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Weiteres Vorgehen

So soll Corona weiter eingedämmt werden

Land Salzburg stellt Containment-Strategie vor

Exakt vier Monate fordert mittlerweile die Corona-Pandemie Behörden, Experten und Organisationen und nicht zuletzt die gesamte Bevölkerung. Nach der Akutphase gibt es nun einen Fahrplan zur weiteren Eindämmung des Coronavirus.

"Wir werden mit diesem Virus wahrscheinlich noch eine Zeit lang leben müssen, daher stellen wir uns gezielt, langfristig und auch effizient auf. Der Koordinationsstab soll dies bestmöglich gewährleisten. Ein exakter Stufenplan, falls die Neuinfektionen wieder massiv mehr werden sollten, wurde zu diesem Zweck ausgearbeitet", so LH Wilfried Haslauer (ÖVP) in einer Aussendung am Mittwoch.

Vom Einsatzstab zum Koordinationsstab

Der Einsatzstab des Landes hat mit 12. Juni seine Tätigkeit vorerst beendet. Die notwendigen Tätigkeiten werden seither von Katastrophenschutz, Landessanitätsdirektion, Bezirkshauptmannschaften, Informatik und Landes-Medienzentrum erfüllt. Der Koordinationsstab Covid-19 des Landes soll ab Juli in den Alltagsbetrieb übergehen.

Contact Tracing um Infektionskette zu unterbrechen

Das Expertengremium wird wie eine eigene Dienststelle des Landes geführt und wird alle Agenden übernehmen, um das Virus bestmöglich einzudämmen. Schnelles Contact Tracing, um die Infektionskette zu unterbrechen, sowie die Zusammenarbeit mit den Spitälern und Einsatzorganisationen wie Rotes Kreuz und Polizei sind dabei zwei der Schlüsselfunktionen.

Hochfahren von Landeseinsatzstab als letzte Option

Die Eingrenzung und beim "Covid-Cluster A" nach einer Veranstaltung in der Stadt Salzburg mit bisher 17 bestätigt infizierten Personen habe gezeigt, dass schnelles Contact Tracing und die Absonderung der Kontaktpersonen ein effektives Mittel sind, die Infektionskette zu unterbrechen. Wie Haslauer weiter ausführt, wurde nun ein Stufenplan entwickelt, um effizient an die jeweilige Situation angepasst arbeiten zu können. Die letzte Eskalationsstufe wäre das Wiederhochfahren des Landeseinsatzstabes.

Konzept für Contact Tracing ausgearbeitet

Ausgearbeitet sind bereits ein einheitliches Contact-Tracing-Konzept und standardisierte Erhebungsbögen. Auch Neuinfektionsszenarien wurden entwickelt und werden laufend angepasst. Sie sind wichtig für die Erstellung der Notfallpläne für Pflegeeinrichtungen, Restaurants, Beherbergungsbetriebe, Unterkünfte wie Asyl- oder Arbeiterwohnheime und Veranstaltungen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Polizei, Bundesheer und weiteren Organisationen, die die Tätigkeit unterstützen, gibt es Schulungen.

Corona mit Routine bewältigen

Die Planungen sollen eine rasche und praxisorientierte Umsetzung ermöglichen. Wie laufen die Tests ab, was ist an der Grenze zu tun, wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern und wie bekommen alle die für sie passenden Informationen - für all diese Fragen arbeitet das Team des Koordinationsstabs Routineabläufe mit klaren Handlungsanweisungen aus.

(Quelle: SALZBURG24)

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