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Produktion gedrosselt

Palfinger trotz Corona zuversichtlich

CEO: "Werden gestärkt aus Krise kommen"

Palfinger APA/BARBARA GINDL/Symbolbild
Palfinger sei laut CEO Andreas Klauser nach wie vor ein stabiles Unternehmen und schreibe Gewinne. 

Der Weltmarktführer bei Kränen, die Salzburger Palfinger AG, wird aus der Coronakrise gestärkt herauskommen, ist CEO Andreas Klauser überzeugt. Man sei nach wie vor ein stabiles Unternehmen und schreibe Gewinne, wenn auch vielleicht nur halb so hohe wie vor der Krise. Die Kurzarbeit habe sehr gut über die schwierigste Zeit hinweg geholfen, auch die Investitionsprämie sei "ein gutes Tool", sagte der Palfinger-Chef am Donnerstag auf der Gewinn-Messe in Wien.

"Die Kurzarbeit hat in den ersten drei Monaten sehr gut gegriffen und uns in einer Periode geholfen, in der wir bei der Teileverfügbarkeit nicht so gut aufgestellt gewesen sind", sagte Klauser. Die Produktion sei gedrosselt, aber aufrechterhalten worden. Es habe "bei uns nur zehn Tage echten Shutdown" gegeben. Neben dem Aufrechterhalten der Produktionskapazitäten habe man sich in der Corona-Pandemie zudem bei den Lieferungen klar von den italienischen Konkurrenten absetzen können.

Coroan-Krise: Palfinger für 2021 zuversichtlich

Für das kommende Jahr 2021 rechnet Klauser damit, dass man die Corona-Entwicklung "gesundheitstechnisch besser in den Griff kriegen" wird, eher Bankenfinanzierungen würden bei den Kunden nächstes Jahr ein Thema sein. Man wolle organisch wachsen, sollten sich aber Möglichkeiten ergeben, nach denen man nicht aktiv auf der Suche sei, werde man das bewerkstelligen.

1,5 Mrd Euro Umsatz erwartet

Aktuell sehe man, dass sich Europa stabilisiere, doch müsse man natürlich diesen Herbst abwarten. Den Ende Juli für das Gesamtjahr 2020 gesenkten Ausblick erneuerte der CEO heute: Man erwarte über 1,5 Mrd. Umsatz und eine leicht über 6 Prozent liegende EBIT-Marge. Allfällige neue Corona-Entwicklungen seien da noch nicht enthalten. Die Mittelfrist-Ziele hatte Palfinger im Sommer um zwei Jahre verschoben: Nun erwartet man 2 Mrd. Euro Umsatz für 2024 sowie jeweils über den Wirtschaftszyklus im Schnitt 10 Prozent EBIT-Marge sowie 10 Prozent bei der Profitabilitätskennzahl ROCE (Return on Capital Employed).

Gewinneinbruch von 65 Prozent im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr hat die Krise den Palfinger-Gewinn um 65 Prozent auf 15 Mio. Euro einbrechen lassen, der Umsatz sank im Jahresabstand um 18 Prozent auf knapp 730 Mio. Euro. Die Neunmonatszahlen sind für 30. Oktober avisiert.

Das Kundensegment Baubranche laufe nach wie vor positiv, sagte Klauser auf der diesmal virtuell abgehaltenen Messe. Schon eine deutliche Verlangsamung sei dagegen in gewissen Logistikbereichen aufgetreten etwa wenn es um Ladebordwände gehe. Der Marinebereich habe sich sehr positiv entwickelt. In chinesischen Werften seien mehr Schiffe in Bau, allerdings mit weniger Kapazität.

Preise in Krise leicht erhöht

Die Preise habe Palfinger nicht senken müssen, sondern habe sie in der Krise sogar leicht erhöhen können, sagte Klauser. Bei insgesamt 11.000 Mitarbeitern im Konzern habe man nur 30 positive Corona-Fälle verzeichnet, dabei aber einen tödlichen.

(Quelle: SALZBURG24)

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