verratenen" Spannung für Jugendliche zu erzeugen verspricht. Und Schauspielerin Cornelia Froboess hat sich mit dem Gitarristen Sigi Schwab zusammen getan und will im Republic mit ihren Grimms-Märchen in Zeiten entführen, in denen das Wünschen nicht geholfen hat.

"Sprach:Zeichen"

Auch die in Salzburg ganzjährig sichtbaren "Sprach:Zeichen" wird es neuerlich geben - Innenstadtgeschäfte reißen sich ja um die kurzen, literarischen Sätze, mit denen Schaufenster und Auslagen geistig dekoriert werden. Heuer stammen dieses literarischen Gedankensplitter aus den Tagebüchern des Salzburgers Gerhard Amanshauser (1928-2006).

Auch eine Literatur-Band ist engagiert - Lucy McEvil und ihre Musiker werden Texte von Federico Garcia Lorca bis Wolfgang Bauer verarbeiten. 2012 sind 3.000 Besucher gezählt worden, eine Größenordnung, von der die Veranstalter auch für die 6. Ausgabe dieser Veranstaltungsreihe ausgehen.

Wirtschaftlich gibt es wenig Neues. Nach wie vor bestreitet das Literaturfest sein Programm mit 110.000 Euro von Stadt, Land, Bund und Altstadt-Marketing. Einige der Literaturfest-Veranstaltungen können gratis besucht werden, andere kosten acht Euro Eintritt.

APA

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