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Gipfeltreffen am Freitag

Wie geht's weiter mit der HAK 1 in Salzburg-Lehen?

Ersatzlösung für rund 500 Schüler:innen in Planung

Nach dem Brand der Bundeshandelsakademie (HAK 1) in Salzburg-Lehen ist klar, dass die Schule nach den Sommerferien nicht wie gewohnt aufsperren kann. Weil die Schäden nach dem über 16 Stunden andauernden Feuer zu groß sind, ist zum Schulstart ein Ortswechsel nötig. Ein Gipfeltreffen am Freitag soll Klarheit schaffen über das weitere Vorgehen.

Salzburg

Zwei Tage nach dem verheerenden Brand der HAK 1 in Salzburg-Lehen kommt das ganze Ausmaß des gigantischen Schadens allmählich zum Vorschein. Bevor die Schule am Dienstag behördlich geschlossen wurde, konnten Lehrkräfte einige Unterrichtsmaterialen abholen und die Musikkapelle Hohensalzburg schaffte ihre noch zu benutzenden Utensilien aus dem mit Löschwasser vollgelaufenen Keller ins Freie.

Brand in HAK 1: Suche nach Ursache

Brandermittler der Salzburger Polizei waren gestern gemeinsam mit Behördenvertretern und einem externen Sachverständigen am Ort des Geschehens. Angaben zur Ursache des verheerenden Feuers wurden seitens der Exekutive noch nicht gemacht.

Bislang deutet es jedenfalls darauf hin, dass das Feuer im Zuge von Instandsetzungsarbeiten auf dem Dach ausgebrochen sein dürfte. Die Flammen breiteten sich dann rasch auf der 1.100 Quadratmeter großen Bitumenfläche aus, bis das komplette Dach in Vollbrand stand.

Brennende Schule evakuiert

Sieben Personen – neben dem Schuldirektor auch Verwaltungspersonal und eine Lehrkraft – wurden am Montagmittag rechtzeitig aus dem Inneren der Schule evakuiert. Die rund 500 Schüler:innen hatten bereits Sommerferien.

Die Rauchentwicklung war zeitweise so stark, dass Anrainer:innen dazu aufgefordert waren, die Fenster geschlossen zu halten. Eine Feuerwehrfrau kam mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Spital. Insgesamt standen mehr als 100 Floriani mit schwerem Gerät im Großeinsatz. Das Feuer hatte sich bis ins zweite Obergeschoss durchgefressen und zusammen mit dem aus der Salzach gepumpten Löschwasser für sehr großen Sachschaden in und am Haus gesorgt. Die genaue Höhe des Schadens könne bislang allerdings noch nicht beziffert werden.

Gutachten in Auftrag gegeben

Der Eigentümer und Erhalter, die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), gibt nun ein statisches Gutachten für das schwer beschädigte Gebäude in Auftrag. Mit einem Ergebnis wird in frühestens zwei Wochen gerechnet. Erst danach soll in Abstimmung mit den Behörden entschieden werden, wie es mit dem Schulgebäude aus den 1970er-Jahren weitergehen soll.

Generalsanierung der HAK 1 oder Neubau?

Eine Generalsanierung dürfte nicht nur mehrere Jahre in Anspruch nehmen, sondern auch einen Millionenbetrag verschlingen. Ein Neubau der Schule scheint aus diesem Grund auch möglich zu sein.

Momentan wird nach einer Übergangslösung für den Schulstart am 12. September gesucht. Die Alternative für das schwer beschädigte Gebäude in der Johann-Brunauer-Straße könnte nach den Worten von Daniela Gutschi (ÖVP) eine Containerschule zur Überbrückung sein. "Wir sind jetzt am Sondieren, wo man diese Containerschule hinstellen könnte", sagte die Bildungslandesrätin am Dienstagabend gegenüber "ORF Salzburg heute". Der zur Schule gehörende Sportplatz dürfte wegen bestehender behördlicher Widmungen nicht zur Verfügung stehen. Auch würde sich dann die Frage stellen, wo die Kinder und Jugendlichen den Sportunterricht durchführen sollen.

Weitere mögliche Standorte als Alternative zum vom Brand schwer beschädigten Gebäude der HAK 1 sind bislang unbekannt. Im Bundesland wurde eine solche Containerlösung zur Überbrückung übrigens schon in anderen Bildungseinrichtungen angewendet, wie etwa bei den Volksschulen Seekirchen und Anif (beides Flachgau) und Salzburg-Josefiau.

Ersatzlösung für zwei Jahre?

Am Freitagvormittag gibt es ein Gipfeltreffen zwischen Landesrätin Gutschi, Bildungsdirektor Rudolf Mair, dem Schulleiter der HAK 1 sowie weiteren Vertreter:innen der BIG und Bildungsdirektion, um das weitere Vorgehen abzustimmen und anschließend zu präsentieren – SALZBURG24 wird darüber berichten.

"Mehrere Optionen werden derzeit geprüft", heißt es aus dem Büro von Bildungslandesrätin Gutschi auf SALZBURG24-Anfrage am Mittwochnachmittag. Jedenfalls soll die Ersatzlösung, die voraussichtlich zwei Jahre andauern soll, mit Schulbeginn einzugsbereit sein.

(Quelle: SALZBURG24)

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