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Sieben-Tage-Inzidenz

Salzburg führt unrühmliches Corona-Ranking an

Hintersee wird zum neuen Infektions-Hotspot

Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von laut AGES aktuell 283 weist Salzburg weiterhin den höchsten Wert aller neun Bundesländer auf. Unterdessen dürfte sich in der Gemeinde Hintersee (Flachgau) ein neuer lokaler Corona-Hotspot gebildet haben.

Hintersee

Nach den gestrigen 311 Neuinfektionen ist das Coronavirus am Donnerstag binnen 24 Stunden erneut bei 306 Personen festgestellt worden. Die Zahl der aktiv infizierten Menschen im Bundesland – derzeit 2.206 - steigt seit wenigen Tagen wieder an. Die Zahl der Todesfälle hat sich um fünf auf 332 erhöht, die Verstorbenen waren 57 bis 96 Jahre alt.

Hintersee verzeichnet viele Corona-Fälle

Unterdessen dürfte sich in der kleinen Gemeinde Hintersee (Flachgau) ein neuer lokaler Corona-Hotspot gebildet haben. Hochgerechnet auf die Bevölkerung wies die rund 480-Einwohner-Gemeinde laut Auskunft des Landesmedienzentrums am Mittwochvormittag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2.991 auf. Fast jeder neunte Einwohner galt als infiziert.

Coronavirus Pixabay
(SYMBOLBILD)

2.913 Corona-Neuinfektionen in Österreich

Nach den gestrigen 2.550 Neuinfektionen sind es am Donnerstag in Österreich mit 2.913 schon wieder fast 3.000 Personen, bei denen das Virus SARS-CoV-2 innerhalb von 24 Stunden neu festgestellt …

Bürgermeister Paul Weißenbacher (ÖVP) sieht den Grund für die hohe Infektionszahl im gewissenlosen Verhalten einiger Gemeindebürger. So seien einige trotz Infektion oder Infektionsfall in der Familie nachweislich zur Arbeit oder einkaufen gegangen, sagte er gegenüber "ORF Salzburg."

Quarantäne letzter möglicher Schritt

Im benachbarten Faistenau, wo viele Hinterseer einkaufen oder zur Bank gehen, hätten viele Angst vor den Nachbarn, erklärte der Ortschef. Er stellte Verschärfungen für die Gemeindebürger in den Raum. "Das werde nicht ich entscheiden, sondern das wird wahrscheinlich vom Land kommen" sagte Weißenbacher. Eine komplette Quarantäne wie in Kuchl (Tennengau) in der zweiten Oktoberhälfte sei aber wohl der letzte Schritt.

Ein Sprecher von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sagte dazu auf APA-Anfrage, dass sich weitere Schritte aus den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden ergeben. "Wir sind hier in enger Abstimmung. Eine Quarantäne muss aber medizinisch eindeutig begründet sein."

(Quelle: APA)

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