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Meinungscheck

Eigene Corona-Regeln für Events, Lokale & Clubs?

Veranstalter und Lokalbesitzer dürfen verschärfen

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Veranstalter von Konzerten und Co können, wie Lokal- und Clubbesitzer, die Corona-Regeln individuell verschärfen. (SYMBOLBILD)

Die neue Corona-Verordnung gilt ab morgen österreichweit. Die Regelungen stoßen aufgrund ihrer vermeintlichen Unübersichtlichkeit und weiteren Restriktionen auf viel Kritik. Dabei könnten Event-Organisatoren oder Lokalbetreiber die Maßnahmen sogar selbst verschärfen. Aber wäre mehr Individualität sinnvoll? Stimmt ab im Meinungscheck!

Generell gilt in der Gastronomie die 3-G-Regel. Nur Geimpfte, Getestete oder Genesene haben also Zutritt. Ab morgen trifft das auch bei Veranstaltungen ab 25 Teilnehmern zu. In der Nachtgastronomie bleibt die 2-G-Regel. Das heißt, Besucher müssen entweder geimpft oder PCR-getestet sein.

 

Verschärfung von Corona-Regeln möglich

Die Corona-Maßnahmen könnten aber sogar verschärft werden: Einerseits dürfen die Länder restriktivere Regeln anwenden, andererseits wird dieses Recht auch Lokalbetreibern oder Veranstaltern von Events eingeräumt.

 

Wirte und Veranstalter entscheiden selbst

„Der Veranstalter muss die Mindestvorgaben einhalten. Was sie immer machen können, ist die Maßnahmen zu verschärfen“, erklärt Martin Wautischer vom Landesmedienzentrum Salzburg auf SALZBURG24-Anfrage. So sei es etwa bei Veranstaltungen, in Clubs oder in der Gastronomie möglich, eine 1-G- oder 2-G-Regelung einzuführen. Das bestätigt auch Wirtesprecher Ernst Pühringer gegenüber S24: „Es gilt das Hausrecht. Ein Wirt kann sich zum Beispiel entscheiden, nur noch Geimpfte hinein zu lassen.“

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Geltende Maßnahmen nicht "aufweichen"

Laut Wautischer könnten Veranstalter und Lokalbetreiber die jeweiligen „Gs“ so definieren, wie sie wollen, solange sie die geltenden Maßnahmen, die von Bund und Land vorgegeben werden, nicht "aufweichen". Wenn unter 1-G also nicht die Geimpften fallen, sondern zusätzlich zur bereits geltenden G-Regel ein PCR-Test von allen eingefordert wird, sei das in Ordnung.

 

Herausforderung für Nachtgastro-Besucher

Bei der Electric Love Boutique Edition etwa ist das schon umgesetzt worden. Für den Zutritt waren eine Corona-Impfung oder ein PCR-Test erforderlich. Bei Events dieser Größe könnte eine solche Regelung laut Pühringer Sinn machen, da sich die Besucher bereits im Vorfeld informieren würden. Wenn nun aber auch in Nachtlokalen jeder Betreiber für sich entscheiden würde, welche Regelung gilt, sei das ein „Wahnsinn.“

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„Es kennt sich eh jetzt schon keiner mehr aus.“ Wenn die Corona-Maßnahmen dann noch derart individuell festgelegt würden, werde die Lage wohl für die Besucher noch unübersichtlicher. „Es muss jeder selbst entscheiden, aber alles, was zu einem Fleckerlteppich führt, ist für Kunden und Gäste schwierig. Deswegen ist es oft gescheiter, sich an die Regeln vom Land zu halten.“

 

Dass Veranstalter oder Lokalbesitzer überlegen, die geltenden Corona-Regeln individuell zu verschärfen, ist zwar weder Wirtesprecher Pühringer, noch Wautischer bekannt. Die Rahmenbedingungen sind aber gegeben. Wir werden also sehen, wer diese Möglichkeit in Salzburg in Zukunft nutzen wird.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 22.09.2021 um 12:23 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/corona-massnahmen-bei-events-und-in-clubs-verschaerfung-individuell-109449142

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