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Corona-Krise:

Salzburger FPÖ will Hilfspaket für Hotellerie

300 Mio. Euro gefordert

20180415_PD1721.HR.jpg APA/FRANZ NEUMAYR/Archiv
Die 300 Mio. Euro des Landes sollten laut Parteichefin Marlene Svazek eine nicht rückzahlbare Hilfe sein.

Die Salzburger FPÖ fordert ein Hilfspaket des Landes für die Hotellerie: In den kommenden drei Jahren soll den Betrieben mit insgesamt 300 Millionen Euro unter die Arme gegriffen werden, damit diese zahlungsfähig bleiben und notwendige Investitionen tätigen können. Außerdem schlagen die Freiheitlichen einen Gutschein für Übernachtungen in Salzburger Unterkünften vor.

Schon jetzt würden viele Hotels eine Eigenkapitalquote von acht Prozent nicht erreichen, das ist die Grenze für "Unternehmen in Schwierigkeiten". Mit den Corona-Überbrückungskrediten des Bundes würde die Verschuldung der Betriebe weiter zunehmen und sich dadurch ihr Rating bei den Banken verschlechtern. Für dringend notwendige Investitionen würden die Unternehmen dann kein Geld mehr erhalten, befürchtet FPÖ-Tourismussprecher Andreas Teufl am Montag bei einem Mediengespräch. Daher sollten die 300 Mio. Euro des Landes auch eine nicht rückzahlbare Hilfe sein, so Parteichefin Marlene Svazek. "Aufgeteilt auf drei Jahre müsste das für das Land zu stemmen sein", meinte sie, wobei das Geld auch über Darlehen aufgebracht werden könnte.

Salzburgs Freiheitliche verlangen von der Bundesregierung ein sofortiges Ende der Maskenpflicht. Um den Tourismus...

Gepostet von Marlene Svazek am Montag, 18. Mai 2020

"Hotellerie steht am Beginn der Wertschöpfungskette"

"Die Hotellerie steht am Beginn der Wertschöpfungskette. Der Tischler, die Bergbahnen oder der Steuerberater, sie alle hängen da dran", wies der Steuerberater Dieter Hofer auf die wirtschaftliche Bedeutung der Tourismusbetriebe in Salzburg hin.

Salzburger FPÖ fordert Hotelgutscheine

Weiters fordern die Freiheitlichen Hotelgutscheine: Ab vier Übernachtungen in einem Salzburger Hotel sollte es pro Haushalt eine Gratis-Übernachtung im Wert von bis zu 150 Euro geben, sagte Svazek. Teufl, der in der Flachgauer Gemeinde Faistenau selbst ein Hotel betreibt, erwartet nicht, dass österreichische Urlauber den Wegfall ausländischer Gäste kompensieren werden. Derzeit würden etwa zwei Millionen Österreicher wegen Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit in einem wirtschaftlichen Sonderstatus leben. Er habe schon Stornierungen von österreichischen Gästen, weil der Mann in Kurzarbeit und die Frau arbeitslos geworden sei", so Teufl. "Die können sich einen Urlaub derzeit einfach nicht leisten."

Ende der Maskenpflicht: "Es ist absurd"

Dritte Forderung der FPÖ ist ein Ende der Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. "Es ist absurd, wenn man im Gasthaus ohne Maske am Tisch sitzen darf, der Kellner sie aber den ganzen Tag tragen muss. Masken erregen ein Klima der Angst, gewollter Angst", so Svazek. Und Punkt vier der Forderungen ist eine Reduktion der Tourismusabgabe, die in Salzburg rund 50 Millionen Euro ausmache. In der nächsten Sitzung des Landtags wollen die Freiheitlichen ihre Vorschläge in Form eines dringlichen Antrags einbringen.

(Quelle: APA)

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