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Black Lives Matter

Salzburgerinnen tanzen mit politischer Message

Dance-Duo "Potpourri" sieht Revolution

Potpourri | Farah & Olivia | Revolution 2020 from Potpourri Crew on Vimeo.

Das Salzburger Tanz-Duo "Potpourri" meldet sich mit einem Video zu den Protesten rund um die Black Lives Matter-Bewegung zu Wort. Uns hat Tänzerin Olivia Mitterhuemer die Überlegungen dazu aufgezeigt und erklärt, wieso das Jahr 2020 für sie eine Revolution darstellt.

Salzburg

Die beiden Salzburgerinnen Farah Deen und Olivia Mitterhuemer haben mit ihrem Dance-Battle Flavourama Streetdance in der Mozartstadt etabliert. Seit mehr als zehn Jahren organisieren sie das erfolgreiche Dance-Off, bei dem Künstler aus aller Welt vertreten sind. An den beiden ging dabei auch die Black Lives Matter Proteste nicht spurlos vorbei.

???? The past few months have given us time and space to reflect, learn and change. ???? 2020 has been a revolution in many...

Gepostet von Flavourama Battle am Freitag, 17. Juli 2020

Mitterhuemer: "Müssen mehr zuhören und lernen"

"Sowohl beruflich, als auch privat haben wir schon lange mit einer Black Community zu tun. Wir haben dabei festgestellt, wie wenig wir als in einer weißen Kultur Lebende darüber wissen und wie sehr wir mehr zuhören und lernen müssen", beschreibt Olivia Mitterhuemer den Zugang zur Black Lives Matter-Bewegung gegenüber SALZBURG24.

Potpourri: Selbstreflektion in Corona-Auszeit

Nach der Corona-Akutphase trafen sich Deen und Mitterhuemer erstmals im Mai wieder seit Wochen zum gemeinsamen Tanzen. Die hinter ihnen liegende Zeit nutzten beide zur Selbstreflektion und Veränderung. Das Tanz-Duo entschied sich dann dazu, die aktuelle "Revolution" in einer Choreographie zum gleichnamigen Song von Tracy Chapman zu thematisieren. "Es ist ein sehr emotionales Lied. Chapman behandelt diverse Themen wie Unterdrückung, Diskriminierung oder soziale Probleme", erklärt Mitterhuemer.

Black Lives Matter: Tanz-Video mit politischer Message

Als nach dem Tod von George Floyd weltweit Proteste gegen Polizeigewalt stattfanden, wollten auch die Salzburger Tänzerinnen ein Zeichen dazu setzen. Mitterhuemer: "Das Video dann zu veröffentlichen, ohne zu den aktuellen Entwicklungen Stellung zu beziehen, fühlte sich nicht richtig an." Also wurde der Tanz als Reaktion auf die Black Lives Matter Bewegung veröffentlicht, der Songtitel "Revolution" passte da fast noch besser.

Jahr 2020 als Revolution

Das bisherige Jahr 2020 sehen die Tänzerinnen dabei gesamt als Revolution: "Corona hat bereits so viel verändert, die ganzen Ausmaße wird man wohl erst 2021 begreifen können. Und die offensichtlichste Revolution ist Black Lives Matter. Dass dabei sogar in Salzburg die Menschen auf die Straße gegangen sind, das war schön zu sehen und inspirierend", beschreibt die Tänzerin die aktuelle Situation.

(Quelle: SALZBURG24)

Tausende bei Anti-Rassismus-Demo in Salzburg

Riesenandrang bei der Anti-Rassismus-Demo in der Stadt Salzburg: Unzählige, vor allem junge Menschen, nahmen an den mittlerweile weltweiten Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus teil. 4.000 Menschen meldet die Polizei aus Salzburg, laut Veranstaltern waren es sogar 7.000.

Die Demonstration begann um 17 Uhr am Mirabellplatz in der Stadt Salzburg. Die Route führte den Protestzug über die Schwarzstraße zum Makartplatz, ehe sie gegen 19.30 Uhr am Alten Markt mit einer Kundgebung endete. Die Organisatoren hatten hunderte Menschen erwartet, die Anzahl wurde deutlich übertroffen.

Wie die Polizei am Abend mitteilte, wurde die geplante Strecke aufgrund der Größe der Teilnehmeranzahl in Absprache mit dem Veranstalter, geändert und statt der Route durch die Innenstadt der Rudolfskai begangen. "Die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter und den Ordner funktionierte außerordentlich gut und sehr engagiert", beschreibt die Polizei den Einsatz. Es gab keine Vorfällen, nahezu alle Teilnehmer verfügten über eine Mundnasenschutz-Maske. Der Müll wurde von den Ordnern in mitgebrachten Müllsäcken weggeräumt.

Demo in Salzburg in Gedenken an George Floyd

Wie die Organisatoren vorab gegenüber SALZBURG24 angaben, wollten die Teilnehmer dem getöteten Schwarzen George Floyd gedenken und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, die gleichen Chancen im Leben bekommen.

#BlackLivesMatter: 50.000 bei Demo in Wien

Bei einer Anti-Rassismus-Demo am Donnerstag in Wien nahmen rund 50.000 Menschen teil. Erwartet wurden lediglich 10.000.

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