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Hohe Corona-Zahlen

Salzburger Gemeinden drohen weitere Ausreisetests

Ebenau und Radstadt stehen unter Beobachtung

Nachdem in den Tennengauer Gemeinden St. Koloman, Adnet und Annaberg-Lungötz bereits Ausreisekontrollen eingeführt wurden, stehen mit Ebenau (Flachgau) und Radstadt (Pongau) zwei weitere unter genauer Beobachtung. Grund dafür sind die wieder steigenden Corona-Zahlen.

Ebenau, Radstadt

Im Bundesland Salzburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erneut gestiegen. Die Siebe-Tage-Inzidenz erreichte am Montag einen Wert von 398,6. Bisher wurden 60.845 Personen positiv auf Covid-19 getestet, das sind um 806 mehr als am vergangenen Freitag.

Laut EMS sind aktuell 2.994 Personen (plus 409) mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Coronapatienten im Krankenhaus ist auf 75 gestiegen, davon werden 15 Infizierte auf der Intensivstation betreut.

symb_coronavirus symb_teststraße symb_coronatest APA/HELMUT FOHRINGER
(SYMBOLBILD)

2.850 Corona-Neuinfektionen am Montag

In Österreich wurden am Montag laut Innen- und Gesundheitsministerium 2.850 Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnet. 225 neue Fälle kamen im Bundesland Salzburg dazu.

Weitere Aureisekontrollen in Salzburg?

Im Bezirksvergleich war am Montag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 628 im Tennengau am höchsten, gefolgt vom Flachgau mit 574,9 und dem Pongau mit 390,7. Im Tennengau gelten derzeit für drei Gemeinde Ausreisebeschränkungen, und zwar für St. Koloman, Adnet und Annaberg-Lungötz. Womöglich kommen noch weitere Gemeinden im Land Salzburg dazu. Vor allem die Gemeinden Ebenau im Flachgau und Radstadt im Pongau stehen unter genauer Beobachtung, wie ein Sprecher von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Montag auf APA-Anfrage erklärte. Ebenau weise derzeit die höchste Inzidenz im Land auf.

Adnet FMT-Pictures/M.W.

Warum braucht es Ausreisekontrollen?

Seit gestern gelten Ausreisekontrollen in St. Koloman, ab morgen in den weiteren Tennengauer Gemeinden Adnet und Annaberg. Ihr habt uns dazu mehrmals gefragt, warum das nötig sei. SALZBURG24 …

Bilanz der Lollipop-Tests

Um Corona-Fälle herauszufiltern, sind seit 27. September in 609 Salzburger Kinderbetreuungseinrichtungen freiwillige und kostenlose Lollipop-Tests angeboten worden. Nach vier Wochen zog die ressortzuständige Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS) am Montag Bilanz. Mit Stand von 22. Oktober waren von rund 18.000 PCR-Abstrichen zwei Proben positiv. Indes ist die Zahl der Corona-Infizierten im Bundesland gestiegen. Über Ausreisebeschränkungen für weitere Gemeinden wird derzeit nachgedacht.

Klambauer Lutscher-Tests Kindergärten LAND SALZBURG/NEUMAYR/LEOPOLD
Diese Woche laufen die PCR-Tests mittels Lutscher an den Kindergärten an. 

Startschuss für PCR-Lutscher an Kindergärten

Kinder können noch nicht gegen Corona geimpft werden, sind aber mögliche Überträger. Deshalb können Kinder in Kindergärten ab sofort mittels Lutscher-PCR-Test auf eine Infektion getestet werden.

Eine Weiterführung der Lollipop-Tests in den Kinderbetreuungseinrichtungen sei derzeit nicht geplant, informierte die Landeskorrespondenz. Das unkomplizierte Screening habe gezeigt, dass das Infektionsgeschehen in den Kindergärten sehr gering ist, erklärte Klambauer. Die Lutschertests sind für Kleinkinder ab einem Jahr geeignet. Eltern führten mit ihren Kindern einmal pro Woche einen Test durch, der im Kindergarten abgegeben und dann vom Laborteam abgeholt und ausgewertet wurde. Das Ergebnis kam direkt auf das Handy der Eltern.

(Quelle: APA)

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