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Tipps und Tricks

So shoppt ihr sicher am Black Friday

Vorsicht bei Fake-Shops im Internet

Black Friday, Black Week oder Cyber Monday: Gefühlt dreht sich dieser Tage alles ums Einkaufen. Zumindest wird man online und im Handel mit Schnäppchen und Angeboten gelockt. Aber Vorsicht – es ist nicht alles Gold, was glänzt, wie uns der Konsumentenschutz zu berichten weiß.

Auf der Jagd nach den besten Angeboten kann man in der sogenannten Black Week schnell den Überblick verlieren und am Ende doch mehr ausgeben, als ursprünglich geplant war. Und das wäre in der aktuellen Situation mit Teuerung und gestiegenen Energiepreisen wohl eher kontraproduktiv. „Nicht zu Impulskäufen verleiten lassen“, rät Konsumentenschützerin der Salzburger Arbeiterkammer (AK), Martina Plazer, im Gespräch mit SALZBURG24.

 

Preisvergleich zahlt sich am Black Friday aus

Auch wenn die Menschen auf Schnäppchenjagd wie im Goldrausch die Einkaufscenter stürmen, sei hinter den „Sale“-Plaketten nicht immer alles Gold, was glänzt. „Die Preise können trügen, da der Rabatt oft vom Richtpreis abgezogen wird“, weiß Plazer. Somit kaufe man gar nicht günstiger, sondern zum Normalpreis und merke es gar nicht, weil die Differenz größer ist. Die Konsumentenschützerin rät daher unbedingt, sich vorher zu informieren und Preise zu vergleichen. Spezielle Vergleichsportale würden sich dafür bestens eignen.

 

Welche Produkte sind verbilligt?

„Oft werden auch Ladenhüter oder ältere Produkte billiger verkauft“, erzählt Plazer. Das würde besonders im Elektroniksektor gerne angewandt, berichtet die Vergleichsplattform Geizhals. Handys vom letzten Jahr können am Black Friday in der Regel günstig erstanden werden.

 

Als Kunde sollte man auch stets das Kleingedruckte lesen. „Bei den Rabatten sind oft Produktgruppen ausgenommen“, so Plazer. Dennoch habe man im stationären Handel zumindest die Möglichkeit, die Produkte anzusehen, zur Probe zu tragen und zu überprüfen. So können Mängel erkannt werden und man kauft nur Größen, die auch passen. „Es ist ein geschützter Raum“. Diesen verlasse man, wenn man online einkauft.

Wie erkenne ich Fake-Shops im Internet?

Besondere Vorsicht gilt beim Shopping-Ausflug im Internet. Denn sogenannte Fake-Shops werden immer mehr. Vor dem Kauf sollte man sich daher versichern, dass es sich um seriöse Seiten handelt. Dafür müsse man das Impressum lesen, das unseriöse Seiten oft schnell entlarve. Dabei erkenne man auch, wo der Shop ansässig ist. „Sitzt die Firma in einem Drittland, verliert man als Kunde seinen Konsumentenschutz“, erklärt Plazer.

Fake-Shops im Internet

Auch minderwertige Produkte oder Fälschungen würden über Fake-Shops verkauft werden. Nach der Vorkasse komme dann ein minderwertiger Artikel – sofern er überhaupt kommt. Die Plattform watchlist-inernet listet dubiose und falsche Shops auf. Wer sich unsicher ist, kann sich auch noch vor dem Kauf an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer wenden.

Tipps zum sicheren Online-Kauf

Besondere Vorsicht beim Zahlen: Wird ausschließlich die Zahlung per Vorkasse angeboten, sollte Vorsicht geboten sein. Bietet ein Onlinehändler keine andere Zahlungsmethode an, sollten die Alarmglocken läuten.

Kundenrezensionen nicht blind vertrauen: Kundenbewertungen werden gerne dazu genutzt, um sich ein genaueres Bild vom gewünschten Produkt zu machen. Dennoch sollte man ihnen nicht blind vertrauen, sondern auch auf anderen Seiten Erfahrungsberichte vergleichen. Allerdings können diese Bewertungen auch gefälscht sein, was man allenfalls an sprachlichen Auffälligkeiten erkennen kann.

Preise vergleichen: Geduld macht sich bezahlt: Einige Produkte werden im Laufe ihres Lebenszyklus billiger. Weiters unterliegt Saisonware großen Preisschwankungen. Spielzeug ist zum Beispiel nach Weihnachten meist deutlich günstiger. Preistracking-Tools verwenden: Vergleichsplattformen wie Geizhals.at helfen den günstigsten Händler oder Verkaufslokale zu finden.

Rücktrittsrecht im Onlinehandel: Und falls ihr es euch doch anders überlegt, steht grundsätzlich ein Rücktrittsrecht zur Verfügung, sofern ihr im Internet oder auch im traditionellen Versandhandel gekauft habt. Die Rücktrittsfrist beträgt 14 Tage und beginnt bei Kaufverträgen mit dem Eingang der Ware.

Fake-Shops erkennen: Bei Schnäppchen, die fast zu gut sind, um wahr zu sein, sollte man vorsichtig sein. Oft handelt es sich um sogenannte Fake-Shops, die Vorauskasse verlangen. Ein Blick auf das Impressum oder das Fehlen von serösen Gütezeichen und Zertifikaten decken diese meist schon auf. Am besten nur von bekannten Anbietern oder direkt beim Hersteller kaufen.

Über aktuelle Betrugsmaschen im Zuge der Black Week bzw. des Black Friday konnte die Konsumentenschützerin noch nicht berichten, da diese meistens erst nach dem Kauf bekannt und gemeldet werden.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 04.12.2022 um 05:52 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/black-friday-sicher-shoppen-mit-diesen-tipps-130264042

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