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Bis 8. Februar

AK-Wahl in Salzburg gestartet

Die Arbeiterkammer-Wahlen haben am Montag in Salzburg - gleichzeitig mit Tirol und Vorarlberg - begonnen. 214.000 Beschäftigte können nun bis zum 8. Februar ihre Stimme abgeben und über die Vollversammlung der kommenden fünf Jahre entscheiden. Peter Eder (FSG) stellt sich dabei erstmals der Wahl und will die rote Mehrheit verteidigen.


Eder hat im März 2018 Langzeit-Präsident Siegfried Pichler abgelöst. 70 Mandate in der Vollversammlung sind zu vergeben, die letztlich den Präsidenten aus ihren Reihen wählen wird. Fünf Gruppierungen stellen sich der Wahl, es sind dieselben wie schon vor fünf Jahren.

Latte für Eder ist hoch

Die Latte für Eder und seine Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) liegt auf jeden Fall hoch, hat doch Pichler beim letzten Urnengang 2014 mit 69,5 Prozent bzw. 49 Sitzen das beste Ergebnis seiner Fraktion in der Geschichte eingefahren.

 

Blau überholte in Salzburg schwarz

Zweitstärkste Kraft waren zuletzt die Freiheitlichen Arbeitnehmer, die mit 11,2 Prozent der Stimmen auf acht Mandate kamen. ÖAAB und FCG, also die Arbeitnehmervertreter der ÖVP, fielen damals auf Rang drei zurück: Ihr Stimmenanteil sank von 15,8 auf 11,0 Prozent, was sieben Sitze bedeutete. Die alternativen und grünen Gewerkschafter (AUGE/UG) hielten zuletzt mit 7,0 Prozentpunkten fünf Mandate, dem Gewerkschaftlichen Linksblock gelang mit 1,4 Prozentpunkten und einem Mandat der Einzug in die Vollversammlung. Die Wahlbeteiligung lag 2014 bei bescheidenen 35,14 Prozent.

Die FSG schickt mit 140 Kandidaten die Maximalzahl ins Rennen, ihr oberstes Ziel ist es, die Dominanz in der Arbeiterkammer zu verteidigen. Der Wahlkampf ist zugeschneidert auf den Spitzenkandidaten. Peter Eder geht auf den Plakaten als "Salzburgs starker Präsident" in die Wahl.

Arbeiterkammer: Blaue wollen Position verteidigen

Genau diese "Allmacht der SPÖ in der Arbeiterkammer reduzieren" und Platz 2 vor der ÖVP verteidigen wollen die Freiheitlichen, gab FPÖ-Landesparteiobfrau Marlene Svazek beim Wahlauftakt vor. Spitzenkandidat ist der Lungauer Friedrich Kössler. "Die Arbeiterkammer muss wieder stärker zu einer echten Arbeitnehmervertretung werden und weniger zur Kaderschmiede sowie Versorgungseinrichtung der Sozialdemokratie", so Svazek. Die Schwächung der Dominanz der roten FSG ist auch das Ziel von ÖAAB/FCG-Spitzenkandidat Hans Grünwald. Außerdem möchten die Schwarzen Platz zwei in der Vollversammlung zurückerobern.

AUGE: Neuer Spitzenkandidat

Ein neues Gesicht gibt es auch bei den Alternativen, Grünen und Unabhängigen Gewerkschaftern (AUGE). Anstelle von Robert Müllner tritt Klaus Brandhuber (Betriebsratsvorsitzender Diakoniewerk) als Spitzenkandidat an. Er möchte das bisher beste Ergebnis von 2014 stabilisieren oder sogar verbessern. Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) tritt mit Brigitte Promberger an.

Das vorläufige Wahlergebnis wird laut AK-Medienstelle am 9. Februar bekanntgegeben.

(APA)

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