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Weiterer Infektionen möglich

Ein weiterer Fall im Corona-Cluster D

290 Neuinfektionen in Österreich

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Laboruntersuchung zur Abklärung des Coronavirus aufgenommen am Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien. (SYMBOLBILD)

Im Fall des Covid-Clusters rund um das Jungschar-Lager einer Salzburger Stadtpfarre in Großarl ist die Zahl der Infizierten von Sonntag auf Montag von 15 auf 16 gestiegen. Das sagte ein Sprecher der Stadt Salzburg am Nachmittag auf APA-Anfrage. "Aktuell sind damit keine Tests mehr aus diesem Kreis offen." Allerdings sei es leicht möglich, dass aus dem familiären Umfeld noch Infektionen dazukommen.

Der neu festgestellte Fall betrifft eine Person mit Wohnsitz in Oberösterreich. Am Lager hatten seit vergangenem Sonntag 22 Jugendliche im Alter von rund 14 Jahren und neun Betreuer teilgenommen. Am Dienstag war ein Teilnehmer aus Bayern erkrankt, am Donnerstag stand schließlich fest, dass eine Covid-Infektion vorliegt. Das Lager wurde daraufhin sofort abgebrochen.

16 Infizierte in Corona-Cluster D

Sieben positiv getestete Personen aus diesem Cluster kommen aus der Stadt Salzburg, vier aus dem Tennengau, drei aus dem Flachgau, dazu der neue Fall aus Oberösterreich und der Indexfall aus Bayern.

Coronaivurs: 290 Neuinfektionen in Österreich

Indes meldet das Gesundheitsministerium österreichweit 290 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. 257 Personen wurden im Gegensatz wieder als genesen ausgewiesen. In Wien wurde 75 der neuen Fälle vermeldet, 56 waren es in Niederösterreich.

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Die Neuinfektionen teilen sich verbleibenden sieben Bundesländer wie folgt auf: 33 in Oberösterreich, 32 in der Steiermark, 31 in Tirol. 25 Neuinfektionen vermeldete Salzburg, 23 Vorarlberg, elf das Burgenland - Kärnten verzeichnete vier.

129 aktive Fälle in Salzburg

Die Zahl der aktiv infizierten Personen im Bundesland Salzburg beträgt aktuell 129.

  • Pongau 9
  • Tennengau 10
  • Lungau 0
  • Stadt Salzburg 61
  • Flachgau 27
  • Pinzgau 22

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163 Corona-Erkrankte im Spital

Mit heutigem Stand 9.30 Uhr sind österreichweit 746 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben. Die Zunahme um zehn gegenüber Sonntag ist auf eine Datenbereinigung der Wiener Fälle seit Ende März zurückzuführen und wurde aufgrund einer Empfehlung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) vorgenommen: Auch jene Todesfälle in der Covid-19-Statistik müssen demnach aufgeführt werden, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums vor dem Todeszeitpunkt positiv auf eine Infektion getestet worden sind.

Derzeit befinden sich 163 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung - um 20 mehr als am Sonntag - 29 der Erkrankten auf Intensivstationen, womit innerhalb der vergangenen 24 Stunden eine weitere Person dazugekommen ist.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

Wie lange halten Corona-Spätfolgen an?

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(SYMBOLBILD)

Ein Team der Innsbrucker Univ.-Klinik für Innere Medizin II rund um deren Direktor Günter Weiss hat in einer Studie mit 86 Corona-Patienten festgestellt, dass ein Großteil der durch die Krankheit ausgelösten Lungenveränderungen reversibel ist. 55 Prozent der hospitalisierten Covid-19-Patienten würden aber auch noch sechs Wochen nach der Krankenhausentlassung körperliche Beeinträchtigungen zeigen.

Im Rahmen der Studie seien erstmals die Langzeitfolgen von Covid-19 an stationär versorgten Patienten untersucht worden, teilte die Medizinische Universität Innsbruck am Montag mit. In die Studie eingeschlossen waren 86 Patienten - 70 Prozent davon Männer - zwischen 50 und 70 Jahren, die an der Uniklinik Innsbruck, im Krankenhaus Zams und im Reha-Zentrum Münster behandelt worden waren. Die Probanden waren im Schnitt übergewichtig bis adipös, 44 Prozent waren vormals Raucher und ein wesentlicher Teil hatte kardiovaskuläre Vorerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes oder Hypercholesterinämie.

Kurzatmigkeit und andauernder Husten

"55 Prozent der hospitalisierten Covid-19-Patienten zeigten auch sechs Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus anhaltende körperliche Beeinträchtigungen", beschrieb die Lungenspezialistin Judith Löffler-Ragg eines der zentralen Ergebnisse der Studie. An erster Stelle lag mit knapp 50 Prozent die Kurzatmigkeit bei Belastung, 15 Prozent klagten über andauernden Husten. Grundsätzlich hätten die Patienten eine überdurchschnittlich lange Genesungsphase beschrieben, die Intensität der Beschwerden hätte sich aber im Verlauf deutlich verbessert.

Lungenveränderungen bei knapp 90 Prozent

In CT-Untersuchungen sechs Wochen nach Krankenhausentlassung zeigten sich bei 88 Prozent der Patienten anhaltende leicht- bis mittelgradige strukturelle Veränderungen der Lunge. Diese bildeten sich allerdings im Zeitverlauf bei den meisten Patienten deutlich zurück. Derzeit gebe es keine Hinweise auf fortschreitende Lungenschäden, wie etwa zunehmende Vernarbungen. Ob die Veränderungen der Lunge vollständig abklingen, sei aktuell noch nicht zur Gänze zu beantworten.

"Erste Erfahrungen zeigen, dass die bei der Entlassung aus der Klinik diagnostizierten Beeinträchtigungen der Lungenfunktion durch eine langfristige und spezifische Rehabilitationstherapie deutlich verbessert werden können. Entsprechend dürfte es sich bei einem Großteil der Lungenveränderungen um reversible Prozesse handeln", erklärte Sabina Sahanic aus dem Studienteam. Die Studienleiter betonten deshalb die Notwendigkeit einer strukturierten Nachsorge bei schwer Erkrankten.

Corona-Studie soll über ein Jahr lang laufen

Die Innsbrucker Mediziner wollen nun auch den weiteren Genesungsverlauf nach sechs und nach zwölf Monaten durch Nachfolgeuntersuchungen analysieren. Die Ergebnisse der Studie wurden am Montag beim Kongress der European Respiratory Society (ERS) präsentiert.

Aufgerufen am 20.04.2021 um 03:32 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/coronavirus-ein-weiterer-fall-im-cluster-d-92500420

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