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Nach OÖ-Cluster

Corona-Tests in Salzburger Schlachthof diese Woche

Screening aller Mitarbeiter in Bergheim

Schlachthof, SB APA/dpa/Mohssen Assanimoghaddam
Die Mitarbeiter des Schlachthofes in Bergheim werden getestet. (SYMBOLBILD)

In Salzburg sollen noch diese Woche die Mitarbeiter des Schlachthofs in Bergheim (Flachgau) präventiv auf das Coronavirus getestet werden. Wie ein Sprecher von Gesundheitslandesrat Christian Stöckl (ÖVP) am Montag auf APA-Anfrage sagte, wurden Schlachthöfe mittlerweile in die Teststrategie des Bundes aufgenommen. Derzeit sei man dabei, die Details für die Untersuchung mit der AGES auszuarbeiten.

Bergheim

Das Management der Firma Alpenrind, die den Schlachthof in Bergheim betreibt, verwies für Medienanfragen auf die Konzernmutter. Eine Antwort war zunächst noch ausständig.

Schlachthof mit frühzeitigen Vorsichtsmaßnahmen

Wie aus einer Antwort auf eine dringliche Anfrage der Salzburger SPÖ an die zuständigen Mitglieder der Landesregierung im Mai hervorgeht, habe der Schlachthof allerdings "frühzeitig zusätzliche und umfangreiche Vorsichts- und Hygiene-Maßnahmen umgesetzt, um die Gefahr einer Ausbreitung zu minimieren." Dazu zählen laut Alpenrind etwa die lückenlose Registrierung aller Besucher und Mitarbeiter, die Einhaltung von Abstandsregeln, gründliche und regelmäßige Desinfektion, persönliche Schutzkleidung inklusive Mundschutz sowie die tägliche Messung der Temperatur aller Personen beim Betreten des Geländes.

130 Mitarbeiter zuletzt unbefristet bei Alpenrind beschäftigt

Zugleich geht aus der Anfrage hervor, dass zuletzt 130 Mitarbeiter unbefristet bei der Firma Alpenrind beschäftigt waren. Bis auf zwei Mitarbeiter aus Deutschland, die täglich zur Arbeit pendeln, sowie fünf Mitarbeiter aus Ungarn, die wöchentlich pendeln, haben diese Mitarbeiter alle ihren festen Wohnsitz in Salzburg oder in der Umgebung.

Die rund 200 Mitarbeiter auf Werkvertragsbasis, darunter auch Reinigungspersonal und Werkschutz, wohnen laut Anfragebeantwortung ebenfalls in und rund um Salzburg. Viele fahren über das Wochenende regelmäßig oder gelegentlich in ihre Heimat. 70 Prozent sind Ungarn, die restlichen Arbeiter kommen aus Rumänien, der Slowakei und aus Deutschland. Insgesamt arbeiten bei Alpenrind 330 Mitarbeiter erklärt Martin Wautischer, Sprecher von Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP), auf Anfrage von SALZBURG24.

Alpenrind ist seit dem Jahr 2008 Teil der amerikanischen OSI-Gruppe und der größte Fleischproduzent in Westösterreich. Laut eigenen Angaben werden rund 750 Tonnen Rindfleisch wöchentlich produziert und vermarktet. 88.000 Rinder werden dort jährlich laut Wautischer geschlachtet. Das gehe aus der oben genannten Anfrage hervor.

300 Schlachtbetriebe in Salzburg

In Salzburg gibt es im ganzen Bundesland 300 Metzgereien und bäuerliche Betriebe, die Schlachtungen vornehmen. Wautischer betont, dass es sich dabei hauptsächlich um kleine Betriebe handelt. Letztes Jahr wurden in Salzburg hauptsächlich Rinder (91.980) und Schweine (37.845) geschlachtet. 2019 wurden außerdem 5.815 Kälber, 9.826 Schafe, 874 Ziegen und 95 Pferde zur Schlachtbank geführt.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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