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2-Jahres-Kampagne

Straßenzeitung Apropos will sichtbarer werden

Werbeaktion soll Berührungsängste abbauen

APROPOS Imagekampagne SALZBURG24
Im Bild von links: Dominik Sobota, Prokurist bei Progress Werbung, Brigitta Niel von "Die fliegenden Fische", Michaela Gründler, Chefredakteurin der Apropos-Straßenzeitung, Jörg Eberhard von "Die fliegenden Fische", Georg Aigner, Apropos-Verkäufer, und Christian Moik, Geschäftsführer der Sozialen Arbeit gGmbH.

Die Salzburger Straßenzeitung Apropos stellt heute ihre neue Werbekampagne vor. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und der Zeitung und ihren Verkäufern zu mehr Sichtbarkeit zu verhelfen.

Die Salzburger Straßenzeitung Apropos der gemeinnützigen GmbH (gGmbH) Sozialen Arbeit stellte am Donnerstag ihre neue Imagekampagne vor. Jeweils vier Monate lang sollen in diesem und im nächsten Jahr Plakate in ganz Salzburg auf die Straßenzeitung aufmerksam machen und unter dem Motto "Kaufen. Lesen. Gutes tun." mehr Interessenten für sie gewinnen.

Berührungsängste abbauen

Dass die Kampagne bis ins nächste Jahr dauern wird, ist kein Zufall: 2022 feiert die Apropos ein Jubiläumsjahr. Seit 25 Jahren wird die Straßenzeitung dann Menschen ohne Wohnung und Arbeit geholfen haben, sich mit dem Zeitungsverkauf auf der Straße Geld zu verdienen. Zudem stellt sie eine Art Sprachrohr für Menschen ohne Arbeit und Wohnung dar, denn neben Inhalten von professionellen Journalisten kommen in der "Schreibwerkstatt" auch die Verkäufer selbst zu Wort. Gerade derzeit sei es besonders wichtig, Berührungsängste mit den Verkäufern zu reduzieren, erzählt Chefredakteurin Michaela Gründler heute bei der Präsentation der neuen Werbeaktion: „Die Leute haben Scheu, gerade zu Corona-Zeiten.“

 

Kampagne als Jubiläums-Geschenk

Die Kampagne bezeichnet sie als besonders schönes Jubiläumsgeschenk. Christian Moik, Geschäftsführer der Sozialen Arbeit gGmbH, sieht das ähnlich: „Für eine soziale Einrichtung wie uns ist so eine Kampagne unfinanzierbar.“ Möglich wird die Kampagne durch Kooperationspartner. Die Werbeagentur „Die fliegenden Fische“ arbeitete die letzten eineinhalb Jahre kostenfrei für die Apropos an den Slogans und den Designs für die Plakate. Progress Werbung stellt der Straßenzeitung kostenlos City Lights und andere Werbeflächen zur Verfügung. Selbst aufkommen müssen die Soziale Arbeit GmbH und Apropos lediglich für Material- und Montagekosten.

Abschluss mit Vernissage

Für das Jubiläumsjahr geplant war die Kampagne ursprünglich allerdings nicht. Der Prozess habe sich lange gezogen und sei näher an das Jubiläumsjahr gerückt, erzählt Gründler. Deshalb habe man beides schlussendlich zusammengelegt und sich für jeweils vier Monate in den Jahren 2021 und 2022 entschieden. Zum Abschluss soll es nächstes Jahr auch eine Vernissage geben, gibt Gründler einen Ausblick. Genaueres sei aber noch nicht besprochen.

Merchandising für Apropos

Zusätzlich zu den Plakaten soll es künftig auch Merchandise von Apropos in Form von T-Shirts, Tassen und Einkaufsbeuteln geben. Erhältlich sind die Artikel in den TAO Second Hand Shops der Sozialen Arbeit gGmbH. Die Geschäftslokale werden außerdem jeden Werbemonat neu an das Monatsmotto angepasst dekorieren. Diesen Monat steht alles unter dem Motto „Das Aha vom Erlebnis“, im nächsten Monat wird sich dann alles um „Das Gelbe vom Ei“ drehen.

Apropos Merchandising Soziale Arbeit gGmbH
In den TAO-Shops der Sozialen Arbeit gGmbH gibt es jetzt Merchandise der Apropos-Straßenzeitung.

„Die Zeitung will Hoffnung machen“

Gründler erhofft sich, mit der Kampagne „in neue Nischen zu kommen“ und die Funktion der Apropos-Straßenzeitung als Sprachrohr noch weiter ausbauen zu können. „Die Zeitung will Hoffnung machen“, sagt sie. Menschen, die am Rand der Gesellschaft stünden, würden durch Straßenzeitungen sichtbar gemacht und ein Stück weit in die Mitte zurückgeholt werden.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 15.04.2021 um 04:36 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/apropos-salzburger-strassenzeitung-will-sichtbarer-werden-102165823

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