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Ausgangsbeschränkungen

Kampf gegen Covid-19: 46 Anzeigen in Salzburg

Zahl der Neu-Infektionen steigt an

SB: Zell am See, Coronavirus APA/EXPA/ STEFANIE OBERHAUSER
Die Ausgangsbeschränkungen führen zu leeren Straßen und Plätzen in Zell am See.

Wer die von der Regierung gesetzte Ausgangsbeschränkungen missachtet, muss in ganz Österreich mit einer Strafe rechnen. Bis Freitagvormittag hat die Polizei 1.200 Anzeigen ausgestellt, davon 46 Anzeigen in Salzburg. Indes ist die Zahl der am Coronavirus Erkrankten bis zum Nachmittag im Bundesland auf 174 angestiegen (Stand 17.30 Uhr).

In Stadt und Land Salzburg sind bisher 174 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden, 168 davon halten sich derzeit im Bundesland auf. Das teilte das Landes-Medienzentrum am Freitagnachmittag mit. Demnach gelten weiterhin zwei Personen als genesen. Mehr als 700 Personen sind isoliert. 

Fast 50 Anzeigen in Salzburg

In der Landeshauptstadt sind eine Lehrkraft und eine Kindergartenpädagogin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Stadt am Freitag in einer Aussendung mit. Zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung von Covid-19 wurde per Verordnung über die insgesamt 227 betroffenen Schüler, Lehrer, Kindergartenkinder und Kindergartenmitarbeiter eine häusliche Quarantäne verhängt. Nicht alle der von der Quarantäne betroffenen Personen wohnen in der Mozartstadt, einige sind auch im Flachgau zu Hause. Bei der Schule handelt es sich um das Bundesgymnasium Zaunergasse, beim Kindergarten um den Kindergarten Scherzhausen. "Die beiden Gebäude stehen nicht unter Quarantäne", sagte ein Sprecher der Stadt.

Mittlerweile gibt es 46 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen in Salzburg, wie eine Polizeisprecherin auf APA-Anfrage erklärte. Die Höhe der Verwaltungsstrafe bestimmt die zuständige Behörde des jeweiligen Bezirkes. Die Höchststrafe beträgt 3.600 Euro. Wo die Unbelehrbaren in Stadt und Land Salzburg angetroffen worden sind, darüber lagen noch keine Informationen vor.

Innenminister Nehammer appelliert einmal mehr

Auch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) mahnte die Bevölkerung eindringlich zur Einhaltung der gesetzten Ausgangsbeschränkungen und der Ein-Meter-Abstandsregel: "Jeder von uns kann ein Lebensretter sein. Wenn man Abstand hält." Er dankte dem "überwiegenden Teil" der Menschen, dieser habe sich auch bei dem derzeit schönen Wetter an die Vorgaben gehalten.

"Jetzt geht es genau um die fünf Prozent, denen die Botschaft noch nicht angekommen ist", nämlich, "dass man "Leben retten muss und kann". Deswegen achte die Polizei "sehr genau darauf, dass die Bewegungseinschränkungen auch eingehalten werden".

Bis zu 3.600 Euro: Strafrahmen enorm 

"In Wahrheit ist es nicht schwer: Ein Meter Abstand, nur dann raus, wenn es unbedingt notwendig ist." Und der Innenminister verwies auch auf die hohen Strafen bei Zuwiderhandeln: "Für alle, die glauben, wir nehmen das vielleicht auf die leichte Schulter, wen man dagegen verstößt: Der Strafrahmen ist enorm" - nämlich bis zu 3.600 Euro für Einzelpersonen und bis zu 30.000 Euro für Gastronomiebetriebe, die trotz des Verbotes aufsperren.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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