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Baubeginn verzögert sich

Pannenstreifen-Öffnung auf A1 kostet 18 Mio. Euro

Teilstück zwischen Salzburg-Nord und Wallersee wird dreispurig

stau_salzburg20082016013.jpg Neumayr/Archiv
Bei stark erhöhtem Verkehrsaufkommen soll der Pannenstreifen automatisch freigegeben werden. (SYMBOLBILD)

Die Öffnung des Pannenstreifens auf der Westautobahn (A1) zwischen Salzburg-Nord und Wallersee (Flachgau) wird seit einigen Jahren als Mittel gegen das Stauchaos genannt. Bis dahin ist es allerdings noch ein langer Weg, mit einem Baubeginn wird erst 2022 gerechnet.

Salzburg, Hallwang

Das Land Salzburg hält weiter an der Idee der Öffnung des Pannenstreifens zwischen Salzburg-Nord und Wallersee fest. Wie die Asfinag gegenüber SALZBURG24 mitteilte, sind für die Öffnung auf dem rund sechs Kilometer langen Teilstück der A1 umfassende bauliche Maßnahmen notwendig.

So muss die A1 mitunter verbreitert werden, um den Verkehrsfluss aufrechterhalten zu können. "Zudem werden alle 500 Meter Pannenbuchten gebaut, um im Falle eines Unfalls das Fahrzeug dort abstellen zu können", gibt Asfinag-Pressesprecher Christoph Pollinger im Gespräch mit SALZBURG24 an. Zwölf solcher Buchten pro Fahrtrichtung sind geplant.

Neue Überkopfanzeiger auf A1

Da es sich um eine temporäre Öffnung des Pannenstreifens handelt, müssen in diesem Abschnitt der A1 Überkopfanzeiger errichtet werden, die den Verkehrsteilnehmern signalisieren, wann der Pannenstreifen befahren werden kann und wann nicht. "Die Öffnung ist abhängig vom Verkehrsaufkommen. Wenn die Sensoren erkennen, dass Bedarf vorhanden ist, wird der Pannenstreifen geöffnet", so Pollinger.

Auf der Ostautobahn (A4) in Wien wird bereits seit 2018 in Richtung Ungarn bei Verkehrsüberlastung der Pannenstreifen vorübergehend freigegeben. Im ersten Halbjahr war dies 63 Mal der Fall. Die Maßnahme wurde somit durchschnittlich alle drei Tage ergriffen, die mittlere Dauer der Freigabe lag bei 50 Minuten, berichtet die APA.

Wie steht es um die Verkehrssicherheit?

Eine Erhöhung der Verkehrssicherheit durch die Freigabe des Pannenstreifens erwartet sich Friedrich Schmidhuber, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei Salzburg: "Für uns ist es eine positive Entwicklung, wenn man darauf achtet, dass die Flüssigkeit des Verkehrs aufrechterhalten wird. Wir hoffen, dass die Verbreiterung der Autobahn auch eine Erhöhung der Verkehrssicherheit mit sich bringt." Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, bliebe immer noch die Rettungsgasse, die laut Schmidhuber immer besser umgesetzt würde.

 

Freigabe von Pannenstreifen kostet 18 Millionen Euro

Bevor mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, muss noch der Ausgang einiger Verfahren abgewartet werden. So läuft aktuell ein Umweltverträglichkeits-Feststellungsverfahren. Pollinger: "Das bedeutet, dass sich das Verkehrsministerium die Tragweite des Projekts anschaut und eruiert, ob ein Umweltverträglichkeits-Verfahren notwendig ist." Weitere Verfahren stehen noch bezüglich Forst- und Wasserrecht an. Pollinger rechnet nach aktuellem Stand damit, dass mit den Bauarbeiten im Jahr 2022 begonnen werden kann und der Pannenstreifen ab 2023 befahrbar ist. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf 18 Millionen Euro.

Der Salzburger Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) steht weiter hinter dem Projekt, teilt Pressesprecher Christoph Bayrhammer gegenüber SALZBURG24 mit. Die FPÖ stellte diesbezüglich am Mittwoch eine Anfrage im Salzburger Landtag.

(Quelle: SALZBURG24)

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