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Hilfe aus der Luft

C6-Team vier Mal täglich im Einsatz

Schlaganfälle am häufigsten

Christophorus 6 ÖAMTC
Die C6-Crew im Einsatz (v.l.): Flugretter Wolfgang Beran, Pilot Tom Brändle und Notarzt Wolfgang Fleischmann

18 Jahre nach Inbetriebnahme flog der in Salzburg stationierte ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 6 Anfang Dezember seinen 20.000. Einsatz. Die Crew eilte in den Flachgau, um einem Patienten mit einer allergischen Reaktion nach dem Verzehr von Nüssen zu helfen. Im Schnitt hebt der Heli vier Mal täglich ab.

Am 1. April 2001 begann für Salzburg eine neue Ära in der Flugrettung. Ab diesem Zeitpunkt übernahm der ÖAMTC mit dem gelben Notarzthubschrauber Christophorus 6 den Flugrettungsdienst vom Innenministerium. Die Zahl der jährlich geflogenen Einsätze hat sich in den vergangenen 18 Jahren beinahe verdoppelt. "Die 20.000 Einsätze belegen die Bedeutung des ÖAMTC-Flugrettungsstandortes in Salzburg", sagt Pilot und Stützpunktleiter Tom Brändle. "Über 1.400 Einsätze im Jahr machen Christophorus 6 zu einem unverzichtbaren Bestandteil eines modernen Rettungssystems im Salzburg."

Drei Minuten zwischen Alarmierung und Start

Der am Salzburger Flughafen stationierte Notarzthubschrauber fliegt mit einer Drei-Mann-Besatzung. „Retten ist Teamarbeit, die Crew ist perfekt aufeinander abgestimmt“, sagt Pilot Brändle. Die Notärzte unter der Führung von Wolfgang Fleischmann kommen aus dem Landeskrankenhaus und dem Unfallkrankenhaus in der Landeshauptstadt. Unterstützt werden die drei Piloten und 25 Notärzte von sechs Flugrettern des Roten Kreuzes rund um Roland Rathauscher. An 365 Tagen im Jahr ist die Crew maximal drei Minuten nach der Alarmierung in der Luft. Im Schnitt vergehen nicht mehr als 13 Minuten, bis Christophorus 6 am Notfallort eintrifft. Das Einsatzgebiet umfasst rund 500.000 Menschen, die auf rasche Hilfe aus der Luft zählen können. "Durch die rasche notärztliche Versorgung direkt am Unfallort steigen die Überlebenschancen des Patienten und auch die Wahrscheinlichkeit, das Unglück ohne Spätfolgen zu überstehen", erklärt der leitende Notarzt Wolfgang Fleischmann.

Schlaganfälle und Herzinfarkte am häufigsten

Internistische und neurologische Notfälle sind der häufigste Grund für die Alarmierungen. Rund 40 Prozent aller Einsätze erfolgen nach Schlaganfällen oder Herzinfarkten. Mit Abstand folgen Einsätze nach Unfällen, die sich in der Freizeit, bei der Arbeit, in der Schule oder im Umfeld des eigenen Hauses ereignet haben. Sieben Prozent der Einsätze erfolgten nach Unfällen im Straßenverkehr.

Christophorus 6 täglich ab 7 Uhr einsatzbereit

Der ÖAMTC-Hubschrauber Christophorus 6 ist täglich zwischen sieben Uhr und dem Einbruch der Dunkelheit einsatzbereit. Wenn ein Einsatz des Hubschraubers wetterbedingt nicht möglich ist, rücken Notarzt und Sanitäter mit einem Einsatzfahrzeug, das ebenfalls am Stützpunkt stationiert ist, aus.

Im Bundesland Salzburg führt das Rote Kreuz im Auftrag des Landes die Organisation der Flugrettung durch. „Über die mittlerweile seit 2012 bestehende Kooperation mit den Flugrettungsbetreibern freuen wir uns sehr. Die Zusammenarbeit funktioniert ausgezeichnet zum Wohl der Patienten“, so Landesrettungskommandant Anton Holzer.

(Quelle: SALZBURG24)

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