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15 Jahre in neuem Haus

ARGEkultur feiert Jubiläum

ARGE Kultur, SB, argekultur Franz Neumayr
Die ARGEkultur hat vor 15 Jahren ihr derzeitiges Haus bezogen (Archivbild).

Nicht nur die Salzburger Festspiele, sondern auch die ARGEkultur in der Stadt Salzburg feiert heuer ein Jubiläum. Während das Festival auf 100 Jahre verweisen kann, sind es bei der ARGE bescheidene 15 Jahre, seit sie ihr neues Haus in der Ulrike-Gschwandtner-Straße bezogen hat. "Wir feiern im Oktober", kündigte Sebastian Linz, künstlerischer Geschäftsführer der ARGEkultur, am Mittwoch bei einem Pressegespräch an.

Geplant ist ein Schwerpunktprogramm, eine Kampagne samt Gewinnspiel, ein Festakt und ein Tag der offenen Tür. Man wolle die Vielfalt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens abbilden und lustvoll erfahr- und erlebbar machen, nannte Linz als Ziel des breit gefächerten Programms für das Jahr 2020. Die ARGEkultur ist mit Theater, Tanz, Performance, Medienkunst, Musik, Text bzw. Diskurs und Kabarett breit aufgestellt. "Wir haben nicht ein Publikum, sondern viele, oft scharf abgegrenzte Zielgruppen", sagte der Geschäftsführer. Er will mit neuen Angeboten größere Schnittmengen der einzelnen Interessensgruppen schaffen. "Der Dialog ist das Gebot der Stunde", meinte Linz. Seine Vision ist, das Haus von einem Veranstaltungshaus stärker zu einem ganzjährigen Festival weiterzuentwickeln. Die ARGEkultur kommt mit rund 350 Veranstaltungen pro Jahr auf rund 40.000 Besucher.

ARGEkultur: Große Feier im Oktober

Im Zentrum des Jahresprogramms steht 2020 wieder das interdisziplinäre Festival Open Mind, das unter dem Motto "Wem gehört die Welt?" stehen wird. Es gehe um die Frage, wem die Ressource Natur gehöre und um Fragen der Macht und der Verteilungsgerechtigkeit. Im Bereich Performance plant Linz ein Stück mit dem finnischen Performance-Kollektiv Oblivia. Das Stück "Verdrängen, Verdrängen, Verdrängen - Cellars, Ghosts and the Demise of Heimat" ist eine Koproduktion mit finnischen und deutschen Theatern. Die Zusammenarbeit mit Oblivia sei ihm ein "Herzensanliegen", sagte Linz und versprach schräges und humorvolles Theater. Die ARGEkultur setzt außerdem die Zusammenarbeit mit der Universität Mozarteum fort. Regie- und Schauspielstudierende erarbeiten im Sommersemester eine Inszenierung für junges Publikum.

Der Digital Spring - ein Festival für Medienkunst - wird im März unter dem Motto "Stand by" fortgeführt. Weiterentwickelt wird auch der argeBot. Das digitale Wesen kommuniziert seit September schriftlich mit Usern, die das Gespräch mit der künstlichen Intelligenz suchen. Im nächsten Jahr soll der argeBot eine Sprechstimme bekommen und später auch für Publikumsgespräche oder Veranstaltungen eingesetzt werden. Spannend wird auch Exit Ghost, ein Projekt der Plattform irreality.tv, die in Zusammenarbeit mit Menschen vor Ort Fernsehserien produziert. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Sommerszene zu sehen sein.

Investitionen im Haus stehen an

Im Bereich der Musik sticht das Projekt "Corpus Stadt" von Marco Döttlinger und Alexander Bauer hervor. Bei dieser Klanginstallation sollen Gebäude in der Innenstadt als Resonanzräume für Klänge aus der Peripherie dienen und damit unterschiedliche Realitäten klanglich miteinander in Verbindung bringen. Das Konzertprogramm enthält außerdem viele bekannte Namen für das Stammpublikum: Ernst Molden, Willi Resetarits & Stubnblues, 5/8 in Ehr'n oder Kreisky. Ungewohntes bieten der Jodler Christian Zehnder, der Drehleierspieler Matthias Loibner oder Hip-Hop-Konzerte. Im breit gefächerten Kabarettprogramm sind viele wichtige Namen der Szene vertreten.

Zum Geburtstag wünscht sich Linz übrigens Investitionen in das Haus und in die freie Szene. Das Foyer müsse dringend vergrößert werden, außerdem brauche es mehr Probenräume, meinte der Geschäftsführer.

(Quelle: APA)

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