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AK-Erhebung

Tanken an Autobahn fast doppelt so teuer

Am meisten kostet Sprit im Lungau

Tanken, Benzin, Sprit, SB APA/dpa/Christophe Gateau
Der Blick auf die Zapfsäulen trügt nicht: Tanken ist derzeit so günstig wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

Während sich Autofahrer über durchschnittlich 16 Prozent günstigere Benzin- und Dieselpreise freuen können, scheinen die Salzburger Autobahntankstellen dagegen immun zu sein. Dort sind die Literpreise kaum gesunken und Preisunterschiede sind noch eklatanter geworden, zeigt eine aktuelle Erhebung der Arbeiterkammer (AK) Salzburg.

Der Blick auf die Zapfsäulen trügt nicht: Tanken ist derzeit so günstig wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die aktuellen Preise bewegen sich momentan auf dem Niveau des Jahres 2009 – zu Zeiten der Bankenkrise. Wie stark die Preise für Benzin und Diesel in den letzten Monaten tatsächlich nachgegeben haben, zeigt eine aktuelle Analyse der AK-Konsumentenschützer: Seit Dezember 2019 sanken die Preise im Bundesland Salzburg im Schnitt um 15,83 Prozent für Superbenzin und um 16,26 Prozent für Diesel. Das gilt allerdings nicht für Autobahntankstellen – dort haben sich die ohnehin großen Preisunterschiede weiter verstärkt.

Teures Tanken an der Autobahn

An den Schnellstraßen sind die Preise deutlich weniger gesenkt worden. Hier sind Superbenzin um 2,30 Prozent und Diesel um 5,91 Prozent günstiger geworden. "Die Unterschiede zu den Preisen abseits der Autobahnen sind im Vier-Monatsvergleich dadurch noch eklatanter geworden", berichtet Erhebungsleiter Stefan Göweil. Bei Super beträgt der Unterschied im Durchschnitt nun 46,55 Prozent und bei Diesel 48,22 Prozent. 50 Liter Sprit an der Autobahntankstelle kosten derzeit also im Schnitt um 25 Euro mehr als abseits der Schnellstraßen.

Weniger Verkehr durch Corona

Göweil: "Natürlich haben Betreiber von Autobahntankstellen mit dem deutlich gesunkenen Verkehrsaufkommen durch fehlende Tourismusfahrten und weniger Transitfahrten zu kämpfen." Auch die Einschränkungen in der Gastronomie durch die von der Bundesregierung erlassenen Covid19-Bestimmungen treffen sie voll.

Doch diese Probleme haben auch die Betreiber von Tankstellen abseits der Autobahnen. Es sei laut AK nicht erklärbar, weshalb in Salzburg die Autobahntankstellen derartig teuer sind. Im angrenzenden Bayern liegt das Preisniveau bei den Autobahntankstellen ebenfalls über denen der abseits der Schnellstraßen gelegenen Tankstellen. Jedoch bei Super mit 19 Prozent und bei Diesel mit 23 Prozent deutlich weniger ausgeprägt.

Lungau bleibt Preis-Hochburg

Eindeutig teuerster Bezirk bleibt der Lungau. Hier liegen die Preise bei Superbenzin um 15,83 und bei Diesel um 11,63 Prozent über dem Landesschnitt. "Es findet dort einfach kein Preiswettbewerb statt, es fehlt ein Preisbrecher in Form von Diskontern", so AK-Experte Göweil. Ein Hinweis auf den lahmen Wettbewerb ist auch, dass die Preise über den Tagesverlauf gesehen im Lungau sehr stabil bleiben. In anderen Teilen des Landes bewegen sich die Preise von günstig vor 12 Uhr bis meist etwas teurer nach 12 Uhr. Knapp vor Mittag zu tanken, bringt im Schnitt rund 3 Cent Ersparnis je Liter. 

(Quelle: SALZBURG24)

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