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Breite Allianz für die Lehre

Weg zum "lehrlingsfreundlichsten Bundesland"

Salzburg soll zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland Österreichs werden. Dieses Ziel hat sich eine breite Allianz von Politik, Sozialpartnern, Arbeitsmarktservice und Bildungsdirektion zum Ziel gesetzt.

"Die Karrierechancen mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre sind großartig und diese eröffnet alle Möglichkeiten, sowohl im In- als auch im Ausland", sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). "Gute und qualifizierte Fachkräfte sind gefragter denn je und haben exzellente Jobaussichten." Die Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten sei groß, alleine in Salzburg gebe es mehr als 200 Lehrberufe. "Diese Vielfalt, gepaart mit der Möglichkeit der 'Lehre mit Matura' machen die Lehre beziehungsweise den Meister zunehmend attraktiv", ist Haslauer von der hohen Qualität der dualen Ausbildung überzeugt.

Gesamtzahl der Lehrlinge steigt

Die duale Ausbildung hat von 2016 bis Mitte 2019 wieder zugelegt. 2019 nahm in Salzburg laut jüngster Statistik die Gesamtzahl der Lehrlinge in Salzburg mit 8.454 Auszubildenden (2018: 8.422) leicht zu. 2019 drehte sich das Plus bei den Lehranfängern, das 2016 bis 2018 erzielt wurde, jedoch wieder um. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern aller Allianzpartner hat nach einer Analyse der Ausgangslage die Herausforderungen und Potentiale konkretisiert. Darauf aufbauend wurden entsprechende Maßnahmen entwickelt, wobei man sich auf jene Aktivitäten konzentrierte, die gemeinsam im Land Salzburg umgesetzt werden können.

 

Es wurde bereits eine Koordinationsstelle eingerichtet, die dem engen Informationsaustausch zwischen den Allianzpartnern dient, die Vernetzung von Lehrlingen und Lehrstellenanbietern verbessern und aktuelle, zielgruppengerechte Informationen verbreiten soll. "Es geht vor allem darum, die vielfältigen Wege der Berufsmöglichkeiten aufzuzeigen und das Image der Lehre noch weiter zu verbessern. Dafür stehen 150.000 Euro aus dem Arbeitsmarktbudget zur Verfügung", erläutert Landeshauptmann Haslauer.

Vom Land wurden darüber hinaus bereits zahlreiche Initiativen im MINT-Bereich gestartet, die Bildungsberatung und Berufsorientierung in den allgemeinbildenden Pflichtschulen wird forciert und die Kooperation zwischen Wirtschaft, Bildungsdirektion und Pädagogischer Hochschule intensiviert. Beispiele dafür sind das Gütesiegel Bildungs- und Berufsorientierungsfreundliche Schule (GBOS) oder die Dualen Akademien.

Berufsschulen als Vorreiter und Impulsgeber

"Eine wichtige Rolle bei unserem Vorhaben, Salzburg zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland zu machen, spielen die Berufsschulen. Hier wollen wir die bestmögliche Infrastruktur zur Verfügung stellen. Das Investitionsbudget wurde in diesem Bereich deshalb, allein für das Jahr 2020, auf mehr als 4,1 Millionen Euro aufgestockt", so Bildungslandesrätin Maria Hutter (ÖVP). Während der vergangenen Jahre wurden die meisten Berufsschulen und die dazugehörigen Internate bereits modernisiert und sowohl technisch, als auch pädagogisch auf den letzten Stand gebracht. Dabei werden die Gebäude auch energieeffizient saniert und nachhaltig klimafit gemacht. "Um einen bestmöglichen Lehr- und Lernerfolg zu gewährleisten, haben wir die Klassengröße auf 18 Schüler reduziert, flächendeckend Computer-Lernplätze eingeführt und für jeden Lehrer einen eigenen Arbeitsplatz eingerichtet. Damit sind wir Vorreiter und Impulsgeber, denn das bietet in Salzburg kein anderer Schultyp", freut sich Landesrätin Hutter.

Manche Jugendliche brauchen mehr Zeit und manche neue, angepasste Lehrmodelle wie etwa die verlängerte Lehre. Dadurch steht mehr Zeit zu Verfügung, die Lehre regulär abzuschließen oder die Teilqualifizierung zu erlangen, welche die Lehrlinge befähigt, Teile des Berufsbildes qualifiziert auszuführen.

Je nach Anrechnung kann die Lehre für Erwachsene in der verkürzten Lehrzeit erfolgen. Lehrlinge, die älter als 18 Jahre sind, bekommen den Hilfsarbeiterlohn und das AMS zahlt eine Förderung an den Betrieb. "Die Absolvierung einer Lehre ist somit auch für über 18-Jährige leistbar und durchaus sinnvoll, eine Win-Win-Situation für Arbeitsuchende und Betriebe gleichermaßen. Durch zahlreiche intensive Beratungsgespräche im vergangenen Jahr konnte die Zahl der Erwachsenenlehre um rund 30 Prozent gesteigert werden: Von November 2018 bis November 2019 haben sich 205 Erwachsene dazu entschlossen", berichtet AMS-Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer.

Salzburgs Erfolgsmodell "Lehre mit Matura"

Mit dem Rückenwind der breiten und vielfältig aufgestellten Salzburger Allianz für die Lehre sieht WKS-Präsident Manfred Rosenstatter große Chancen, der für die Wirtschaft so wichtigen dualen Ausbildung weiteren Schwung zu verleihen. So soll das in Salzburg von den Sozialpartnern WKS und AK getragene Projekt "Lehre mit Matura" seine führende Position in Österreich weiter ausbauen. In keinem anderen Bundesland absolvieren mehr Teilnehmer (in Salzburg 16 Prozent im Verhältnis zur jeweiligen Gesamtlehrlingszahl des Bundeslandes) diese Ausbildung.

(Quelle: SALZBURG24)

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