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Corona-Pandemie

Frankreich dankt Salzburg für Patienten-Aufnahme

Haslauer und Edtstadler empfangen Amelie de Montchalin

Europaministerin Karoline Edtstadler und Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) haben am Freitag die französische EU-Staatssekretärin Amelie de Montchalin in Salzburg empfangen. Montchalin war gekommen, um sich für die Aufnahme von drei Corona-Intensivpatienten im Landesklinikum Salzburg zu bedanken.

 Die drei Patienten sind mittlerweile genesen und zurück in Frankreich. "Wir haben immer gesagt, dass uns die europäische Solidarität enorm wichtig ist. Besonders in Krisenzeiten muss Europa eng zusammenstehen", betonte Edtstadler. Frankreich habe Ende März um die Aufnahme von drei Corona-Intensivpatienten ersucht, erklärte die Europaministerin.

Haslauer: "Akt gelebter Solidarität"

"Die Aufnahme dieser französischen Patienten war für uns in Salzburg selbstverständlich und ein Akt gelebter Solidarität. Salzburg versteht sich immer schon als ein Ort des Dialogs, der Zusammenkunft und Solidarität", erklärte Haslauer. Gerade in Krisenzeiten sei ein starker Zusammenhalt und eine gute Kooperation unverzichtbar, um solche Herausforderungen zu meistern.

Hat sich Europa in Corona-Krise bewährt?

Die Frage ob sich Europa in dieser Krise bewährt haben wird, könne noch nicht abschließend beurteilt werden. Wenn er daran denke, dass bezahlte Transporte von Schutzgütern im nationalstaatlichen Interesse beschlagnahmt worden seien, sei dies nicht der Fall gewesen. Daher gelte es "die eigentlichen Werte der Europäischen Idee wieder vermehrt in den Mittelpunkt" zu stellen, so Haslauer.

(Quelle: APA)

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Salzburg übernimmt Covid-Patienten aus Frankreich

Zwei schwer an Covid-19 erkrankte Männer aus Frankreich sind am Mittwochabend zur Behandlung nach Salzburg geflogen worden. Um 18.30 Uhr landete ein aus der nordostfranzösischen Stadt Metz kommender Militärhubschrauber mit zwei Patienten am Flughafen, gegen 20.00 Uhr landete ein weiterer Hubschrauber aus Deutschland mit einem dritten Patienten an Bord direkt auf dem Gelände des Spitals.

Im Militärhelikopter des Typs NH90 wurden ein 67- und ein 77-jähriger Franzose überstellt, im deutschen Notarzthubschrauber, der aus Baden-Baden kam, wurde ein 68-jähriger Patient aus Frankreich transportiert. Alle drei Männer seien intubiert, werden beatmet und würden neben dem Coronavirus auch Vorerkrankungen aufweisen, sagte ein Sprecher der Landeskliniken zur APA.

Alle drei werden auf der Intensivstation des Covid-Hauses am Uniklinikum gebracht. Den Transport vom Flughafen übernahm ein speziell ausgestattetes Rettungsauto des Roten Kreuzes. Ärzteteams hatten die Patienten bei der Verlegung in der Luft begleitet.

Kapazitäten für Coronavirus-Patienten in Salzburg

"Wir haben derzeit die Kapazitäten, um diese Patienten in Salzburg zu behandeln", sagte Richard Greil, Primar am Uniklinikum und Leiter des medizinischen Einsatzstabes des Landes für Covid-19. Er verwies in einer Video-Pressekonferenz am Nachmittag darauf, dass es internationale Solidarität im Kampf gegen das Coronavirus brauche. Die Abgrenzung von Ländern, Bundesländern oder Gemeinden könne keine dauerhafte Strategie sein, wenn man wieder zu einem normalen Leben zurückkehren wolle.

<< Breaking News >> Drei Covid-Patienten aus Frankreich sind heute nach Salzburg geflogen worden und werden im Uniklinikum behandelt. Wir haben die Bilder für euch! #uniklinikumsalzburg #salzburgerlandeskliniken #salk #krankenhaus #corona #covid19 #virus #coronavirus #covoid #health #gesundheit #salzburg #igerssalzburg #salzburgerland #gemeinschaft #zusammenhalt #solidarität #wirsindhelden #heldenderpflege #heldenimkrankenhaus #heldenimlabor #staytogethersalzburg #stayathome

Gepostet von Uniklinikum Salzburg - SALK am Mittwoch, 1. April 2020

In Elsass-Lothringen sei der Bedarf an Intensivbetten mit Beatmung "mit atemberaubender Geschwindigkeit" gestiegen. Am 23. März wäre im Elsass pro Stunde ein Beatmungspatient dazugekommen. "Wir bereiten uns vor und versuchen alle Ressourcen aufzubringen, die möglich sind", sagte Greil. Salzburg wäre mit Beatmungsbetten vergleichsweise gut aufgestellt. Nachsatz: "Wenn wir alles mobilisieren, was möglich ist." Das heiße aber nicht, dass die Kapazitäten im Bundesland im Ernstfall ausreichen werden.

Aufgerufen am 07.07.2020 um 11:30 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/coronavirus-frankreich-dankt-salzburg-fuer-aufnahme-von-patienten-88801894

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