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Verteilung klappt

Salzburg startet mit Corona-Impfung

Erste Dosis in Liefering gespritzt

Das Bundesheer hat am Sonntagvormittag Corona-Impfdosen an das medizinische Personal der Senioren-, Pflege-und Wohnheime in Graz, Salzburg, Mieming (Tirol), Dornbirn und Bregenz übergeben. Somit ist die Verteilung der ersten Lieferung der Vakzine abgeschlossen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Salzburg

96 Dosen des Corona-Impfstoffs sind in Salzburg eingetroffen. „Es ist der Auftakt zur Umsetzung unseres Corona-Impfplans in Salzburg. Größere Mengen an Impfstoff erwarten wir dann Mitte Jänner. Sobald diese da sind, werden wir die Impfungen in Seniorenwohnheimen fortsetzen und sie in Spitälern, Gesundheitseinrichtungen und Betreuungseinrichtungen aufnehmen“, informiert Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) in einer Aussendung.

Seniorenwohnhaus Liefering macht den Anfang

Am Sonntag wurden Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenwohnhauses Liefering sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen Covid-19 geimpft. Randolf Messer, ärztlicher Leiter der städtischen Senioreneinrichtungen, nahm die erste Impfung an seinem Kollegen Leonhard Hofer, der als Arzt am Seniorenheim tätig ist, vor. „Noch nie sind in der Medizin in so kurzer Zeit so viele Ressourcen in die Entwicklung eines Impfstoffs geflossen. 44.000 Testpersonen waren eingebunden“, weiß Messer. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer muss mit großer Vorsicht transportiert und bei minus 70 Grad gekühlt werden. Vor Verabreichung muss er zwischen plus zwei und Grad aufbewahrt werden. Ist er erst einmal in der Impf-Phiole, muss er innerhalb von fünf Stunden verabreicht werden.

„Ich bin nervös wie am ersten Schultag“, gesteht Seniorenwohnhaus-Leiterin Andrea Sigl. „Ein wirklich hartes Jahr liegt hinter uns. Umso mehr freue ich mich jetzt über den Impfstart“, erklärt Sigl. Die 96 Dosen reichten genau aus, denn es hätten sich viele Freiwillige in der Einrichtung gemeldet, hieß es vom Land Salzburg.

Hagenauer: "Impfung schafft Sicherheit"

„Die Corona-Pandemie hat uns seit März dieses Jahres extrem gefordert. Dass jetzt mit den Impfungen begonnen werden, gibt Hoffnung für das kommende Jahr. Wir alle wollen so etwas wie Normalität erlangen. Das kann nur mit der Impfung erreicht werden“, sagt Stöckl. Sozialstadträtin Anja Hagenauer (SPÖ) sagt zu den ersten Impfungen im Seniorenwohnhaus: „Testen schafft Klarheit und die kommende Impfung schafft Sicherheit. Wir werden gemeinsam mit dem Land die Impfstrategie für unsere Senioreneinrichtungen so rasch und professionell wie möglich umsetzen.“

Am Vortag war die erste Lieferung von 9.750 Impfdosen des Corona-Impfstoffes bei einem Pharmagroßhändler in Wien in Empfang genommen worden. Im Anschluss wurden die Vakzine umverpackt und unter anderem vom Österreichischen Bundesheer ausgeliefert.

Bundesheer liefert Corona-Impfstoff aus

Um 23.00 Uhr erfolgte die Beladung der Bundesheer-Fahrzeuge in Wien. Anschließend wurden die Vakzine von Soldaten des Transportmanagements des Bundesheeres zu ihren Bestimmungsorten gebracht. Die Zustellung zum Endverbraucher erfolgte im "Schneeballsystem" durch Soldaten von Verbänden aus den jeweiligen Bundesländern. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) dankte den involvierten Soldaten und Zivilbediensteten, "für weitere Aufgaben stehen wir bereit".

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Erste Corona-Impfungen in Österreich verabreicht

Corona-Impfung in Wien APA/GEORG HOCHMUTH
Die ersten Vakzine wurden in Wien an Risikopatienten verabreicht.

Am Sonntag startet die größte Impfaktion der österreichischen Geschichte. Um 9.00 Uhr waren drei Frauen und zwei Männer über 80 Jahre die ersten, die in Österreich gegen das Coronavirus geimpft wurden.

Den Risikopatienten wurde an der MedUni Wien die erste von zwei Impfdosen verabreicht. Durchgeführt werden die ersten Injektionen von Ursula Wiedermann-Schmidt, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Vakzinologie und Vorsitzende der österreichischen Impfkommission, sowie dem Präsidenten der Österreichischen Ärztekammer, Thomas Szekeres. Österreich startet mit der Immunisierung zeitgleich mit der EU.

Die allererste Spritze wurde einer Pensionistin verabreicht. "Hat es weh getan?", erkundigte sich die Ärztin. Die 84-Jährige, die zuvor gesagt hatte, sie wolle "ohne Bedenken ihre Kinder, Enkel und Urenkel" wiedersehen, überstand den historischen Moment ebenso stoisch und gefasst wie die folgende Probandin. In den nächsten Tagen könne an der Einstichstelle eine Rötung auftreten, erklärte ihr die Medizinerin, und betonte noch: "Sie können mich jederzeit anrufen."

"Reaktionen erst nach der zweiten Impfung?"

Unter den ersten fünf Menschen, die gegen Covid-19 in Österreich geimpft wurden, war neben zwei Seniorinnen und einem betagten Mann auch zumindest ein Mitglied des Gesundheitspersonals: Der Leiter einer Covid-Station erhielt als fünfter Proband die erste Teilimpfung. Nach ihm folgten weitere Menschen, die sich freiwillig gemeldet hatten. "Die Frau Professor macht das sehr sanft", beruhigte Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres. "War das was?", fragte ein Senior, der den Stich offenbar kaum gespürt hatte. "Die Reaktionen kommen erst nach der zweiten Impfung?", erkundigte er sich bei der Ärztin. Wiedermann-Schmidt klärte über mögliche Reaktionen - Rötungen und Schwellung an der Einstichstelle - auf.

Kurz und Anschober empfangen Freiwillige

Im Nebenraum warteten unterdessen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) auf die Probanden, die sich dort für einige Minuten ausruhen sollten. "Nach zehn Minuten dürfen Sie aufbrechen?", fragte der Kanzler. "Ein bissl noch" werde es dauern, fügte Anschober hinzu. "Wobei, so fit wie Sie wirken", meinte Kurz in Richtung einer 84-Jährigen. "Alles schon fertig", freute sich der Kanzler mit den ersten geimpften Österreicherinnen und Österreichern.

Sebastian Kurz, Maske, SB APA/GEORG HOCHMUTH

"27. Dezember ein historischer Tag"

"Es ist der 27. Dezember des Jahres 2020 ein historischer Tag", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach den ersten Impfungen von Menschen in Österreich mit der Covid-Vakzine. Die Impfung sei "…

Hoffen auf weitere Impfstoffzulassungen

Später betonte der Bundeskanzler bei einer Pressekonferenz, dass es sich um einen "historischen Tag und einen Schritt in Richtung Normalität" handelt. Zudem hofft Kurz, dass in nächster Zeit noch mehr Impfstoffe zugelassen werden. Für Anschober ist es noch kein Sieg über die Pandemie, aber der Beginn der Wende. Er betont, dass sich Österreich insgesamt mehr als vier Millionen Impfdosen von Pfizer/Biontech gesichert hat und ist sich sicher, dass ein Großteil der Österreicherinnen und Österreicher die Chance nutzen werde. Dem schließt sich auch Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres an: "Ich hoffe, dass sich die Mehrheit gerne impfen lässt."

Schutz sieben Tage nach Corona-Impfung

In der MedUni gibt es eine Spezialambulanz für Risikopatienten. Dort hätten sich die fünf Probanden freiwillig gemeldet, erläuterte Wiedermann-Schmidt. Sie alle haben Vorerkrankungen. Der älteste ist 93 Jahre alt. Ein gewisser Schutzeffekt soll laut Hersteller schon sieben Tage nach der ersten Teilimpfung gegeben sein. Zahlreiche weitere Patienten hätten sich ebenso bereits auf eine Liste für die Impfung eintragen lassen.

 

Impfdosen für alle Bundesländer

"Mit der Impfung ist der Anfang für den Sieg gegen die Pandemie eingeleitet", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Alle Bundesländer sollen zeitgleich Impfdosen erhalten.

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