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Sechs Menschen genesen

Haslauer-Appell an Salzburger: "Halten wir durch"

Landeshauptmann zur Corona-Situation

713 Personen sind bis Freitagabend im Bundesland Salzburg positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist ein Anstieg um 155 Fälle im Vergleich zum Vortag. Sechs Infizierte gelten als wieder genesen. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) informiert über die aktuelle Lage in Salzburg (siehe Video).

Mit Stand von Freitag, 13 Uhr, da waren es noch 683 Infizierte, verteilten sich die bestätigten Fälle wie folgt: Stadt Salzburg 100, Flachgau 89, Tennengau 39, Pongau 257, Lungau 14, Pinzgau 184. Sechs Personen sind bereits wieder gesund geworden. 46 Personen werden in einem Krankenhaus betreut, davon elf auf der Intensivstation. 

2.046 Menschen in Salzburg befinden sich derzeit in Isolation. Ein Coronavirus-Todesfall wurde bislang gemeldet, am Freitag erhöhte sich diese Zahl auf vier.

Entscheidung über Quarantäne-Gebiete

Ob die vorläufig bis zum 31. März behördlich verfügte Quarantäne über die Gemeinde Flachau sowie über die insgesamt fünf Gemeinden im Großarltal und Gasteinertal im Pongau mit 1. April aufgehoben oder verlängert wird, das werde am kommenden Montag entschieden, erklärte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Es fehle noch an Zahlenmaterial, man müsse sich noch diverse Daten ansehen.

1.000 Tests pro Tag in Salzburg möglich

Auch wenn die tägliche Zunahme der bestätigten Fälle im Bundesland Salzburg von ursprünglich 40 Prozent derzeit bei 17 bis 20 Prozent liege, so dürfe man sich nicht in Sicherheit wiegen, gab Haslauer zu bedenken. "Die Ausbreitung des Virus muss noch weniger werden. Bitte bleiben sie zu Hause. Halten wir durch", appellierte er an die Bevölkerung.

Seit Freitag vor einer Woche habe es einen drastischen Anstieg der bestätigten Erkrankungsfälle gegeben, von 147 auf 701. Das sei auch dem geschuldet, dass die Zahl der Tests zugenommen habe, erklärte der Landeshauptmann. Im Bundesländervergleich "sind wir in absoluten Zahlen weit hinten, aber in der Intensität weit stärker als Wien." Was die Testungen betrifft, so könnte man von den Kapazitäten her am Tag 1.000 Tests durchführen, 250 in den Salzburger Landeskliniken und 750 im privaten Labor. Doch es fehle noch an ausreichendem Material.

Haslauer: "Werden Herausforderung meistern"

Haslauer versprühte auch Optimismus. "Ich bin überzeugt, dass wir die Herausforderung meistern. Auch diese Zeit wird zu Ende gehen, aber nicht so schnell wie wir hoffen. Wir kämpfen an allen Fronten." Ob es Einschränkungen in der touristischen Sommersaison geben wird, dazu könne er im April oder Mai mehr sagen. Derzeit würden weniger Buchungen verzeichnet.

Corona-Virus in Salzburg - Tageszusammenfassung ???? ???? Dringender Appell von Landeshauptmann Wilfried Haslauer " Halten...

Gepostet von Land Salzburg am Freitag, 27. März 2020

Wieder Quarantäne in Spital in Hallein

Nachdem abermals ein Patient im Krankenhaus Hallein (Tennengau) positiv auf Covid-19 getestet wurde, musste am Freitag der Stationsbetrieb abermals unter Quarantäne gestellt werden. Die aktuellen stationären Patientinnen und Patienten werden weiter betreut. Die Ambulanzen sind geschlossen. Die Geburtshilfe (Schwangerenambulanz) läuft weiter, ebenso die Betreuung von definierten Patienten in der Wundambulanz.

Jeder Tausendste in Salzburg positiv getestet 

Jeder Tausendste ist im Bundesland Salzburg bisher positiv auf Covid-19 getestet worden. An erster Stelle liegt der Pongau. Dort wurden mehr als ein Drittel aller im Land Salzburg bestätigten Fälle festgestellt. Österreichweit liegt der Pongau sogar an zweiter Stelle. Nur im Bezirk Landeck (Tirol) ist der Wert pro 100.000 Einwohner noch höher, erklärte Landesstatistiker Gernot Filipp am Freitag. 

Meiste Fälle im Pongau und Pinzgau 

Die Landesstatistik hat sich den Verlauf der Corona-Erkrankungen im Land Salzburg angesehen. Das Ergebnis hat das Landesmedienzentrum am Freitag veröffentlicht. Demnach wurden am Donnerstag im Pongau 245 bestätigte Infektionen pro 100.000 Einwohner gezählt. Die ersten bestätigten Infektionsfälle traten Anfang März allerdings im Pinzgau auf, der in der Bezirks-Rangliste zunächst auch Platz eins einnahm. Am 19. März löste der Pongau den Pinzgau mit der höchsten Fallzahl ab. 

Auf Platz zwei liegt seither weiterhin der Pinzgau mit mehr als 150 Fällen pro 100.000 Einwohner. In den anderen Bezirken schwanken die Fälle zwischen 50 und 70. In der Stadt Salzburg wurden schon relativ bald erste Infektionen nachgewiesen, das Wachstum entwickelt sich seither unterdurchschnittlich. Eine ähnliche, nur etwas zeitversetzte Entwicklung ist für den Flachgau zu beobachten, wo mit 51,5 Fällen pro 100.000 Einwohnern der landesweit geringste Wert verzeichnet wurde.

Im Tennengau und Lungau ist ein zeitverzögerter Anstieg bemerkbar. Der erste Infektionsfall trat im Tennengau am 16. März auf. Dort wird in den letzten Tagen eine etwas stärkere Dynamik registriert. Die Zahl der Fälle im Lungau lag lange Zeit unter fünf Personen und ist in den vergangenen Tagen auf nunmehr 14 Fälle angestiegen.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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