Jetzt Live
Startseite Salzburg
Trotz Umsatz-einbußen

BMW baut Marktanteil aus

Salzburger Zentrale betreut zwölf europäische Länder

symb_bmw PIXABAY
BMW konnte seinen Marktanteil ausbauen. (SYMBOLBILD)

Von Salzburg aus steuert BMW seine Geschäfte in zwölf europäischen Ländern. Im Jahr 2020 musste der Autohersteller zwar Umsatzeinbußen hinnehmen, konnte jedoch seinen Marktanteil erhöhen.

BMW hat 2020 die Krise am Automarkt auch in Österreich stark zu spüren bekommen. Der Umsatz der BMW Group gab um 16 Prozent auf 5,83 Mrd. Euro nach, die Zahl der Neuzulassungen verringerte sich um 18 Prozent auf 18.381 Stück. Um 19 Prozent reduzierte sich die Anzahl der produzierten Motoren im Werk in Steyr (OÖ). Auf der Positiv-Seite verbuchten die Bayern hierzulande den vierten Platz bei den Neuzulassungen, der Marktanteil stieg von 6,8 auf den Rekordwert von 7,4 Prozent.

Corona trifft BMW stark

"Die Coronakrise hat uns massiv getroffen, aber doch weniger hart als erwartet. Wir waren zum Jahresende gut ausgelastet", so Alexander Susanek, Geschäftsführer des Werkes in Steyr am Donnerstag vor Journalisten. Zu Beginn des Pandemieausbruchs im Frühjahr wurde die Produktion für fünf Wochen heruntergefahren und Kurzarbeit genutzt, mit Ende Juni war diese vorbei. Die Mitarbeiterzahl von 5.200 - davon 4.400 in Steyr - habe nahezu gehalten werden können, es wurden rund eine Million Motoren - statt 1,2 Millionen 2019 - gefertigt.

E-Mobilität nimmt zu

"Weiterhin besitzen rund die Hälfte aller weltweit neu verkauften BMW- und Mini-Fahrzeuge mit einem Diesel- oder Benzinmotor ein 'Herz' aus Österreich, rührte Susanek die Werbetrommel. Für heuer geht er von einer guten Auslastung aus. Steyr gehe immer mehr in Richtung E-Mobilität, wie auch die Produktion für Gehäuse von E-Motoren beweise. "Wir haben die Transformation angestoßen und kräftig investiert", sagte Susanek heute vor Journalisten.

BMW X1 schlägt ein

Christian Morawa, Chef von BMW Austria, sieht den Autobauer ebenfalls mit einem blauen Auge durch die Coronakrise gekommen. Besonders erfreulich habe sich der Motorradsektor mit einem Zulassungsplus von 1,9 Prozent entwickelt. Beim Pkw-Verkauf liege der Anteil der Firmenkunden bei mittlerweile 60 Prozent, wobei auch der Mini hier zugelegt habe. Der BMW X1 sei markenübergreifend das meistverkaufte Premiumfahrzeug hierzulande, 30 Prozent alle Pkw-Neuzulassungen mit Plug-In-Hybrid-Motor seien 2020 auf BMW entfallen. "Im Bereich E-Mobilität konnte die BMW Group ein herausragendes Wachstum von 70 Prozent erzielen und knapp 3.200 vollelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride in Österreich absetzen, rechnete Morawa vor.

Der Sektor "BMW Financial Services" erreichte 2020 einen neuen Rekordwert beim Finanzierungsanteil. "Knapp die Hälfte aller Neukunden von BMW, Mini und BMW Motorrad entschieden sich für eine Finanzierung aus dem Hause", so Morawa bei der Jahrespressekonferenz. Der kombinierte Umsatz der Leasing GmbH und der Bank GmbH stieg demnach um 16 Prozent auf den neuen Spitzenwert von 354 Mio. Euro.

Zentrale in Salzburg betreut zwölf Länder

Morawa betonte die wirtschaftliche Bedeutung der BMW Group für Österreich, die eine der größten Unternehmen des Landes ist und von Salzburg aus auch zwölf südosteuropäische Länder mitbetreut. BMW habe im Vorjahr 367 Mio. Euro in den Standort Österreich investiert. "Im vergangenen Jahr betrug das Einkaufsvolumen der BMW Group bei österreichischen Lieferanten über eine Milliarde Euro, exportiert wurden Güter im Wert von mehr als vier Milliarden Euro, rechnete Morawa vor. In Steyr steht das größte Motorenwerk von BMW weltweit, seit 2003 werden diverse BMW-Modelle bei Magna Steyr in Graz komplettgefertigt.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 13.04.2021 um 02:04 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/bmw-baut-marktanteil-aus-100923448

Kommentare

Mehr zum Thema