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Sicher am Berg

Das ist bei einer Bergtour zu beachten

Berg, Fels, Wandern, Bergsteigen, SB APA/Barbara Gindl/Archiv
Das Wetter sollte man bei Bergtouren immer im Blick behalten.

Salzburgs Bergretter sind im Sommer wie im Winter nahezu täglich gefordert. 2018 war sogar ein Rekordjahr: 694 Mal rückten die Retter zu Notfällen am Berg aus. Was ist bei einer Bergtour grundsätzlich zu beachten? Wir haben nachgefragt.

Mit Abstand am meisten Einsätze verzeichnet man in den Sommermonaten Juli (101) und August (121). Die häufigsten Unfallursachen sind nach wie vor das Ausrutschen, Stürzen und Stolpern im Wandergelände. 51 Prozent der Einsätze betrafen gestürzte und rund 14 Prozent verirrte Personen. Auch das Jahr 2019 hielt für die Einsatzkräfte bereits mehrere Ausrückungen bereit. Mit Stand 13. Juni wurden 314 Personen geborgen, es gab 368 Einsätze in Salzburg.

Gute Planung ist halbe Miete

Die Bergrettung Österreich weist deshalb darauf hin, dass die Planung besonders wichtig ist. Wer selbst keine Lust hat, sich mit Kartenmaterial auseinanderzusetzen, kann auf zahlreiche vorhandene Touren auf Internetportalen oder in Büchern zurückgreifen. Je nach Länge und Höhe der Tour sollte auch die eigene Ausdauer berücksichtigt werden, sodass man nicht auf halber Strecke aufgrund von Erschöpfung nicht mehr weiter kommt.

Zusätzlich dazu sollte immer mindestens eine Person über die Tour und den geplanten Zeitpunkt der Rückkehr Bescheid wissen. Sollte man sich wirklich verirren, kann so zeitnah eine Rettungsaktion eingeleitet werden. Ebenfalls wichtig bei der Planung: Vor Einbruch der Dunkelheit daheim sein, dabei auch eventuelle Zwischenfälle einplanen.

Bergtour: Wetterverhältnisse beachten

Wichtig ist dabei auch ein genaues Studium der Wetterverhältnisse im Vorfeld. Vor allem im Sommer kommt es mitunter punktuell und plötzlich zu Gewittern, da empfiehlt es sich, Abbruchmöglichkeiten mit zu bedenken. Sollte man dennoch in ein Gewitter kommen, sollten Gipfel und Grate schnellstmöglich verlassen werden. Kann man dem Gewitter nicht ausweichen, sollte man im Gelände nach Vertiefungen und Mulden suchen.

Bei Gewitter am Berg hinkauern

Wenn ein solcher Unterschlupf gefunden wurde, sollte man unbedingt die Beine zusammenhalten, um einer Gefahr durch Schrittspannung zu entgehen. Am besten kauert man sich hin und schlingt die Arme um die Beine. Der Rucksack kann als isolierende Unterlage wirken, deshalb setzt man sich am besten drauf.

Richtiges Verhalten im Klettersteig

Gerade Klettersteige sollten bei aufkommenden Gewittern oder unsicherem Wetterbericht gemieden werden. Ein Klettersteig mit seinem Stahlseil und den Stahlbügeln ist nichts anderes, als ein riesiger Blitzableiter. Hier ist die richtige Planung also besonders wichtig. Wird man dennoch von einem Gewitter überrascht, sollte man unbedingt mit dem Stahlseil oder einem Bügel verbunden bleiben: Die Gefahr eines Blitzeinschlags sei nämlich geringer, als die eines Absturzes. Aufgrund von starkem Regen kann es außerdem zu Steinschlägen im Bereich der Felswände kommen.

Ausrüstung: Temperaturen beachten

Bei Touren im Sommer ist die Ausrüstung wohl weniger entscheidend als im Winter, dennoch sollte man auch in den warmen Monaten Haube und Handschuhe dabei haben. Gerade am Gipfel ist man oft windexponiert, je nach Höhe kann auch die Temperatur rasch abnehmen. Dazu sollte man neben dem Handy auch ein Erste-Hilfe-Set dabei haben. Mit in den Rucksack kommt am besten auch noch ein Biwaksack: Er sieht ähnlich aus wie ein Schlafsack und schützt vor Wind, Kälte und Nässe. Sollte man längere Zeit wo ausharren müssen, kann er vor Unterkühlung schützen.

Wenn man diese Punkte vor einer Tour beachtet, steht einem sommerlichen Bergvergnügen nichts im Weg.

(Quelle: SALZBURG24)

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Aufgerufen am 19.09.2019 um 11:29 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/bergtour-im-sommer-darauf-solltet-ihr-achten-58598338

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