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Autofahrer in Salzburg fahren bis zur Sonne und wieder zurück

In Österreich sind immer noch zu viele Autos unterwegs. APA/HELMUT FOHRINGER
In Österreich sind immer noch zu viele Autos unterwegs.

In einem Jahr legen die Salzburger mit ihren Autos eine Distanz zurück, die zehn Reisen zur Sonne und wieder zurück entspricht, so der Verkehrsclub Österreich. Damit diese Strecke in den nächsten Jahren kürzer wird, müsse vor allem der Öffentliche Verkehr ausgebaut werden.

Mehr als drei Milliarden Kilometer legen die Autos der Salzburgerinnen und Salzburger pro Jahr zurück. Pro Kopf ergibt das rund 5.960 Autokilometer pro Jahr, das ist der viertniedrigste Wert im Bundesländer-Vergleich,  wie der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in einer Aussendung mitteilt. Um die Klimaziele von Paris zu erreichen, sind die mit dem Auto gefahrenen Kilometer zu verringern.

Zehn Mal zur Sonne und wieder zurück

Rund 3,2 Milliarden Kilometer pro Jahr legen die Autos der Salzburger Haushalte zurück. "Das entspricht der Distanz von zehn Mal zur Sonne und wieder retour", verdeutlicht VCÖ-Experte Markus Gansterer. Pro Person macht das im Schnitt rund 5.960 Autokilometer. Im Bundesländer-Vergleich liegt Salzburg damit im Mittelfeld. Am meisten fahren die Burgenländer mit dem Auto, sie kommen im Schnitt auf jährlich 7.060 Autokilometer pro Person. Am wenigsten fahren die Wiener mit 3.780 Autokilometer. Der Österreich-Schnitt liegt bei 5.900 Autokilometer, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Nicht enthalten sind darin die betrieblichen Autofahrten.

Wege für Fußgänger und Radfahrer ausbauen

Mit dem Klimaabkommen von Paris hat die Staatengemeinschaft den weltweiten Ausstieg aus fossiler Energie bis zum Jahr 2050 beschlossen. "E-Fahrzeuge spielen dafür eine wichtige Rolle, aber die E-Autos schaffen das nicht. Um das Ziel einer erdölfreien Mobilität zu erreichen ist es nötig, dass in Zukunft weniger mit dem Auto und mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren wird. Auch ist das Radfahren und Gehen stärker als bisher zu fördern", betont VCÖ-Experte Gansterer. Ein großes Potenzial für mehr klimafreundliche Mobilität liegt in der Kombination von Rad und Öffentlichen Verkehr. Positiv sind  daher Projekte, wie die Ride&Bike Anlage Schallmoos am Salzburger Hauptbahnhof, die für mehr als 600 Fahrräder sichere und wettergeschützte Abstellmöglichkeiten anbietet.

Abhängigkeit von Erdöl verringern

Auch für die Energieunabhängigkeit Salzburgs ist eine Verringerung der Autofahrten wichtig: Rund 215 Millionen Liter Sprit pro Jahr verbrauchen die Autos von Salzburgs Haushalten. Die Abhängigkeit von Erdölimporten ist problematisch, weil die Erdölpreise in den vergangenen Jahren große Schwankungen aufwiesen und ein großer Teil der Importe aus politisch sehr instabilen Regionen kommt. "Und die Haushalte können sich viel Geld sparen, wenn ein größerer Teil der Alltagswege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden kann", so VCÖ-Experte Gansterer.

(Quelle: S24)

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