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Betreiber rechnen mit Ansturm

Camping-Trend in Salzburg ungebrochen

"Ohne fixe Reservierung geht gar nichts mehr"

Wohnwagen, Camping, Campen, SB Pixabay/CC0
Im Land Salzburg gibt es etwa 50 Campingplätze. (SYMBOLBILD)

Campingplatz statt Fernreise: Der Trend, den Urlaub an heimischen Seen oder Bergen zu verbringen, ist ungebrochen. Mit den großangelegten Corona-Öffnungen ab Mittwoch erwarten die zahlreichen Anbieter einen regelrechten Gäste-Ansturm. Experten rechnen damit, dass die Nachfrage in der Hauptsaison größer als das Angebot sein wird – auch in Salzburg.

Sankt Martin bei Lofer, Seekirchen am Wallersee

Die meisten der ca. 600 Campingplätze Österreichs liegen in Kärnten, es folgen Tirol und die Steiermark. Das Land Salzburg zählt etwa 50 Plätze für Camper – der wohl bekannteste ist der mehrfach prämierte Grubhof in St. Martin bei Lofer (Pinzgau). "Die Nachfrage für das anstehende Pfingst-Wochenende ist trotz der bescheidenen Wettervorhersage riesig", sagt Robert Stainer im SALZBURG24-Telefoninterview am Dienstag.

Zutritt auf Campingplatz mit 3-G-Regel

"Wir freuen uns aufs Aufsperren, kämpfen aber tagtäglich mit den offenen Fragen und Unsicherheiten unserer Gäste." Vor allem Urlauber aus Deutschland hätten viele Fragen zu den Corona-Tests, weil sie damit noch keine großen Erfahrungen gemacht hätten. Zutritt auf die Campingplätze gibt es am Mittwoch nämlich nur nach der 3-G-Regel, also nur Geimpfte, Genesene oder Getestete kommen rein. Neben den Testangeboten der Gemeinden gibt es notfalls auch die Möglichkeit der Selbsttests mit QR-Code an der Rezeption des Campingplatzes. Ausländische Gäste müssen den Nachweis beim Grenzübertritt nach Österreich erbringen.

 

Eine Übersicht der Campingplätze in Salzburg findet ihr HIER.

Große "Vorfreude" auch in Seekirchen

"Voller Vorfreude“ zeigte sich auch Christian Priewasser von Camping Seekirchen (Flachgau) gegenüber S24. Die Stellplätze am Strandbad am Wallersee seien über Pfingsten restlos ausgebucht. "Es stellt sich uns nur die Frage, ob auch tatsächlich alle Gäste bei dem grauen und verregneten Wetter kommen", rätselt Priewasser. Bei den beiden Salzburger Campingplätzen sei die Buchungslage für die anstehende Saison grundsätzlich sehr gut.

Sommerurlaub frühzeitig organisieren

Beim Campingclub Österreich geht man ebenfalls davon aus, dass heuer – so wie schon im letzten Jahr – der Schwerpunkt der Urlaubsreisen in Österreich liegen wird: "Beliebte Tourismusregionen wie Seen und Berge sind stark nachgefragt, etwas abgelegene Campingplätze haben noch mehr Kapazitäten frei", schildert Campingclub-Präsident Tomas Mehlmauer auf S24-Anfrage. "Jetzt ist es aber notwendig, um sich um seinen Sommerurlaub zu kümmern."

 

Denn die Corona-Pandemie habe den Trend zum Campen nochmals verstärkt, obwohl sich die Urlaubsform schon bereits vorher steigender Beliebtheit erfreute. Denn schon vor Corona konnten jährlich zweistellige Zuwachsraten erreicht werden. "Vor etwa zehn Jahren war es in Österreich noch so, dass man ohne Reservierung auf jedem Campingplatz einfach einen Stellplatz bekommen hat", erinnert sich Priewasser von Camping Seekirchen. "Heute geht ohne fixe Reservierung gar nichts mehr." Im letzten Jahr habe der Fokus der Gäste am Wallersee auf den Sommerferien gelegen. "Täglich mussten wir Leuten absagen, weil wir voll waren."

Campen boomt während Corona

Aber was sind die Gründe für den Mega-Trend? Grundsätzlich würden viele Camping-Enthusiasten ein besonders großes Freiheitsgefühl mit dieser Urlaubsform verbinden. "Corona hat die Sehnsucht zur Natur und zum Outdoor-Erlebnis nochmals verstärkt", meint Stainer vom Grubhof. "Beim Campen hat man seine eigene Unterkunft dabei und kann alles selbst gestalten."

SB, Flughafen, Flugzeug.jpg SALZBURG24/Wurzer

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Schließlich kann jederzeit weitergefahren oder angehalten werden. Gepunktet wird ebenfalls mit der Naturverbundenheit. "Bei Campern handelt sich oft um besonders outdoor-affine Urlauber", weiß Mehlmauer.  

Covid-19-konformes Reisen

Darüber hinaus sei der Camping-Urlaub in den letzten Jahren sehr facettenreich geworden. "Die Betreiber haben viel Geld in Infrastruktur investiert und damit verbundenen Angebot stark ausgeweitet", weiß der Campingclub-Präsident zu berichten. Viele Campingplätze bieten verschiedene Mietunterkünfte wie Bungalows, sogenannte Glamping-Zelte oder Baumhäuser. Zudem gibt es spezielle Angebote für Familien, Ältere oder auch Tierbesitzer. "Im Camping-Urlaub kann ich mit einem Campingfahrzeug autark unterwegs sein, ich habe also die Möglichkeit im Fahrzeug zu essen, zu schlafen und eine Nasszelle zu benutzen", führt Mehlmauer aus. Wenn es gewollt ist, kann der nähere Kontakt mit anderen Urlaubern auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Eng könne es am Campingplatz lediglich bei der Rezeption, an Sanitäranlagen oder Gemeinschaftsumkleiden kommen.

Enorme Nachfrage reißt nicht ab

Mehlmauer geht davon aus, dass der Trend jedenfalls weiter anhält und lange nicht gebrochen sein wird: "2021 erwarten wir eine ähnliche Saison wie letztes Jahr, natürlich abhängig von eventuellen Schließungen der Camping- und Stellplätze sowie den allgemeinen Einschränkungen aufgrund von Corona."

Die Nachfrage wird – da sind sich alle einig – in der Hauptsaison auch heuer wieder größer als das Angebot sein.

(Quelle: SALZBURG24)

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