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Schärferes Vorgehen gegen Airbnb gefordert

20180614_PD17803.HR.jpg AFP/Toshifumi Kitamura/Archiv
Im Land Salzburg gibt es seit zwei Monaten einen Vorschlag für schärfere Regeln im Umgang mit Airbnb & Co. 

Die Tourismusbranche schießt sich auf Buchungsplattformen wie Airbnb ein und verlangt eine Registrierungspflicht sowie schärfere Kontrollen bei den Steuerabgaben.

"Dieser vollkommen unregulierte Markt wächst vor unseren Augen in einem Ausmaß, wo man als Verantwortungsträger nicht mehr wegschauen kann", so Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, per Aussendung.

Vorschlag für schärfere Regeln in Salzburg

Nachdem Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Wochenende eine Registrierungspflicht und eine Verschärfung des Nächtigungsabgabegesetzes verlangt hatten, ziehen die österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV), der Fachverband für Hotellerie und die Tourismussparte der WKÖ nach. Im Land Salzburg gibt es seit zwei Monaten einen Vorschlag für schärfere Regeln.

ÖVP für neues Nächtigungsabgabengesetz

Das neue Salzburger Nächtigungsabgabengesetz befindet sich derzeit in Begutachtung. Für die Salzburger ÖVP ist dies „ein wichtiger Schritt, um hier aktiv etwas gegen die Buchungsplattformen unternehmen zu können“, heißt es am Montag vom Büro Preuner gegenüber SALZBURG24. In Kraft treten könnte das Gesetz schon mit 1. Juli 2019.

SPÖ weiter für verpflichtende Registrierung

Auch die Salzburger SPÖ fordert bezüglich Airbnb weiter eine verpflichtende Registrierung und Vereinbarungen mit den Plattformen: „Wenn das Land nun ein neues Gesetz mit Registrierungspflicht vorlegt, begrüßen wir das“, so SPÖ-Gemeinderat Hermann Wielander in einer Aussendung am Montag.

Airbnb: KPÖ für Verbot

Noch schärfer gegen Airbnb & Co. will die KPÖ in der Stadt Salzburg vorgehen. Laut Aussendung habe der Anbieter demnach nichts mehr mit der Grundidee des „Home-Sharing“ zu tun. Über Airbnb werde vorrangig Geld verdient, was die Wohnpreise in die Höhe treibe. „In Anbetracht der Wohnungsnot ist es Zeit, zur Notwehr zu greifen und Airbnb aus der Stadt zu schmeißen“, fordert KPÖ-Spitzenkandidat Kay-Michael Dankl am Montag.

Hoteliervereinigung: Gesetzesvorschlag an Regierung

Die ÖHV habe der Regierung bereits einen Gesetzesvorschlag unterbreitet, der Vermietern Rechtssicherheit garantieren, öffentliche Einnahmen generieren und einen Überblick über den Markt schaffen soll. Außerdem sollen bessere Voraussetzungen für die Kontrolle und Verfolgung von Steuervergehen im In- und Ausland geschaffen werden, schreibt Reitterer.

(APA/SALZBURG24)

(Quelle: SALZBURG24)

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