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Wer sich wann impfen lassen kann

Massentests ab Montag in Salzburg

Das Land Salzburg gab heute bei einer Pressekonferenz die weitere Test- und Impfstrategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie bekannt. Ab nächster Woche können sich die Salzburger wieder testen lassen, die Anmeldung zur Impfung ist für Personen über 80 Jahren ab 1. Februar möglich.

Die Eckpunkte der Impfstrategie im Überblick

  • Die erste Impfung für Bewohner und Mitarbeiter von Seniorenwohnhäusern wird diese und nächste Woche durchgeführt. Alle Seniorenwohnhäuser haben bereits eingemeldet und sind eingeteilt. Ferner werden zur Zeit das Gesundheitspersonal in risikoexponierten Bereichen der Spitäler und im niedergelassenen Bereich geimpft beziehungsweise zur Impfung eingemeldet.
  • Ab Anfang Februar beginnen die Impfungen für Personen über 80 Jahren, die zu Hause wohnen. Anmeldungen werden ab 1. Februar online unter www.salzburg-impft.at oder über die Hotline 1450 möglich sein.
  • Bis voraussichtlich Ende März werden die Personen der Priorität 1 (über 80-Jährige, spezifisches Gesundheitspersonal), also rund 30.000 Personen durchgeimpft sein.
  • Reservebildung für die zweite Teilimpfung: Das Land installiert einen Impfdisponenten, um die Planungssicherheit zu gewährleisten.
  • Die Bestellung der Impfstoffe wickelt das Land Salzburg zentral ab.
  • Die Über-80-Jährigen werden von niedergelassenen Ärzten geimpft. Sollten diese Kapazitäten nicht reichen, werden in den größten Gemeinden und Städten umgehend Impfstraßen errichtet - die Vorbereitungen sind getroffen.
  • Ab Anfang März können sich über 65-Jährige vormerken lassen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Personengruppe bis Ende Juni oder nach Maßgabe der verfügbaren Impfstoffe auch schon früher durchgeimpft werden kann. Danach sollen die Impfungen bei der Gruppe der unter 65-Jährigen beginnen.

Über 80-Jährige: Anmeldung zur Impfung ab Februar

Bis Ende kommender Woche sollen die Impfungen der Bewohner und Mitarbeiter in den Senioren- und Pflegeheimen abgeschlossen sein, auch die bereits begonnene Immunisierung beim Gesundheitspersonal läuft weiter. Ab 1. Februar können sich dann alle über 80-Jährigen, die nicht in einem Heim wohnen, für die Impfung anmelden. Sie sollen bis spätestens Ende März fertig geimpft sein.

Impfung: Anmeldung für über 65-Jährige ab März

Ab Anfang März soll sich auch die Gruppe der über 65-Jährigen über das zentrale Vormerksystem für die Impfung anmelden können. Sie soll bis Ende Juni durchgeimpft sein, die übrige Bevölkerung dürfte wohl erst dann zum Zug kommen. Bei der Priorisierung halte sich Salzburg genau an die Impfstrategie des Bundes, erklärte dazu Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) bei der Pressekonferenz. Derzeit seien 3.900 Impfdosen pro Woche für das Bundesland verfügbar. Die Zahl soll sich ab Kalenderwoche 5 auf 4.238 erhöhen und bis Kalenderwoche 12 auf 5.958 Dosen steigen.

Weitere Impfstoffe vor Zulassung

Eine große Rolle spiele dabei die heiß erwartete Zulassung des Impfstoffes von AstraZeneca. "In der Phase, in der wir die über 65-Jährigen impfen, werden wir aus jetziger Sicht aber vielleicht schon die Möglichkeit haben, parallel dazu mit der übrigen Bevölkerung zu beginnen." Übernehmen werden das Impfen im Bundesland die niedergelassenen Ärzte. "Sollte sich herausstellen, dass größerer Bedarf herrscht, kann das Rote Kreuz binnen weniger Tage Impfstraßen aufstellen", erklärte Haslauer. Er bezifferte die Zahl der Personen mit Impfpriorität I im Bundesland heute mit 30.000 bis 32.000 Personen. "Sie sollen bis Ende März geimpft sein."

 

So funktioniert die Anmeldung zur Impfung

Die Anmeldung dazu erfolgt über das Internet, die Gesundheitshotline 1450 oder den Hausarzt. Eine Anmeldung ist aber noch keine Terminreservierung, sondern nur eine Datenaufnahme. Die Menschen werden dann von ihren Hausärzten für einen Impftermin kontaktiert, sobald genügend Impfstoff vorhanden ist. Der Vorteil des Systems: Alle Personen, die sich impfen lassen wollen, sind erfasst. Gibt es kurzfristig mehr Impfstoff als geplant, kann dieser rasch eingesetzt werden. Dies soll auch verhindern, dass Dosen ungenutzt liegen bleiben. "Das heißt aber auch, dass einer, der sich am 1. Februar anmeldet, bereits am 10. Februar dran kommen kann, ein anderer aber erst am 22. März", so der Landeshauptmann.

Risikopatienten: Vormerken ab 1. Februar

"Gemeinsam mit der Gruppe der über 80-Jährigen können sich ab 1. Februar auch Risikogruppen anmelden, etwa COPD- oder Transplantations-Patienten", erklärte auch Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP). "Hier ist aber die Anmeldung über den Hausarzt verpflichtend." Dieser entscheidet, ob man zur Hochrisikogruppe gehört. "Damit soll vermieden werden, dass niemand zu einer Impfung zu kommen versucht, der nicht zur Risikogruppe gehört", erklärte Landesrettungskommandant Anton Holzer, der mit dem Roten Kreuz die Organisation des Anmeldesystems übernimmt.

Impfstofflieferungen ausschlaggebend

"Ob wir die Impfstrategie wie geplant umsetzen können, hängt aber davon ab, ob die Lieferungen der Pharmakonzerne auch eingehalten werden", betonte Stöckl. "Wenn sie früher kommen, können wir wohl etwas schneller sein. Wir sind so flexibel, dass wir auch größere Mengen verimpfen können." Zu berücksichtigen sei dabei stets, dass immer auch die Zweitimpfung vorrätig sein muss.

14 permanente Teststraßen in Salzburg

Neben der Impfstrategie ändert sich im Bundesland auch die Teststrategie. Ab 18. Jänner werden in Salzburg statt derzeit sechs gleich 14 fixe Teststraßen für Gratis-Antigentests angeboten, dazu stoßen acht mobile Testteams für periphere ländliche Gegenden. Sie sollen nach Möglichkeiten einmal pro Woche zu einer fixen Zeit aufgesucht werden können. "Wir schaffen so eine Kapazität von 100.000 bis 120.000 Testungen pro Woche", sagte Haslauer. Neu ist, dass sich Interessierte anders als bisher für die Tests anmelden müssen. Das wird ab kommendem Freitag unter der Seite www.salzburg-testet.at möglich sein.

210112-Standorte-kostenlos-testen-150x100.jpg Land Salzburg
Die Standort für die Schnelltests in Salzburg.

Fakten zu den kostenlosen Tests

  • Kostenlos, freiwillig und in allen Regionen
  • Unabhängig vom Wohnort
  • Anmeldung unter www.salzburg-testet.at oder die Hotline 1450 ab 15. Jänner 2021
  • 14 stationäre und weitere mobile Teststationen laut Beilage
  • Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr
  • Zusätzlich in Zell am See, Tamsweg, Schwarzach, Hallein, Eugendorf und im Messezentrum Samstags, 9 bis 13 Uhr
  • Alle Informationen online HIER

LIVETICKER zum Nachlesen

Bei der Pressekonferenz kamen LH Wilfried Haslauer, LH-Stv. Christian Stöckl (beide ÖVP), Ärztekammer-Präsident Karl Forstner und Landesrettungskommandant Anton Holzer zu Wort.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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