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Halbjahres-Bilanz

Salzburgs Hotellerie vor Insolvenz-Welle?

Rückgang bei Firmeninsolvenzen seit Coronakrise

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Der AKV befürchtet, dass die Insolvenzen bedingt durch die Coronakrise im Bereich „Beherbergung und Gsatronomie“ im zweiten Halbjahr 2020 erheblich zunehmen werden. (SYMBOLBILD)

Im ersten Halbjahr des Jahres gab es laut Hochrechnungen des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV) zwar um knapp ein Viertel weniger Insolvenzen, wegen zahlreicher Großpleiten stieg jedoch die Summe der Passiva spürbar an. In Salzburg dürfte sich die Coronakrise in den kommenden Wochen vor allem auf den Bereich "Beherbergung und Gastronomie" auswirken.

Vor allem Großunternehmen aus der Textilbranche seien vermehrt von Pleiten betroffen gewesen.

Großpleiten in der Textilbranche

Seit Beginn der Coronakrise Mitte März seien in Österreich die Firmeninsolvenzen um rund die Hälfte zurückgegangen (minus 49,9 Prozent), für das gesamte erste Halbjahr ergebe das ein Minus von 23,2 Prozent auf 2.044 Zahlungsausfällen. Allerdings habe es auch viele Großpleiten gegeben – vor allem in der Textilbranche – , weshalb die Passiva auf 1,8 Mrd. Euro angestiegen seien. Im Vorjahreszeitraum habe die Summe rund 1,4 Mrd. Euro betragen.

Weniger Firmeninsolvenzen in Salzburg

Das Bundesland Salzburg verzeichnet laut AKV einen Rückgang von 37 Prozent bei eröffneten Firmeninsolvenzverfahren. Die Anzahl der Abweisungen mangels Vermögens sei um 45 Prozent zurückgegangen.

 

Coronavirus setzt Beherbergungsbetrieben zu

Nach Branchen betrachtet, liegt der Bereich "Beherbergung und Gastronomie" in Salzburg aktuell an dritter Stelle. Es ist jedoch zu befürchten, dass die Insolvenzen bedingt durch die Coronakrise in diesem Bereich im zweiten Halbjahr 2020 erheblich zunehmen werden, berichtet der AKV in einer Aussendung.

Die Anzahl der gefährdeten Arbeitsplätze ist um mehr als zwei Drittel verglichen mit der Zahl des Jahres 2019 zurückgegangen (von 441 auf 134).

 

AKV erwartet mehr Privatinsolvenzen

Seit Mitte März sei die Zahl der eröffneten Privatinsolvenzen in Österreich auf durchschnittlich 81 pro Woche eingebrochen. Für die kommenden Wochen rechnet der AKV aber damit, dass diese Zahl wieder auf das Niveau der Vorjahre (2019: 183 Anträge pro Woche) zurückkehren werde, denn die Insolvenzgerichte und die Schuldnerberatungsstellen hätten ihren Betrieb nun wieder aufgenommen.

(Quelle: SALZBURG24)

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