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Bilanz und Ausblick

Arbeitslosigkeit: AMS vorsichtig optimistisch

Salzburg im Sommer 2019 mit Vollbeschäftigung

Die Arbeitslosenzahlen in Salzburg waren im vergangenen Jahr im bundesweiten Vergleich mehr als ordentlich. Von Juni bis August gab es mit vier Prozent Vollbeschäftigung. Für dieses Jahr sei bei den Zahlen ebenso mit keinem Einbruch zu rechnen, prognostiziert die Geschäftsführerin des Arbeitsmarktservice (AMS) Salzburg, Jacqueline Beyer.

Von Juni bis August gab es in Salzburg mit einer Arbeitslosenquote von vier Prozent Vollbeschäftigung, von Juli bis November sank die Arbeitslosigkeit zudem stärker als in jedem anderen Bundesland. Bei der Arbeitslosenquote lag Salzburg bundesweit nie schlechter als auf dem zweiten Platz.

Das im Jahr 2019 auf dem Arbeitsmarkt beherrschende Thema war der Fachkräftemangel. Bei der überregionalen Vermittlung für Fachkräfte im Tourismus sei das AMS Salzburg mitunter treibende Kraft gewesen. 2019 wurden im Rahmen überregionaler Jobbörsen über 1.400 Personen beraten.

Jobbörse für Asylberechtigte

Asylberechtigte standen auch bei einer weiteren Aktion des AMS Salzburg im Mittelpunkt: In Kooperation mit der Wirtschaftskammer Salzburg wurde die bisher größte Jobbörse im Bundesland organisiert. „Über dreißig Unternehmen trafen auf rund 700 Geflüchtete und Personen mit Migrationshintergrund aus dem gesamten Bundesland, mehr als 3.400 Bewerbungsgespräche wurden geführt“, berichtet Beyer, die weiter auf das Instrument des verstärkten Einsatzes von Jobbörsen – ob im Tourismus, im Asylbereich oder am Lehrstellenmarkt – setzen möchte.

Arbeitslosigkeit: Ausblick für 2020

Prognosen für das kommende Jahr seien schwierig, aber die Salzburger AMS-Chefin rechnet nicht mit einem Einbruch. Zumindest in der ersten Jahreshälfte sollte die Arbeitslosigkeit weiter sinken, im Fall einer Zunahme im Gesamtjahr werde die Arbeitslosenquote – falls überhaupt - wohl nicht mehr als um ein Zehntel Prozentpunkt steigen, ist man beim AMS Salzburg vorsichtig optimistisch.  

Wirtschaftskammer spricht von Beschäftigungsrekord

Ähnlich zuversichtlich zeigt man sich bei der Wirtschaftskammer Salzburg (WKS): „Salzburgs Betriebe gehen davon aus, dass sie auch weiterhin auf guten Niveau unterwegs sind.“ Das zeigt sich auch bei den Arbeitsmarktdaten: 2019 gab es einen weiteren Beschäftigungsrekord", sagt WKS-Präsident Manfred Rosentatter.

Allerdings gehört der Fachkräftemangel zu den größten Sorgen der Unternehmen: 32 Prozent geben in der WKS-Untersuchung einen Mangel an Personal an, 2018 waren es noch 27 Prozent. So waren im Jahresdurchschnitt 2019 beim AMS Salzburg rund 6.650 Stellen offen gemeldet, dies entspricht einem Zuwachs von 5,1 Prozent. „Unsere Betriebe würden zu fast einem Drittel noch mehr Mitarbeiter beschäftigen wollen, wenn sie diese bekämen. Ebenso ist auch die Nachfrage nach Lehrlingen erneut auf hohem Niveau. Der vielfach demografisch bedingte Fachkräftemangel ist neben der Digitalisierung derzeit die größte Herausforderung in der Wirtschaft", heißt es in in der Aussendung der Wirtschaftskammer.

Arbeitslose in Salzburg 2019

Zahlen aus dem Jahresdurchschnitt:

  • Salzburg-Stadt: 4.526 (- 8,3 Prozent zum Vorjahr)
  • Flachgau: 2.429 (-5,1 Prozent zum Vorjahr)
  • Tennengau: 1.1.56 (-3,0 Prozent zum Vorjahr)
  • Pongau: 1.969 (-3,9 Prozent zum Vorjahr)
  • Pinzgau: 2.177 (-5,7 Prozent zum Vorjahr)
  • Lungau: 438 (-7,9 Prozent zum Vorjahr)
  • Arbeitslose gesamt: 12.694 (-6,1 Prozent zum Vorjahr)
(Quelle: SALZBURG24)

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