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Jahresstatistik 2018

36 Menschen starben auf Salzburgs Bergen

Insgesamt 36 Tote und 1.277 Verletzte verzeichnet die Bergrettung für das Bundesland Salzburg in ihrer Statistik für das Jahr 2018. Salzburg liegt damit im Bundesländervergleich auf Rang drei. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich nicht im Winter, sondern in den Sommermonaten. Im aktuellen Schneechaos sind die 1.300 Bergretter vor allem bei außertürlichen Einsätzen gefordert.

Im Jahr 2018 sind insgesamt 268 Menschen auf Österreichs Bergen tödlich verunglückt. Das bedeutet einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als es 290 Alpintote gab. „Die Entwicklung ist erfreulich, zeigt aber auch, wie wichtig Präventionsarbeit im Bergsport ist“, sagt der Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit, Karl Gabl in einer Aussendung.

Rettungsaktionen für Unverletzte 

Zugenommen hat in den letzten zehn Jahren hingegen der Anteil jener Einsätze, bei denen die Bergretter zur Bergung unverletzter Personen zu Hilfe gerufen werden. Mittlerweile rücken die Helfer in knapp jedem dritten Einsatz aus, um unverletzte Personen aus einer misslichen Lage zu befreien.

Bergtote: Salzburg auf Platz drei

Zu insgesamt 1.261 Bergunfällen wurden die Retter im Jahr 2018 im Bundesland Salzburg gerufen, 1.277 Verletzte und 36 Tote verzeichnet die Bergrettung in ihrer Statistik für das Bundesland Salzburg. Trauriger Spitzenreiter in Österreich ist Tirol mit 101 Opfern, die Steiermark folgt vor Salzburg mit 44 Toten auf Platz zwei in dieser Statistik. Über die Hälfte der Todesopfer stammt aus Österreich (60 Prozent, 160 Personen). 

 

Mehr Tote im Sommer

Der statistisch tödlichste Monat auf Österreichs Bergen war im Vorjahr der September (33 Bergtote), insgesamt starben mehr Menschen in den Sommermonaten (75 Tote) als in den Wintermonaten (63 Tote). Die Bergsportdisziplin mit den meisten Unfalltoten ist Wandern bzw. Bergsteigen (88 Tote, 35 Prozent), gefolgt von tödlichen Unfällen auf der Skipiste (30 Tote, 13 Prozent).

Bergrettung in Salzburg gefordert

Der Winter im Vorjahr forderte insgesamt 15 Lawinentote in Österreich. Das derzeit vorherrschende Winterwetter hält die Bergretter aktuell in Atem. „Die Lage ist sehr angespannt. An manchen Orten im Innergebirge hat es in der Nacht auf Montag durchgeschneit, dazu kommt der Wind. Regional ist die Lawinengefahr häufig noch größer als die vom Lawinenwarndienst ausgegebene Stufe vier“, berichtet der Leiter der Landesgeschäftsstelle Salzburg, Peter Gruber, im S24-Gespräch.

Schneechaos: Appell an Wintersportler

Die rund 1.300 ehrenamtlichen Bergretter im Bundesland seien auf Abruf bereit: „Im Moment führen wir vor allem außertürliche Hilfseinsätze durch: Wir befreien Dächer vom Schnee oder evakuieren Personen. Dazu kommen aber auch Such- und Lawineneinsätze.“ Um die Zahl der Lawineneinsätze möglichst gering halten zu können, appelliert Gruber an die Wintersportler: „Wir raten derzeit dringend von Skitouren ab. In der aktuellen Situation ist es besser, wenn Wintersportler auf gesicherten Pisten bleiben.“

Aufgerufen am 18.01.2019 um 03:11 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/bergtote-in-salzburg-36-menschen-starben-2018-64059655

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