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Corona-Sommerimpfaktion für Jugend in Salzburg

Schwerpunkt auf Familien, Schüler und Studenten

Besonders auf Familien und Jugendliche will sich das Land Salzburg diesen Sommer bei den Corona-Impfungen konzentrieren. Alles, was ihr dazu wissen müsst, lest ihr hier.

„Wir erreichen voraussichtlich unser Ziel, dass alle, die sich bis zum 26. Mai angemeldet haben, noch im Juni geimpft werden“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) am Freitag in einer Aussendung.

 

Corona-Impfung für Junge

Er fügt hinzu: „Nachdem wir ausreichend Impfstoff zur Verfügung haben, beginnen wir mit nächster Woche vermehrt Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 20 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus anzubieten.“ Nach wie vor gelte, so viele so rasch wie möglich gegen das Virus und die Mutationen zu schützen. Das sei die effektivste Waffe gegen die Pandemie.

Entwicklung 7-Tage-Inzidenz Land Salzburg
So hat sich die Sieben-Tage-Inzidenz nach Altersgruppen in Salzburg entwickelt.

Anmeldung in Ordinationen möglich

Daher soll es ab dem 21. Juni für alle wieder möglich sein, sich in den Impfordinationen anzumelden. „Salzburgs erklärtes Ziel ist es nun, mit so vielen vollständig Geimpften wie möglich in das neue Schuljahr und Semester zu starten“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Im Sommer soll es daher eine Schwerpunktaktion für die 12 bis 20-Jährigen geben. „Falls auch die Familienmitglieder der Jugendlichen eine Impfung wünschen, können in den Impfpraxen auch Eltern und Geschwister mitimmunisiert werden beziehungsweise eine gemeinsame Terminbuchung mit der Ordination vereinbaren. Voraussetzung dafür ist eine vorherige Anmeldung jedes einzelnen Familienmitgliedes auf der Anmeldeplattform in derselben Ordination.“

Impfrate Salzburg Land Salzburg
Die Impfrate nach Alter in Salzburg.

Rund 10.000 Vormerkungen offen

Von jenen, die sich bis zum 26. Mai um 24.00 Uhr vorgemerkt haben, sind in den Impfordinationen noch rund 10.000 offen, heißt es in der Aussendung. „Es stehen genug Dosen zur Verfügung, um diese Personen kommende Woche zu immunisieren. Daher können wir nun auch die Familienimpfaktion planen, die Anmeldung bei den Hausärzten wieder öffnen und somit so viele Salzburgerinnen und Salzburger wie möglich impfen“, erklärt Stöckl. Alleine für nächste Woche werden 40.785 Impfdosen erwartet, davon sind rund 15.000 für Zweitimpfungen geplant. „Wir haben außerdem genau im Blick, wann wir die Intervalle im Rahmen der Möglichkeiten verkürzen können, um noch schneller die Vollimmunisierung zu erreichen“, schildert Stöckl.

Impfstraßen laufen weiter

Der Fortschritt bei den Salzburgerinnen und Salzburger, die sich bis zum 26. Mai angemeldet haben, sei in den Impfstraßen des Roten Kreuzes groß: „All jene Personen haben bereits eine Einladung zur Terminvereinbarung erhalten. Daher können wir das Ziel des Landes erreichen und alle, die sich bis zum Stichtag angemeldet haben, noch im Juni impfen“, so Landesrettungskommandant Anton Holzer.

Impfungen nach Dosis Land Salzburg
Die Corona-Impfungen nach Dosis.

„Gesundheit wichtiger als Urlaub“

Das Rote Kreuz appelliert außerdem: „Gesundheit geht vor, vor allem in einer Pandemie. Und diese ist wichtiger als der Urlaub. Da wir in letzter Zeit aus verschiedensten Gründen eine Verzögerung beim Vereinbaren der Termine feststellen, bitten wir dringend die Möglichkeit zur Immunisierung wahrzunehmen. Sie ist das wirksamste Mittel gegen das Coronavirus und daher zählt wirklich jeder Stich - kurz: Kein anderer Termin kann so wichtig sein wie die Impfung.“

Auch Kinder im Krankenhaus

Holger Förster, Impfreferent der Ärztekammer Salzburg betont, dass „Kinder sehr wohl auch von der Pandemie betroffen sind. In der letzten Welle mussten wöchentlich und österreichweit rund 15 stationär aufgenommen werden, zwei davon sogar auf der Intensivstation. Das heißt auch, dass es bei den Kindern in Österreich mehr schwere Covid-Verläufe als FSME-Erkrankungen gab.“ Auch die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehen hin zu den Jüngeren ist für Förster ein Grund für deren schnelle Immunisierung: „Familien und vor allem Kinder sind viel mobiler und haben mehr Kontakte im Alltag, sei es in der Schule oder bei den Hobbys. Zudem liegt die höchste Inzidenz aktuell genau in dieser Altersgruppe. Bei einem weiteren Anstieg der Fallzahlen, werden besonders die Ungeimpften stark betroffen sein. Das gilt es zu vermeiden.“

Varianten-Schutz durch Impfung

Das Land Salzburg sieht sich in seiner Strategie, auf die Vollimmunisierung zu setzen, bestätigt, besonders im Hinblick auf Virus-Mutationen: „Wir können mit hoher Sicherheit sagen, dass ab der Zweitimpfung auch Mutationen und Varianten wenig Chance haben. Großbritannien hat momentan ein solch großes Problem mit der Delta-Variante, weil sie eben viele erstgeimpft aber noch wenige vollimmunisiert haben“, erklärt Förster.

Geringe Beteiligung bei Jungen

Auf Grundlage der bereits unter www.salzburg-impft.at vorgemerkten Personen ergibt sich laut Landesstatistik bei den zwölf bis unter 20-Jährigen eine noch geringe Impfbeteiligung. Von den 44.083 Salzburgerinnen und Salzburger in dieser Altersgruppe sind mit Stand heute 9.901 (22,5 Prozent) eingetragen. Bei den 35 bis unter 50-Jährigen sind es hingegen bereits rund 50 Prozent, die entweder vorgemerkt oder bereits mindestens einmal geimpft wurden.

Stand der Impfung in Salzburg (18. Juni, 9 Uhr)

  • 410.356 Dosen bisher an Salzburgerinnen und Salzburger verimpft
  • 273.483 Erstimpfungen bisher
  • 136.873 Zweitimpfungen bisher
  • 312.913 Personen bisher vorgemerkt

Knapp 41.000 Dosen kommende Woche

Kommende Woche erwartet Salzburg 40.785 Impfdosen, davon werden 15.000 Menschen zweitgeimpft. Die 40.785 Dosen teilen sich wie folgt auf:

  • Gesamt: 40.785
  • 39585 Biontech/Pfizer
  • 1.200 Moderna
(Quelle: SALZBURG24)

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