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Alpine derzeit noch mit österreichischer Beteiligung

Bei der Alpine, Österreichs zweitgrößtem Baukonzern hinter der Strabag, bezeichnet man den angeblichen Verkauf der verbleibenden Anteile an den spanischen Mehrheitseigentümer FCC als "Gerücht". Dietmar Aluta-Oltyan sei "unverändert Miteigentümer des österreichischen Alpine-Konzerns und Vorsitzender des Alpine-Aufsichtsrates", betonte Unternehmenssprecher Johannes Gfrerer heute, Mittwoch, gegenüber der APA unter Verweis auf den aktuellen Status. Ansonsten wolle die Alpine keinen Kommentar dazu abgeben.

Laut Firmenbuch ist Aluta-Oltyan gegenwärtig zu 13,5 Prozent an der Alpine Holding GmbH beteiligt, im Geschäftsbericht war der Aufsichtsratschef zuletzt noch mit einer 17-prozentigen Beteiligung vermerkt. Der Rest gehört den Spaniern, die 2006 in den Konzern eingestiegen sind.

Alpine rutscht trotz Umsatzsteigerung in Verlustzone

Der Salzburger Konzern beschäftigte 2010 im Jahresmittel knapp über 15.000 Mitarbeiter und rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einer Bauleistung von rund 3 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2011 rutschte die Alpine trotz einer Umsatzsteigerung in die Verlustzone. Der bereits 2010 auf 11.000 Euro geschrumpfte Periodengewinn drehte ins Minus - es wurde ein Verlust von 3,1 Mio. Euro verzeichnet. Zum Halbjahr konnte die Ertragslage mit dem Zuwachs bei der Bauleistung nicht Schritt halten, die von 1,39 Mrd. Euro auf 1,52 Mrd. Euro zulegte. Die Stimmung auf dem Heimmarkt sei heuer "stabil", sagte Aluta-Oltyan am Mittwoch zur APA. Die Alpine sei in Österreich als zweitgrößter Baukonzern stark verankert und erbringe hierzulande mit rund 1,5 Mrd. Euro beinahe die Hälfte der gesamten Bauleistung der Gruppe.

Angst vor Schuldenbremse

Man müsse jedoch bedenken, dass die öffentlichen Investitionen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bisher stark dazu beigetragen hätten, dass Österreich im internationalen Vergleich sehr gut dastehe, so der Aufsichtsratschef. "Ich hoffe, dass die Politik mit der Einführung der neuen 'Schuldenbremse' nicht auch den wichtigen Konjunkturmotor Bau einbremst", räumte Aluta ein. "Sparbudgets bringen die Bauwirtschaft unter Druck." Dumping-Preise sind seiner Ansicht nach keine Lösung. "Das ist keine gute Strategie, denn der Druck auf die Branche erhöhte sich damit nur noch mehr." Die Alpine stehe für Qualität am Bau und beteilige sich nicht am Preisdumping. (APA)
(Quelle: S24)

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