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"Kein Grund zur Aufregung" in Salzburg

Noch kein Coronavirus-Fall in Europa bekannt

Coronavirus ASSOCIATED PRESS
In Europa ist kein noch kein Coronavirus-Fall bekannt. (SYMBOLBILD)

Österreichs Reiseveranstalter sind ob des neuartigen Coronavirus aus China in Alarmstimmung. Ein Thema in der heimischen Tourismusbranche sind Gäste aus dem asiatischen Raum, die ja gerne in Gruppen nach Salzburg kommen. Das Gesundheitsministerium mahnt derweil zur Ruhe.

Das Verkehrsbüro, Österreichs größter Tourismuskonzern, habe "den Krisenstab aktiviert", sagte eine Sprecherin. Das sei das übliche Vorgehen in solchen Fällen. Hotelmitarbeiter seien dazu angehalten, gut auf die Hygiene zu achten, also Hände und Oberflächen zu desinfizieren. Das sei aber nicht unbedingt dem Coronavirus geschuldet, sondern der aktuellen Grippewelle.

"Absolut kein Grund zur Aufregung"

"Österreichs Gesundheitsbehörden sind mit den relevanten Gremien im Rahmen der WHO- und der EU- Mitgliedschaft ausgezeichnet vernetzt und in permanenter Abstimmung", hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des Gesundheitsministeriums. "Die internationalen Behörden beobachten die aktuelle Entwicklung genau und wenden sich mit Empfehlungen an die Mitgliedsländer." Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) dazu: "Derzeit ist absolut kein Grund zur Aufregung, aber es braucht größte Aufmerksamkeit und internationale Abstimmung."

Das werde durch die österreichischen Gesundheitsbehörden in allen Bereichen gut sichergestellt. Salzburgs Landessanitätsdirektion halte sich an die Vorgaben des Gesundheitsministeriums, berichtete der ORF. Demnach seien auch Sondermaßnahmen wie Fieberüberprüfungen auf dem Salzburger Flughafen derzeit nicht geplant.

Verkehrsbeschränkungen auch in Österreich möglich

Auch in österreichischen Städten und Ortschaften könnte es theoretisch Beschränkungen im Fall des Ausbruchs einer meldepflichtigen Erkrankung geben. Dies ist im Paragraf 24 des Epidemiegesetzes festgehalten, wie Oliver Gumhold vom Gesundheitsministerium am Donnerstag auf APA-Nachfrage erklärte. "In der jetzigen Lage ist das aber absolut nicht notwendig", so der stv. Abteilungsleiter Kommunikation.

Im Epidemiegesetz heißt es dazu "Sofern dies im Hinblick auf Art und Umfang des Auftretens einer meldepflichtigen Erkrankung zum Schutz vor deren Weiterverbreitung unbedingt erforderlich ist, hat die Bezirksverwaltungsbehörde für die Bewohner von Epidemiegebieten Verkehrbeschränkungen zu verfügen. Ebenso können Beschränkungen für den Verkehr mit den Bewohnern solcher Gebiete von außen angeordnet werden." Allerdings kam es laut Gumhold noch nie zu so einem Fall.

Kein Coronavirus-Fall in Europa bekannt

Mit der gerade laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag wächst die Gefahr einer Ausbreitung der Viruskrankheit. Bei der großen jährlichen Reisewelle sind einige Hundert Millionen Chinesen unterwegs. Am Dienstag war erstmals ein Nachweis des Virus in den USA gemeldet worden. Nachgewiesene Fälle gibt es auch in Japan, Südkorea, Taiwan und Thailand. In Europa gibt es bisher keine Nachweise. Die EU-Präventionsbehörde ECDC sprach von einem moderaten Risiko, dass der Erreger in die Europäische Union eingeschleppt wird.

(Quelle: APA)

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