Jetzt Live
Startseite Salzburg
bluelightfirestation

Wie sich Salzburgs Floriani gegenseitig Mut machen

Einzigartige Facebook-Challenge geht viral

Salzburgs Feuerwehrhäuser sind dieser Tage immer wieder in Blau gehüllt. Hintergrund ist eine österreichweite Facebook-Challenge, die jetzt auch unser Bundesland erreicht hat. Mit den Bildern will man sich in der Krisenzeit gegenseitig ermutigen und die stetige Einsatzbereitschaft demonstrieren.

Seit einiger Zeit geht unter dem Hashtag #bluelightfirestation eine Challenge der Feuerwehren in ganz Österreich viral. Auch die Salzburger haben sich dieser Aktion angeschlossen und stellen Videos und Bilder ihrer blau erleuchteten Feuerwehrhäuser und Fahrzeuge ins Netz. Gleichzeitig nominieren sie weitere Kameraden.

 

Feuerwehren im Fokus

Die Floriani machen in Zeiten von Corona auf sich aufmerksam – und das zurecht, wie wir finden. Denn die Pandemie setzt auch den Feuerwehren im Land stark zu. Seit einem Jahr sind keine Veranstaltungen, Feierlichkeiten, Bewerbe oder soziale Treffen mehr möglich. Erst seit Kurzem dürfen die Floriani in Kleinstgruppen mit maximal bis zu 22 Mann wieder üben – natürlich unter Einhaltung sämtlicher Corona-Vorschriften, wie Tests und FFP2-Masken. „Ganz ohne Übungen wäre der Einsatzdienst nicht mehr aufrechtzuerhalten. Wir müssen üben“, sagt Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker am Mittwoch im Interview mit SALZBURG24.

Corona belastet auch Feuerwehren

Die Zeit sei im Moment schon belastend, gibt der Feuerwehr-Chef zu bedenken. Denn es werde oft vergessen, dass es bei der Feuerwehr nicht allein ums Einsatzgeschehen gehe, sondern auch sehr stark um soziale Kontakte, Kameradschaft und Freundschaft. „Da ist seit einem Jahr gar nichts mehr möglich, das drückt verständlicherweise auch auf die Stimmung“, sagt Trinker.

Nachwuchssorgen bei den Floriani

Besonders bedauert Trinker, dass der Betrieb bei der Feuerwehrjugend seit einem Jahr quasi komplett stillsteht. „Der Mannschaftsstand stagniert. Das macht mir zwar noch keine Sorgen, aber es gibt mir schon zu denken“, sagt der 53-Jährige, der selbst seit seiner Jugendzeit Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Adnet ist. Salzburgs Feuerwehren zählen derzeit 17.000 Mitglieder, darunter 11.000 Aktive. Über die gesamte Corona-Zeit waren sie stets einsatzbereit – von Bränden, über Verkehrsunfällen, Unwettereinsätzen bis hin zur Betreuung bei den Teststraßen im Land. Die Floriani nahmen und nehmen die erschwerten Bedingungen wie Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht an und genau das wollen sie mit der Challenge auf Facebook zum Ausdruck bringen.

So wird die Aktion auf den jeweiligen Feuerwehrseiten begleitet:

„Hintergrund der Aktion ist, dass auch der Alltag der Freiwilligen Feuerwehren stark durch die Pandemie eingeschränkt ist. Bei uns gibt es durch die Einschränkungen derzeit keinen Übungs- und Ausbildungsdienst, keine Veranstaltungen und auch keine soziale Aktivitäten. Aber auch wir wollen signalisieren: Wir sind weiterhin für Euch alle da! Tag und Nacht, 24 Stunden - 7 Tage - 365 Tage im Jahr einsatzbereit. ???? Wir helfen ehrenamtlich, trotz der Einschränkungen (selbst wenn wir durch unsere Mund-Nasen-Bedeckung etwas anders aussehen als bekannt). ????“

 

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 15.04.2021 um 04:37 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/bluelightfirestation-wie-sich-salzburgs-feuerwehren-mut-machen-100234792

Kommentare

Mehr zum Thema