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Zwischen 8 und 90 Euro

Große Preisunterschiede beim Christbaum

Das ist beim Weihnachtsbaum-Kauf zu beachten

Festlich geschmückt gehört eine Tanne für viele Salzburgerinnen und Salzburger zu Weihnachten ohne Frage dazu. Beim Christbaumverkauf prallen jedoch die Extreme aufeinander: Zwischen acht und 90 Euro kosten die begehrten Bäume im Advent.

Ausschlaggebend für den Preis vor allem die Qualität des Baums – sprich Wuchsform –, weniger die Größe. „Wer sparen will, dem raten wir, die Augen offen zu halten und Preise zu vergleichen“, so Christian Obermoser, Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Salzburg, am Freitag in einer Aussendung. Erfreulich: Regionalität ist Trumpf – lediglich an zwei von 34 Standorten war kein heimischer Baum zu finden.

 

Preise für Christbäume klar gestiegen

Während die Durchschnittspreise aller Größen- und Qualitätskategorien im Vergleich zum Vorjahr mit einem Anstieg von 5,68 Prozent über der Inflation liegen, beträgt die Teuerung bei der günstigsten Qualität nur 0,77 Prozent. Auch die Preisspannen sind enorm: Die billigste Tanne mit 1,5 Meter gibt es bereits um acht Euro. Für den teuersten Baum in dieser Größe müssen 50 Euro hingeblättert werden.

 

Die AK hat bei 34 Verkaufsständen in Stadt und Land (Flachgau und Tennengau) Salzburg die Preise für Christbäume analysiert. Für die gängigen Größen bei Nordmanntannen gibt es folgende Ergebnisse:

  • bis zu einem Meter: die billigste Tanne (Aktionsware) acht, die teuerste 35 Euro (Durchschnittspreis 20,87 Euro). Preisspanne: 337,5 Prozent.
  • bis zu 1,5 Meter: die billigste Tanne ebenfalls in Aktion acht, die teuerste 50 (Durchschnittspreis 26,59 Euro). Preisspanne: 525 Prozent.
  • bis zu zwei Meter: die billigste Tanne 19, die teuerste 64,90 Euro (Durchschnittspreis 39,10 Euro). Preisspanne: 241,58 Prozent.
  • bis zu 2,5 Meter: die billigste Tanne 19, die teuerste 90 Euro (Durchschnittspreis 52,17 Euro). Preisspanne: 432 Prozent.
 

Vergleichen lohnt sich

„Im Extremfall (1,5 Meter) bis zu 42 Euro Unterschied bzw. 525 Prozent zwischen dem teuersten und dem günstigsten Angebot zeigen, dass es sich lohnt, die Augen offen zu halten“, sagt Obermoser.

Apropos Preise: Zusatz-Services wie Einnetzen und Zuspitzen der Bäume ist bei mehr als der Hälfte der erhobenen Anbieter im Kaufpreis inbegriffen. 14 der 34 Verkaufsstände berechnen dafür zwischen zehn Cent und 1,10 Euro. Allerdings wird das Zuspitzen nicht überall angeboten.

Qualität vor Größe

Die teils enormen Preisspannen lassen sich vor allem auf Qualitätsunterschiede zurückführen, weniger auf die Größe. „Möchte man einen Baum, der rundum gleichmäßig, bzw. durchgängig formschön ist, wird man wohl bei den günstigsten Angeboten schwer fündig werden“, gibt Obermoser zu bedenken.

Wurden früher Christbaumpreise sehr häufig ganz einfach anhand von Größenkategorien festgesetzt, kommt der Qualität bei der Preisgestaltung seit einigen Jahren immer mehr Bedeutung zu. Lediglich an neun von 34 Standorten erfolgt die Preisgestaltung nur nach Größe. Mehr als zwei Drittel der untersuchten Betreiber bieten unterschiedliche Qualitätskategorien an. Die beste Qualität ist dabei im Schnitt mehr als die Hälfte teurer, als die günstigste Variante (+57,88 Prozent)

Wenn das Lockangebot nicht gefällt

Wer bei der Christbaumsuche sein Hauptaugenmerk aufs Haushaltsbudget richtet und einen möglichst günstigen Baum (zwischen acht und 15 Euro) erstehen möchte, der wird unter Umständen bei den großen Möbel- und Bauhäusern fündig. Aber Achtung: Auch an den vermeintlich günstigen Standorten werden Premium-Bäume angeboten. Wenn das Lockangebot nicht zusagt, kann es teuer werden.

Beispiel Möbelhäuser: Aktionsbaum um acht Euro, Premiumbaum der gleichen Größe um 35 Euro. „Hier kostet der 1m-Baum in Premiumqualität gleich mehr als das Vierfache“, so der AK-Konsumentenschützer.

symb_christbaum symb_weihnachtsbaum Pixabay
(SYMBOLBILD)

So erkennt ihr den perfekten Christbaum

Bei vielen spielt sich das Weihnachtsfest rund um den Christbaum ab. Will man einen Baum, der möglichst lange frisch aussieht, gilt es beim Kauf und Transport ein paar Dinge zu beachten.

Tipps und Tricks zum Christbaumkauf

  • Den Baum vor dem Kauf kurz schütteln, verliert er bereits Nadeln, besser nicht kaufen.
  • Das Holz unter der Rinde sollte feucht sein. Die Schnittstelle am Stamm sollte weiß bzw. hell und nicht verharzt sein.
  • Heimische Bäume kaufen, das bedeutet alleine schon durch geringere Transportwege einen Beitrag zum Klimaschutz.
  • Der gekaufte Baum sollte kühl (je kühler, desto besser) und bei hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden.
  • Beim Aufstellen den Baum besser im Netz belassen und erst nach der Fixierung das Netz entfernen (von unten nach oben).
  • Den Baum in einen, mit Wasser gefüllten, Christbaumständer geben und vorher beschneiden. Er benötigt je nach Zimmertemperatur zwischen zwei bis vier Liter Wasser am Tag.

Christbäume richtig transportieren

Immer wieder kommt es vor, dass der gekaufte Christbaum nicht ins Auto passt, so wie man es gerne hätte. Viele pfeifen dann auf die Regeln der Verkehrssicherheit und transportieren den Christbaum unorthodox: Am Beifahrersitz, wo er dem Fahrer die Sicht raubt und ihn in der Bewegungsfreiheit einschränkt. Oder zwischen den Vordersitzen liegend, wodurch das Angurten und Bedienen der Gangschaltung unmöglich sind. Und ragt er sogar aus der offenen Heckklappe, stellt der Baum auch eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar. Hier ein paar Tipps der Verkehrs-Experten von ARBÖ und ÖAMTC in Sachen sicherer Christbaum-Transport:

  • Transportieren Sie den Baum im Fahrzeuginneren, ist darauf zu achten, dass die Sicht und Bewegungsfreiheit des Lenkers nicht eingeschränkt werden. Tipp: Um eine Verschmutzung der Sitzpolster durch Harz zu vermeiden, eine Plane oder Decke unterlegen.
  • Wird der Baum am Dach transportiert, am besten mit einem breiten, widerstandsfähigen Gewebeband mit Metallverschluss auf dem Dachträger festmachen. Ein Unfall mit einem unzureichend fixierten Baum, kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
  • Ragt der Baum mehr als einen Meter über das Fahrzeug hinaus, ist eine Kennzeichnung erforderlich. Die dafür notwendige Tafel ist 25 x 40 cm groß, weiß, mit fünf Zentimeter breitem, rotem, rückstrahlendem Rand.
  • Für eine 'überlange' Christbaum-Fuhre bei Dunkelheit und Dämmerung, ist nach vorne in Fahrtrichtung eine weiße, nach hinten eine rote Beleuchtung vorgeschrieben.
  • Das Gefährt wird zur Langgutfuhre, wenn der Baum um mehr als ein Viertel der Fahrzeuglänge hinausragt. Dann gilt auf Freilandstraßen ein Tempolimit von 50 km/h sowie 65 km/h auf Autobahnen und Autostraßen.

Christbaumbrand SALZBURG24/SCHUCHTER
S24-Selbstversuch mit der Feuerwehr Henndorf.

So brandgefährlich ist ein Christbaum

Ein festlich geschmückter Christbaum gehört für viele Salzburgerinnen und Salzburger zu Weihnachten dazu. Die mit Kerzen beleuchtete Tanne kann jedoch innerhalb kürzester Zeit zur Gefahr werden. …

Advent, Advent, der Christbaum brennt

Jahr für Jahr kommt es in der Weihnachtszeit zu Wohnungsbränden, deren Auslöser Adventkränze oder Christbäume sind. Wer die folgenden Tipps beherzigt, ist auf der sicheren Seite:

  • Adventkranz oder Weihnachtsbaum nicht unmittelbar auf oder neben brennbaren Stoffen, beispielsweise Vorhängen, aufstellen.
  • Kerzen sollten in sicherer Entfernung von Zweigen und Christbaumschmuck angebracht werden. Auch elektrische Kerzen haben übrigens ihren Reiz (auf das ÖVE- oder VDE-Sicherheitszeichen achten).
  • Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen.
  • In unmittelbarer Nähe des Christbaumes – jedoch keinesfalls hinter dem Baum – einen Kübel Wasser bereithalten. Erfahrungsgemäß dauert es im Brandfall viel zu lange, bis ein Gefäß gefunden und mit Wasser befüllt wird.
  • In beheizten Räumen trocknet das Reisig der Christbäume schnell aus. Nach dem Neujahrstag sollten daher keine Kerzen mehr entzündet werden.
(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 26.06.2022 um 09:56 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/christbaum-kauf-das-ist-zu-beachten-114159469

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