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Arbeitslosigkeit

Salzburg verzeichnet stärksten Rückgang

AMS APA/HERBERT PFARRHOFER
Die Zahl der Arbeitslosen geht in Salzburg weiter zurück (SYMBOLBILD).

Die Arbeitslosigkeit sinkt in Salzburg auch am Höhepunkte der Zwischensaison stärker als in allen anderen Bundesländern. Den stärksten Rückgang verzeichnen der Pongau und die Stadt Salzburg. Der Bereich der Warenproduktion verzeichnet hingegen eine leichte Zunahme an Arbeitslosen.

Ende November, auf dem Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit im Tourismus, waren im Bundesland Salzburg 14.869 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 1.004 Vorgemerkte weniger als vor genau einem Jahr. Dieser Rückgang um 6,3 Prozent bedeutet zum fünften Mal in Folge das stärkste Minus bundesweit (Österreich: -2,5 Prozent).

Arbeitslosigkeit Österreich November APA

Auch die Schulungsteilnahmen sind deutlich, nämlich um minus 11,1 Prozent auf 2.375, gesunken. Diese eingerechnet, waren 17.244 Personen ohne Beschäftigung. Das ist ein Minus von 7,0 Prozent und ebenfalls der stärkste Rückgang in Österreich (Österreich: -4,2 Prozent).

Mehr Arbeitslose in der Warenherstellung

„Während in der Warenherstellung erstmals seit langem kein Rückgang verzeichnet werden konnte, zeigt das Bauwesen noch keine Anzeichen einer Konjunkturschwäche. Auch die Zahl der dem AMS zur Besetzung gemeldeten offenen Stellen steigt“, beschreibt AMS-Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer die aktuelle Arbeitsmarktlage und verweist auf weitere positive Entwicklungen: „Sowohl die Jugend- als auch die Altersarbeitslosigkeit sinken und erfreulicherweise ist auch die Langzeitarbeitslosigkeit immer noch von Rückgängen gekennzeichnet.“

Während in der Warenherstellung um 37 Personen bzw. plus 3,6 Prozent mehr Arbeitslose als vor einem Jahr registriert waren, konnte im Bauwesen, vor allem beim Hochbau, ein Minus von 12,8 Prozent (-99 Personen) vermeldet werden. Die absolut stärksten Rückgänge verzeichnete wieder das Hotel- und Gastgewerbe mit minus 392 Personen (-6,6 Prozent). Ebenfalls spürbar gesunken sind die Arbeitslosenzahlen im Gesundheits- und Sozialwesen (-11,3 Prozent bzw. -80 Personen).

Arbeitslosigkeit: Salzburgs Gaue im Vergleich

Genau um hundert Personen (-4,9 Prozent) ist die Jugendarbeitslosigkeit bis 24 Jahre gesunken, noch stärker die Arbeitslosigkeit Älterer ab 50 Jahre mit minus 4,9 Prozent (-254 Personen). Bei den Langzeitarbeitslosen (über 1 Jahr arbeitslos) gab es ein Minus von 2,9 Prozent (-32 Personen). Die Zahl arbeitsloser Frauen (7.533) und Männer (7.336) ist annähernd gleich hoch, bei weiblichen Arbeitskräften war der Rückgang mit minus 8,0 Prozent allerdings fast doppelt so hoch wie bei Männern (-4,6%).

Arbeitslosigkeit Österreich November APA

Die Bezirke mit der am stärksten sinkenden Arbeitslosigkeit sind der Pongau (-9,1 Prozent) und die Stadt Salzburg (-8,2 Prozent) Es folgen der Pinzgau (-5,4 Prozent) und der Flachgau (-3,8 Prozent), während die Arbeitslosigkeit im Tennengau stagnierte (+0,1 Prozent).

Arbeitslosigkeit in Oberösterreich gestiegen

Gegen den gesamtösterreichischen Trend war die Arbeitslosigkeit in der Steiermark und in Oberösterreich Ende November höher als vor einem Jahr. In der Steiermark betrug der Anstieg laut Arbeitsmarktservice (AMS) 2,4 Prozent auf 33.308 Personen, in Oberösterreich stieg die Arbeitslosenzahl um 1,9 Prozent auf 32.550.

Arbeitslosigkeit Österreich November APA

Die übrigen Bundesländer, allen voran Salzburg (-6,3 Prozent), Tirol (-5,2 Prozent) und Wien (-5,1 Prozent) verzeichnen weiterhin sinkende Zahlen im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als ein Drittel der insgesamt knapp 300.000 vorgemerkten Arbeitslosen (ohne Schulungsteilnehmer) entfällt auf Wien (108.376). In Kärnten (-2,0 Prozent), dem Burgenland (-1,4 Prozent), Niederösterreich (-1,2 Prozent) und Vorarlberg (-0,7 Prozent) ging die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum November 2018 unterdurchschnittlich zurück.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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