Jetzt Live
Startseite Salzburg
Salzburg

67 Unfälle mit Fahrerflucht in Salzburg

Über tausend Unfälle mit Fahrerflucht gab es 2015 in Österreich. Bilderbox
Über tausend Unfälle mit Fahrerflucht gab es 2015 in Österreich.

Wer im Straßenverkehr einen Unfall hat, darf den Unfallort nicht verlassen, ohne sich vorher um etwaige Verletzte oder die nötigen Formalitäten zu kümmern. Doch Fahrerflucht kann ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.

Im November vergangenen Jahres hat eine Köstendorferin in Zell am Moos (Bezirk Vöcklabruck) bei einem Unfall ihr Leben verloren. Der Unfalllenker ist einfach weitergefahren und hat sich trotz Aufforderung der Polizei nie gemeldet. Fahrerflucht kommt auf Österreichs Straßen immer wieder vor. Das berichtet auch der ARBÖ in einer Aussendung am Donnerstag.

1.136 Unfälle mit Fahrerflucht

Laut Statistik Austria ereigneten sich 2015 in Salzburg 67 Unfälle mit Fahrerflüchtigen, österreichweit waren es 2015 1.136. Laut Straßenverkehrsordnung unterliegt aber jeder Fahrzeuglenker laut Straßenverkehrsordnung (STVO) der sofortigen Anhaltepflicht bei einem Unfall. Egal, ob man als Auto-, Fahrrad- oder Motorradfahrer oder Fußgänger beteiligt ist. „Sofort ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen. Wer nicht anhält, begeht das Delikt der Fahrerflucht“, führt Stefan Mann, Leiter der ARBÖ-Rechtsabteilung, aus.

Haftstrafen für Fahrerflüchtige

Und das kann für den Fahrerflüchtigen teuer werden. Der Strafrahmen liegt dafür zwischen 36 und 2.180 Euro. Zusätzlich dazu kann es zu einer Regressforderung der Haftpflichtversicherung kommen. Den Schadensbetrag kann die Versicherung in der Regel bis zu einer maximalen Höhe von 11.000 Euro zurückverlangen. Ist bei einem Unfall eine Person zu Schaden gekommen, wird das Strafrecht angewandt. Die Konsequenz des Straftatbestandes „Imstichlassen eines Verletzten“ kann eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren sein.

Daten müssen ausgetauscht werden

Der Fahrerflucht macht man sich aber auch dann schuldig, wenn bei dem Unfall niemand verletzt wurde. Die Aufnahme durch die Polizei ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, Daten müssen die Unfallbeteiligten aber auf alle Fälle austauschen. Die persönlichen Daten müssen zu einer Identitätsfeststellung im Nachhinein ausreichen.

„Fahrerflucht zahlt sich in keinem Fall aus. Nicht nur, dass es zu hohen Strafen und Problemen mit der Versicherung kommen kann, riskieren Fahrerflüchtige auch Leid durch schwere Folgeschäden oder sogar den Tod von Menschen“, so Mann abschließend.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 11.05.2021 um 06:41 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/67-unfaelle-mit-fahrerflucht-in-salzburg-55315978

Kommentare

Mehr zum Thema