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Thailand

Salzburger schildert Situation in Bangkok

Tausende Reisende sitzen fest

Tausende Urlauber und Reisende sitzen wegen des Konflikts zwischen Indien und Pakistan am Flughafen Bangkok in Thailand fest. Unter ihnen ist auch der Salzburger Dominik Hölbling. Der 31-Jährige schildert gegenüber SALZBURG24, wie es ihm und seiner Verlobten ergeht.

Die beiden verbrachten längere Zeit in Australien und nun sollte es Richtung Heimat gehen. "Wir wollten von Melbourne nach Wien fliegen", erzählt Hölbling. Ihre Heimreise stockt jedoch in Bangkok. Grund ist die Entscheidung der Fluggesellschaft Thai Airways, keine Flüge mehr durch pakistanischen Luftraum wegen der dortigen Luftwaffen-Einsätze zu leiten, wie am Donnerstag in Bangkok mitgeteilt wurde. Rund 30 Flüge wurden gestrichen, drei Flugzeuge mussten in der Luft kehrt machen und flogen nach Bangkok zurück.

Hölbling PRIVAT
Anna Lichtenegger und Dominik Hölbling.

5.000 Passagiere betroffen

"Dort war natürlich dann völliges Chaos", so der Salzburger. Nach mehreren Stunden wurden sie in ein Hotel gebracht. "Seither warten wir auf weitere Infos. "Die beiden sitzen seit ca. 1.30 Uhr thailändischer Zeit in Bangkok fest. Das sind inzwischen (Stand: Donnerstag, 8 Uhr) knapp 13 Stunden. Es gehe ihnen aber gut, versichert der Salzburger. "Wir können und frei bewegen und das Hotel wird bezahlt."

Nach Angaben der Fluggesellschaft Thai Airways sind rund 5.000 Passagiere betroffen. Die meisten von ihnen hatten Flüge nach Europa gebucht. Ein Flug aus Bangkok, der um 7.00 Uhr in Wien hätte landen sollen, sowie eine Maschine nach Bangkok (mit geplanter Abflugzeit 13.30 Uhr) wurden laut Flughafen Wien gecancelled.

Flughafen in Bangkok: "Nichts zu essen, keine Unterkunft"

Am Bangkoker Suvarnabhumi-Flughafen machten gestrandete Passagiere ihrem Ärger Luft. Wir warten hier schon seit elf oder zwölf Stunden", sagte die deutsche Touristin Gerda Heinzel, die nach einem Urlaub auf der Insel Phuket zurück nach München fliegen wollte. "Wir haben nichts zu essen bekommen und keine Unterkunft. Es gibt kein deutschsprachiges Personal, das uns hilft."

Auch andere Fluggesellschaften der Region waren betroffen. So musste Singapore Airlines einen Flug von Singapur nach Frankfurt am Main streichen.

Konflikt zwischen Indien und Pakistan

Thai Airways wollte die Flüge am Donnerstagabend wieder aufnehmen. China habe seinen Luftraum für die Flüge geöffnet, so dass die Maschinen nun Pakistan umfliegen könnten, teilte die Gesellschaft mit.

Der Konflikt zwischen den Erzrivalen und Atommächten Indien und Pakistan ist zuletzt gefährlich eskaliert. Beide Seiten setzen ihre Luftwaffe ein und behaupten, Flugzeuge der anderen Seite abgeschossen zu haben. Der Konflikt dreht sich um die umstrittene Region Kaschmir.

(APA/S24)

(Quelle: APA)

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